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Der nachfolgende Artikel wurde uns freundlicherweise vom Verfasser als Auszug aus der 1998 im Knaur-Verlag München erschienenen Original-Taschenbuchreihe in einer Serie von 6 Büchern „Das Gesundheitsprogramm nach Hildegard von Bingen" zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. 5. Kapitel: Lebensmittel wie Heilmittel einsetzen Tag für Tag die richtige Ernährung - aber was ist richtig? „Solange aber ein Mensch an der Schwellung seines Aussatzes leidet, soll er sich auch von jeder heißen, gebratenen und schweren Speise (Rohkost) wie auch der Weingenuß enthalten und rohes Gemüse wie auch ungekochtes Obst vermeiden, die insgesamt die schädliche Säfte in ihm vermehren und entflammen würden. Nur gutes zumal Dinkelbrot essen und Quellwasser trinken, weil dies für den Menschen in solcher Zeit wegen seiner milden Art nicht gefährlich ist. Wenn ein derartiger Mensch eine Diät sucht, so bereite er sich mit reinem Eidotter und leichter Dinkelmehlsuppe eine Speise ohne Zusatz von Fett oder Käse. Er soll aber keinen Wein trinken, weil dieser die Gefäße stärker füllt und so die vorhandenen Schwellungen ansteigen würden. Auch darf er keine heißen Speisen genießen, weil diese durch die Wärme die Säfte in Aufregung bringen und die Geschwulste infolgedessen zunehmen würde. "Bereits vor 800 Jahren hat Hildegard als Erste und Einzige die Feinstofflichkeit und die Heilkräfte in den Lebensmitteln beschrieben, die sie „Subtilitäten" nennt, und danach ihr Medizinbuch benennt: „Die Subtilitäten der verschiedenen Naturgeschöpfe und wie man durch sie dem Menschen zur Hilfe kommen kann." Im Mittelpunkt der Haut-Diät stehen die Getreide-Arten Dinkel, Hafer, Weizen, Roggen und Gerste, die richtige Auswahl von Obst und Gemüse und die Anwendung von Heilkräutern und Gewürzen sowie der gezielte Einsatz von Fisch, Leber und Fleisch als Beilage, die nur sehr beschränkt eingesetzt werden. Die Dinkeldiät als Standardbehandlung für alle Hautleiden Die Dinkeldiät ist zeitlebens ratsam. Kartoffeln und Nachtschattengewächse sollten weitgehend gemieden werden. Milchprodukte sind nur anfangs kritisch und zu meiden. Diese Diät gilt im wesentlichen auch für Allergiker und Ekzematiker, wobei allerdings noch einige wenige zusätzliche Medikationen verordnet werden. Alle Weizenprodukte durch Dinkel ersetzen. Gegen Juckreiz Speisemohn und Leinsamen-Kompressen einsetzen. Flohsamen-Wein (vinum plantago psyllium); die Quell- und Schleimstoffe nehmen im Darm alle allergie-auslösenden Stoffe auf und sorgen für deren natürliche Ausscheidung. Rote-Bete-Salat mit Dinkelmehlsoße und Quendel. Salz und Gewürze in vernünftigen Mengen. Kuhmilch durch Ziegenmilch ersetzen („und die Ausschläge gehen vollständig von ihm weg"). Absetzen von Cortison, Antibiotika und überflüssigen Arzneimitteln. Vermeidung von Schweinefleisch, einschließlich Wurst. Weglassen der Küchengifte: Erdbeeren, Pflaumen, Pfirsiche, Lauch (Porree). Darmsanierung Haut und Darm haben enge Beziehungen. Daher ist es bei Hautleiden besonders wichtig, auf eine hautgesunde Ernährung zu achten. Eine Kost, die reich ist an Dinkelvollkornprodukten, Obst und Gemüse, mit wenig Fett und Fleisch kann von innen heraus die Widerstandskräfte der Haut stabilisieren.Hautgesund und darmfreundlich sind: Dinkelvollkornprodukte Die Ballaststoffe des Dinkels sind gut bioverfügbar und leicht abbaubar. Sie werden von der Darmflora zu Essigsäure, Propionsäure und Buttersäure abgebaut, die ein gutes schwachsaures Milieu bilden, ideal für das Wachstum von Milchsäure-Bakterien - der beste Schutz gegen Hefepilze im Darm. Äpfel, Quitten, Zitronen, Apfelsinen, Birnen Fenchel („Wie auch immer gegessen, macht er den Menschen fröhlich, gibt eine gute Durchblutung, guten Körpergeruch und verursacht eine gute Verdauung.") Edelkastanien, Bohnen, Sellerie, Rote Bete, Möhren, Kichererbsen, Kürbis, Knoblauch (1-2 Zehen pro Tag bei Darmpilzen), Zwiebeln, Rettich („reinigt innerlich die dicken Menschen vermindert die schädlichen Säfte der Eingeweide") und Meerrettich (reinigend bei Darmpilzen) Kopfsalat, Eissalat, Lollo rosso, Feldsalat darm- und magen-reinigende Gemüse(zusätze): Beifuß, Melde, Brennessel, Bachbunge (kochen wie Spinat) Geflügel, Pute, Lamm, Ziege, Reh, Hirsch Kabeljau, Kretzer, Dorsch pochiertes Ei Biojoghurt, Kefir, Buttermilch, Quark Butter, Sonnenblumenöl Zum Essen trinken: unbedenkliches Leitungswasser, stilles Wasser (z.B. Volvic), Fencheltee, Gold- und Zitronenmelisse-Tee; Apfelsaft 1:1 gemischt mit Fencheltee; Dinkelkaffee, Dinkelbier, gelöschter Wein. Lebensmittel richtig „aufschließen" Roh- und Frischkost können einen empfindlichen Darm durch sogenannte Toxine oder zu grobe Ballaststoffe belasten. Durch Kochen und Backen werden die Lebensmittel oft erst verdaulich und viele Wertstoffe genießbar. Das geht auch durch Marinieren in Weinessig, Salz, Knoblauch und Dill, wie z.B. Salat. „Weinessig taugt zu allen Speisen, wenn er nicht vorschmeckt. Auf solche Weise reinigt er das 'Stinkende' (Blähungen, Gase) im Menschen und reduziert in ihm die schlechten Säfte und sorgt dafür, daß sein Essen den rechten Verdauungsweg geht." Bei Darmpilz hat sich zusätzlich die Weinessig-Kur bewährt: 1 EL Weinessig in 1 Tasse Fencheltee abends vor dem Schlafengehen für eine Woche. 1. Die Lebensmittel sollen eure Heilmittel sein Die heilenden Kräfte in Dinkel, Obst und Gemüse D urch die Ernährungstherapie Hildegard von Bingens ist es möglich, Zivilisationskrankheiten und Stoffwechselkrankheiten auf natürliche Weise vorzubeugen und zu behandeln. Ballaststoffe Dinkelkleie enthält sowohl lösliche als auch unlösliche Faserstoffe, sogenannte Ballaststoffe, die im Darm nur zum Teil aufgespalten werden können. Obst und Gemüse enthalten Schleimstoffe wie Pektin, die durch das Blut in den Organismus gelangen können. Die Pflanzenfasern schützen die Darmschleimhaut vor Entzündungen wie Gastritis, Morbus Crohn oder Colitis und spielen auch eine große Rolle zur Verhütung von Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, weil sie massenhaft Gallensäure im Darm aufsaugen, und auf natürliche Weise dem Stoffwechsel entziehen, wodurch der Cholesterinspiegel und mit ihm auch der Sexualhormonspiegel normalisiert wird. Durch eine übertriebene Wohlstandsnahrung in der westlichen Welt mit zuviel Fleisch, fettem Käse, Eier und Milchprodukten wird die Sexualhormonproduktion so sehr angeregt, daß die sexualhormon-abhängigen Krebsarten wie Brustkrebs, Dickdarmkrebs und Prostata-Krebs ausgelöst werden können. Die Naturvölker mit einer vorwiegend vegetarischen Kost sind diese Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebsgeschehen und Rheuma nahezu unbekannt. Magen-Darmkrankheiten Weltweite Studien ergeben, daß eine ballaststoffreiche Ernährung Verstopfung und Darmträgheit verhindern, so daß weniger Divertikulose und Hämorrhoiden auftreten. Beachten Sie, daß bei einer ballaststoffreichen Ernährung ausreichend getrunken wird (bis zu 2 Liter am Tag), weil es sonst zu Verstopfungen führen kann.Darüber hinaus finden wir in Obst und Gemüse noch weitere sehr wertvolle Heilmittel, die sich in verschiedene Wirkstoffklassen einteilen lassen: Ätherische Öle Ätherische Öle, die den Früchten und Gemüse (z.B. dem Sellerie) ihr typisches wohlriechendes würziges Aroma verleihen, haben entwässernde und harntreibende Eigenschaften und üben eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem aus. Ätherische Öle haben antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften. Aromatische Bitterstoffe Aromatische Bitterstoffe im Salat, im Enzian, in den Kräutern regen die Verdauung an und haben eine tonisierende Wirkung auf die Verdauungssäfte in Magen, Darm und Galle. V itamine - wertvolle Antioxidantien Durch Streß und Überforderung, Rauchen, Umweltgifte, Krankheitserreger, chemische Arzneimittel und Küchengifte werden im Blut durch die Immunabwehr aus molekularen Sauerstoff sogenannte Freie Radikale hergestellt, die die Aufgabe haben, die Giftstoffe auszuschalten und zu zerstören. Eine dauernde Überflutung des Körpers durch Dauerstreß setzt aber so viele Freie Radikale frei, daß sie nicht nur die Gifte, sondern auch das körpereigene Gewebe angreifen, entzünden und zerstören. Dadurch wird der Alterungsprozeß und der Verschleiß beschleunigt und die Lebensspanne verkürzt. Eine gute Ernährung mit Dinkel, Obst und Gemüse kann diese Alterungserscheinungen verhüten. Diese Radikale sind zu einem großen Teil auch für die Krebsentstehung verantwortlich, weil sie, wenn sie in die Zelle eindringen, im menschlichen Erbgut die Gene herausknallen, so daß die Zellen bei der Zellteilung krebsartig entarten können.Der Vitaminreichtum besonders von Vitamin C in Salat und in Obst, Vitamin E in Dinkel, Mandeln, Nüssen und dem Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, die allesamt im grünen, gelben und orangen Gemüse wie Karotten und Kürbissen vorkommen, aber vor allem in der Vitaminbombe Fenchel, werden heute als sogenannte Radikalfänger geschätzt, weil sie die Freien Radikale (Sauerstoff-Radikale) im menschlichen Körper aufsaugen.Vitamin C hat darüber hinaus eine große Wirkung für die Stimulation der körpereigenen Abwehrkräfte, die indirekt durch die Freisetzung vom Tumor Nekrose Faktor (TNF) vor Krebs schützen.Gemüse- und Obstfarbstoffe - Bioflavonide - schützen vor Entzündungen: Das Permeabilitätsvitamin P: Blüten- und Gemüsefarbstoffe aus Rote Bete, Karotten, Kürbis, Brombeeren, Kirschen, Johannisbeeren usw. enthalten Antocyane (rote Farbstoffe bzw. Flavone, das sind gelbe Farbstoffe), die wertvolle Schutzstoffe für die Zellmembran und die Blutgefäße darstellen. Sie schützen und reparieren die Gefäße bei sogenannten Mikroblutungen und bei Austritt von Lymphflüssigkeit aus den Gefäßen in das Bindegewebe. Außerdem haben sie eine Schutzwirkung der Zellmembranen, so daß Bakterien, Pilze und Viren nicht so leicht in die Zelle eintreten können. Zu diesem Vitamin P gehört auch das Rutin in der Weinraute, die in der Lage ist, gegen das Aufplatzen der Blutgefäße z.B. bei den Krampfadern Besenreißer zu verhindern bzw. Mikroblutungen im Auge bei Diabetikern zu verhüten. Mineralien Der große Mineralienreichtum in Dinkel, Obst und Gemüse ist ein großartiger Schatz gegen die Übersäuerung von Blut und Organgewebe und verhindert auf diese Weise die zerstörende Wirkung der Schwarzgalle bei seelischer Erregung oder der Harnsäure aus einer Überernährung mit Fleisch, Käse, Eiern und Milchprodukten. Besonders die Schwarzgalle (die Gallensäure) ist bei der Entstehung und Auslösung von Herzinfarkt oder Gehirnschlag sowie Rheuma verantwortlich und führt zu einer Sauerstoff-Verarbeitung des Gewebes und zum Zelluntergang. Die visionären Aussagen Hildegard von Bingens sind daher heute für jeden Naturwissenschaftler nachvollziehbar, wenn er sich müht, mit Respekt und Einfühlungsvermögen die Naturgesetze in der Schöpfung zu entschlüsseln. 2. Dinkel, als Schutz vor Krankheiten Das Ergebnis der Hildegard-Küche ist so einfach wie genial: Mit ein und derselben Dinkeldiät lassen sich die meisten ernährungsbedingten Krankheiten verhüten und heilen, soweit das noch möglich ist. Die praxisbezogenen Heilerfolge bei Rheuma und Gicht sind bei kritischer Überlegung zu 80% eindeutig auf die konsequente Umstellung auf Dinkel zurückzuführen. Wir wurden auf Dinkel aufmerksam, weil nur ganz wenige Mittel bei Hildegard von Bingen diätetisch ähnlich hochgeschätzt werden: „Der Dinkel ist das beste Getreide, es wirkt wärmend und fettend, ist hochwertig und gelinder als alle anderen Getreidekörner. Wer Dinkel ißt, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns. Wie immer zubereitet Sie Dinkel essen - so oder so - als Brot oder als eine andere Speise gekocht, Dinkel ist mit einem Wort leicht verdaulich." Gestützt auf diese Aussagen Hildegards begannen wir bereits vor 30 Jahren mit der konsequenten Anwendung von Dinkel als Basisdiät bei der Behandlung von folgenden Krankheiten: Hautausschläge, Neurodermitis und andere Allergien R heumatische Erkrankungen: u.a. chronische Polyarthritis Stoffwechsel-Erkrankungen: Diabetes mellitus, erhöhte Blutfette Magen-Darmkrankheiten Nervenleiden: Depressionen Geschwulst-Erkrankungen Arzneimittelschäden: Antibiotika-Schäden, Abführmittel-Mißbrauch Wir empfehlen fast jedem unserer Patienten, dreimal täglich Dinkel in irgendeiner Form zu sich zu nehmen. Morgens: Dinkel-Habermus Dinkelkaffee Mittags: Dinkelreis Dinkelkernotto Dinkelnudeln Dinkelspätzle Dinkelgrießsuppe mit Gemüse Kopfsalat mit Dinkelkörnern Abends: Dinkelbrot mit vegetarischen Brotaufstrichen auf der Basis von Zwiebeln, Bohnen, Edelkastanien, Kichererbsen, Äpfeln oder Kürbissen. Bisher wurde noch keine Dinkel-Unverträglichkeit, insbesondere keine Dinkel-Allergie beobachtet, ein besonders wichtiger Vorteil zum Weizen, von dem die Weizen-(Gluten) Allergie (Zöliakie/Sprue) bekannt ist. Diese Aussagen der Hl. Hildegard über Dinkel und dessen Wirkungen bildeten speziell für den Forschungsbereich der Inhaltsstoffe und der entsprechenden Wirkungsmechanismen Anregungen für eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung. Die wissenschaftlichen Ergebnisse wurden an zwei großen Dinkelsymposien an der Universität Hohenheim vorgetragen. Danach erfüllt der Dinkel alle Ansprüche, die man heute an ein modernes Diätetikum stellen kann: Dinkel enthält hochwertige, lebensnotwendige Eiweiße (12-20%) Dinkel ist reich an komplexen Kohlehydraten (bis zu 75%) mit wertvollen Ballast- und Faserstoffen Dinkel enthält alle Mineralien- und Spurenelemente, die den Körper vor Übersäuerung und damit vor Haut-Entzündungen schützen. Dinkel enthält alle 45 Mineralien, die für den natürlichen Knochen- und Gelenkaufbau notwendig sind und als Elektrolyte für eine normale Nervenleitfähigkeit von Herzmuskeln und Organen sorgen. Jeder Ärger, Zorn, Kummer oder Wutanfall produziert in der Leber zuviel überschießende Gallensäure, die sowohl das Blut wie auch das Organgewebe ansäuern, entzünden und zerstören kann. Die fatalen Folgen können Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Darüber hinaus wird durch zuviel tierisches Eiweiß bei einer Ernährung mit zuviel Fleisch, fettem Käse, Eiern und Milchprodukten im Körper zuviel Harnsäure und Arachidonsäure gebildet, die ebenfalls den Organismus übersäuern, Gewebe, Knorpel und Knochen angreifen und zerstören können. Der Mineralienreichtum des Dinkel sorgt im Körper stets für eine genügend große basische Reserve, um den Organismus gegen Übersäuerung sowohl von innen wie von außen zu schützen. Im Dinkelkeim finden wir hochwertige Fette mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren sowie fettlöslichen Vitaminen A, E und D als Antioxidantien. Dinkel ist reich an den wasserlöslichen Vitaminen B1, B2, B6 und sorgt im Darm für die Produktion aller lebensnotwendigen Vitamine und vitaminlöslichen, ähnlichen Substanzen, wie z.B. der Folsäure (einem Schutzstoff gegen die Arteriosklerose). Im Dinkel befinden sich noch weitere lebensnotwendige Vitalstoffe wie z.B. das Rhodanid oder Thiocyanat, ein natürliches Universalheilmittel mit wachstumsfördernden, entzündungshemmenden, immunstimulierenden, anti-allergischen und tumorhemmenden Eigenschaften. Therapie-Erfolg: Neurodermitis-Dinkelkost „Ich bin 25 Jahre alt und Mutter von einem Kind und leide an Neurodermitis. Ich wage es kaum noch, im Sommer unter die Leute zu gehen oder eine Badeanstalt aufzusuchen, da meine ganze Haut entstellt ist. Tag und Nacht leide ich an Juckreiz, obwohl ich regelmäßig chemische Medikamente einnehme, die aber keine Besserung bringen. Seit einem Jahr habe ich meine Ernährung auf Dinkel umgestellt und bin vollkommen von meinem Juckreiz befreit. Nur nach Ernährungsfehlern treten ab und zu atypische Ekzeme auf. Meine jetzige Ernährungsweise ist frei von Käse und Wurst. Ich kann Ihnen bestätigen, daß mir nur der Dinkel geholfen hat. Selbst mein Hautarzt freute sich über die spontane Besserung." Therapie-Erfolg: Neurodermitis - Dinkelmikromehl (Vollkornmehl für Babys) Das Baby kommt bereits mit einer Neurodermitis auf die Welt und leidet an blutig aufgesprungener Haut. Nach dem Abstillen im sechsten Monat wird regelmäßig täglich ein Dinkelmikromehl-Fläschchen gemäß der Säuglingsernährung in der Hildegard-Medizin eingesetzt, wodurch die Neurodermitis innerhalb von einigen Wochen nicht mehr aufgetreten ist. Therapie-Erfolg: Neurodermitis-Dinkelkost „Ich bin Mutter von drei Kindern, mein jüngster Sohn Markus ist fünf Jahre alt. Er litt seit seiner Geburt an Neurodermitis. Das Kind schrie und kratzte sich blutig, er hatte kein fröhliches Gesicht mehr. Durch den Einsatz von Dinkelnahrung, die ich ihm täglich dreimal bereitete, war der Juckreiz innerhalb von einer Woche vollkommen verschwunden. Das Kind blühte auf, ist fröhlich und lacht und sein sonniges Wesen kommt jetzt wieder zum Vorschein. Wir sind wieder eine glückliche Familie geworden. Die Dinkel-Ernährung hat uns allen geholfen." Therapie-Erfolg: Weizen-Allergie - Aderlaß, Dinkelkost, Leinsamen-Kompressen, Flohsamen-Wein, Veilchencreme Die 28 Jahre alte ländliche Hauswirtschafterin leidet seit zwei Jahren an einer Weizen-Allergie sowie auf andere Lebensmittel (Hühnereiweiß, Kuhmilch und Milchprodukte, Schweinefleisch) und andere Allergene (Hausstaub, Milben) u.a.m. Tag und Nacht juckt die Haut im Gesicht und am Hals, an beiden Armen sind Ekzeme. Die Schleimhäute reagieren mit Schnupfen und Niesreiz. Das Leben auf dem Bauernhof wird zur Qual. Die Behandlung beginnt mit einem Hildegardischen Aderlaß und nach dem oben beschriebenen Therapieplan. Nach 6 Monaten ist das chronische Ekzem und die Begleitsymptome vollständig verschwunden. Die Patientin fühlt sich wohl und möchte die Dinkelkost gar nicht mehr missen. Therapie-Erfolg: Nagelwachstum - Dinkel, Aderlaß Eine 50jährige Patientin schreibt: „Rund 8 Wochen sind vergangen seit Aderlaß und Vollpension mit Hildegard-Küche. Seither wachsen meine Nägel gesund und stark wie nie in meinem Leben. Dazu muß ich erklären, daß ich mein ganzes leben lang 'Nagelkauer' war. Die Nägel waren immer weich, rissen ein, wuchsen im Urlaub schon mal etwas - aber immer zu weich und spalteten sich wieder. Das hat mich ein ganzes Leben lang belastet. Presseveranstaltungen, Geschäftsessen - ein Greuel!, weil ich mich genierte, 'so' als Erwachsener herumzulaufen. Und jetzt wachsen sie wieder fest und stark, ohne einzureißen und ohne sich zu spalten. Ein kleines Wunder für mich ..." Trockene Haut - Dinkelmehl bzw. Hafermehl-Bäder: Hafer oder Dinkelschrot-Bäder wurden schon vor 4.000 Jahren als „Weichmacher" gegen trockene Haut eingesetzt. Man kocht zwei bis drei Tassen Dinkelschrot oder Haferflocken in zwei Liter Wasser für 15 Minuten, siebt durch und gibt den Absud zum Badewasser. Bei 38°C wird 20 Minuten lang gebadet. 3. Hafer, Weizen, Gerste und Roggen Hildegard beschreibt aber auch die anderen herkömmlichen vier Getreidearten Weizen, Hafer, Roggen und Gerste. Bereits vor 800 Jahren nimmt sie in ihrem Kapitel über den Weizen die gesamte Reformbewegung voraus: „Der Weizen erwärmt den Menschen und ist so vollwertig, daß er keine Zusatzstoffe braucht. Wenn an das richtige Weizenmehl aus dem ganzen Korn herstellt, wirkt das Brot aus diesem Vollkornmehl für Gesunde und Kranke nur gut und führt den Menschen zu rechtem Muskelfleisch und rechtem Blut." Weizenweißmehl und seine Produkte wie Brötchen, Nudeln oder Kuchen lösen Krankheiten aus und schwächen den Menschen. Wenn der Müller dagegen den Grieß der Weizenkörner aussiebt und man aus diesem weißen Weizenmehl Brot oder Brötchen backt, wird dieses Gebäck auf den Menschen krankmachender und schwächender wirken als Vollkornmehl. Dieses Mehl hat nämlich seinen Weizenwert verloren und bewirkt im Menschen weit mehr Verschleimung (Bronchitis und Katarrh) als das richtige Weizenvollkornmehl." (PL 1129 A) Wen wundert es, daß die Kaffee- und Kuchen-Tanten morgens stundenlang husten müssen, um ihren Schleim wieder hervorzubringen. Genauso verschleimen Weizennudeln oder Weizen-Pizza, die aus Weizen hergestellt werden, ganz gleich, ob aus Weiß- oder Vollkornmehl oder Grieß, denn: „Wer dagegen die Weizenkörner kocht und sie wie eine andere Speise essen will, der wird dadurch weder rechtes Fleisch noch rechtes Blut, sondern höchstens eine starke Verschleimung erhalten, weil eine solche Speise kaum verdaut werden kann." Hafer ist fast so gut wie Dinkel, weil er Frohsinn und Gesundheit fördert. Kranke Personen sollen keinen Hafer essen, weil er zu Verstopfung führen kann. Hafer ist neben Dinkel ein ausgezeichnetes Futter für das gestreßte Nervensystem. Hafer wirkt entspannend und stimulierend bei Erschöpfung und gegen Depressionen und verhütet vorzeitige Verblödung (Alzheimersche Krankheit). Ergänzend wird Haferspeise gegen Parkinsonsche Krankheit, Nervenschwäche, Epilepsie und Spannungskopfschmerzen eingesetzt. Gegen Nervenschwäche und trockene Haut hilft ein Bad aus Haferstroh oder Dinkelspelzen: 500 g Dinkelspelzen oder geschreddertes Haferstroh 30 Minuten in zwei Liter Wasser aufkochen, absieben und ins Badewasser geben. Bei 38°C 20 Minuten baden.Roggen ist ein Schlankmacher für die Dicken, weil mit Roggen die Pfunde purzeln. Dünne, schlecht durchblutete Personen - besonders jene mit Gastritis - können Roggen nicht gut verdauen. „Die berühmte Berner Gerstensuppe taugt weder für Gesunde noch Kranke, da Gerstengetreide eine auskühlende Wirkung hat, die frostiger und schwächender macht als alle anderen Getreidekörner. Gerste als Brot oder Suppe gegessen, verletzt gesunde und ausgekühlte kreislaufschwache Menschen, denn die Gerste hat nicht die Heilkräfte der anderen Getreidearten." In flüssiger Form ist Gerste als Bier allerdings gut und bekömmlich, weil „Bier die Muskelpartien des Menschen wachsen läßt und es wegen der Stärke und Güte des Gerstensaftes eine schöne Gesichtsfarbe macht". 4. Die Heilkräfte im Gemüse Bohnen - erwärmen und lindern. Bohnen erwärmen und sind eine gute Speise für Gesunde und Kranke weil sie nicht soviel Schleim erzeugen wie Erbsen. Ganz besonders gut verdaulich ist Bohnenmehl, gut und nützlich für Kranke und Gesunde. „Wenn jemand an den Eingeweiden erkrankt ist, soll er die Bohnen in Wasser kräftig abkochen, etwas Butter oder Sonnenblumenöl dazugeben und warm essen, nachdem er die Bohnen vorher abgetrennt hat. Das soll er oft machen, und er wird geheilt." Die bohnenlose Bohnensuppe wird von uns sehr erfolgreich bei Blutungen (Hämorrhoiden) eingesetzt. Wir verwenden in der Hildegard-Küche alle Bohnen, sowohl grüne, Stangen- oder Buschbohnen, als auch weiße, schwarze, rote oder trockene Bohnen. Streng genommen gehören auch die Sojabohnen dazu. Alle Bohnenarten sind ein gesundes Gemüse, weil sie wertvolle Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine enthalten. Besonders geschätzt von Vegetariern ist die Tatsache, daß Bohnen fast genausoviel Eiweiß, nämlich pro 100 g 20 g hochwertiges Eiweiß enthalten, mit allen acht essentiellen Aminosäuren und dadurch genauso wertvoll sind wie Fleisch. Erbsen - machen temperamentvoll Erbsen sind nichts für Kranke, da sie die Krankheiten noch verstärken können ... Erbsen sind kalt und führen zur Verschleimung. Die Lunge wird davon kurzatmig. Für Gesunde mit guter Durchblutung sind sie gut und machen ihn draufgängerisch. „... Menschen, die schwache Eingeweide (Hämorrhoiden, Bruchleiden, Krampfadern) haben, wird es besser gehen, wenn sie oft eine warme Erbsensuppe schlürfen." Fenchel - macht fröhlich „Und wie auch immer gegessen, roh oder gekocht, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt eine angenehme Durchblutung, guten Körpergeruch und gute Verdauung. Wer Fenchel (Pulver oder Tabletten) täglich nüchtern ißt, dem mindert der den üblen Schleim und die Fäulnis in ihm, und er unterdrückt den üblen Mundgeruch." Fenchel ist das beste Mittel gegen zuviel Magensäure, die Hildegard als Schwarzgalle (Gallensäure) für alle Krankheiten verantwortlich macht. Fenchel ist nach Hildegard 100%ig gesund, roh oder gekocht gegessen. Besonders geschätzt ist er als Wintergemüse. 100 g Fenchel enthalten doppelt soviel Vitamin C wie die Orangen, nämlich 93 mg. Der Tagesbedarf beträgt 75 mg. Weiterhin enthält Fenchel das wertvolle Beta-Carotin, annähernd dem Tagesbedarf von 793 Mycrogramm. Darüber hinaus 6 mg Vitamin E (Tagesbedarf 10 mg), Vitamin B und Folsäure. Außer den ätherischen Ölen enthält die Knolle auch zahlreiche wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen, die bei der Knochenbildung beteiligt sind. Fenchel regt die Magensäure-Produktion an und regeneriert die Schleimhäute von Magen und Darm. Sein hoher Vitaminanteil stimuliert außerdem die Infektabwehr. Fenchel eignet sich für Rohkostsalat mit Orangen und Äpfeln und Edelkastanien sowie Gemüsegerichte und Aufläufe. Kichererbsen - wärmen und heilen Fieber „Die Kichererbse ist warm und unangenehm und leicht zu essen, und sie vermehrt nicht die schlechten Säfte. Wer Fieber hat, röste die Kichererbsen über frische Holzkohlen, esse sie, und er wird geheilt." Kichererbsen sind eine orientalische Delikatesse und werden in Israel und im Vorderen Orient angebaut, wo sie zum berühmten „Fellafel" oder „Humus" zubereitet werden. Knoblauch - das Antipilzmittel in der Hildegard-Medizin „Knoblauch hat die rechte Wärme, wächst und grünt aus der Kraft des Morgentaues. Er fördert die Durchblutung, und doch soll man Knoblauch maßvoll essen, damit er das Blut nicht zu stark erhitzt." Knoblauch wurde schon von den Ägyptern geschätzt und bei der Abwehr von Infektionen, Wundheilungsstörungen und sogar bei der Tumor-Behandlung eingesetzt. Wissenschaftliche Studien beweisen, daß der Knoblauch sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel senken können und damit das Herzinfarkt-Risiko reduzieren. Die Wirkstoffe des Knoblauchs stimulieren das körpereigene Abwehrsystem, wobei Makrophagen (das sind weiße Blutkör perchen) aktiviert werden, die Viren, Bakterien, Pilze vernichten. Auch die sogenannten T-(Helfer)-Zellen werden durch den Genuß von Knoblauch angeregt, die Infektabwehr zu erhöhen. Besonders wirksam ist der Knoblauch zum Schutz vor Virusgrippe und zur Beseitigung von Darmparasiten. Besonders die Amöben, die für die Durchfall-Erkrankungen verantwortlich sind, werden durch Knoblauch zerstört. Darüber hinaus schützt Knoblauch vor Umweltgiften, da er die Zellmembran und das menschliche Erbgut vor Zerstörung durch Antioxidantien schützt. Darüber hinaus wird durch Knoblauch in der Leber das sogenannte Entgiftungsenzym produziert, das in der Lage ist, Toxine und Karzinogene aus dem Körper zu entfernen. Die Wirksamkeit des Knoblauchs basiert auf seinen schwefelhaltigen Inhaltsstoffen Allicin und Alliin, die auch für den charakteristischen Geruch verantwortlich sind. Kürbis - eine Wohltat für Kranke und Gesunde „Zum Essen ist Kürbis sowohl für Kranke als auch Gesunde gut." Meerrettich - soll man nur im Frühjahr essen „Wenn im März alle Pflanzen grünen, wird auch der Meerrettich weich, aber nur für kurze Zeit und ist dann gut für Gesunde und Kräftige zu essen, weil er in ihnen die Lebenskraft durch gute Säfte kräftigt." Schon Hippokrates empfahl Meerrettich für feuchtkalte Naturen, da er ein scharf-schmeckendes natürliches Antibioticum, das sogenannte Allyl-Isothiocyanat, das sowohl gegen Viren, Bakterien und Pilze wirksam ist. In der kalt-nassen Jahreszeit ist eine Mischung von geriebenen Meerrettich-Wurzeln mit Galgantpulver 1:1 ein wirksamer Schutz vor Virusgrippe mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Mohrrübe - ein Vitaminstoß „Die Mohrrübe ist kalt und eine Wiederauffrischung für den Menschen." Karotten sind gedünstet leicht verdaulich und dazu als Schonkost sehr geeignet. Sie haben einen hohen Pektin-Gehalt, der eine schützende Wirkung für Magen- und Darmschleimhaut darstellt und vor Entzündungen schützen. Die Mohrrüben enthalten sehr wertvolle Vitamine, besonders das Provitamin Beta-Carotin, aber auch Vitamin C und B-Vitamine. Darüber hinaus enthalten Karotten sehr viele Mineralstoffe, u.a. auch Eisen zum Schutz gegen Anämie. Zu den Rüben gehören auch die Teltower Rübchen, die sich wegen ihres pikanten Geschmacks großer Beliebtheit erfreuen. Ihre Heilwirkung ist mit der der Mohrrüben vergleichbar. Auch die weiße Rübe oder Kohlrübe ist mit den Möhren verwandt und wird wie diese zubereitet. Rote Bete - bei allen Hautleiden „Wenn sich aber irgendwann einmal der Körpersaft zu Geschwüren in der Haut erhebt, dann soll der Kranke Rüben essen, und das Geschwürbildende wird vernichtet." Die Volksmedizin betrachtet die Rote Bete als wahres Wundermittel. Vieles konnte wissenschaftlich begründet werden. So gilt das in der Knolle enthaltene Betain als Leberschutzmittel, das Betanin wiederum soll die Immunabwehr stärken. Besonders geschätzt sind die in der Roten Bete enthaltenen roten Farbstoffe, die sogenannten Antocyane, als Radikalfänger und bieten einen Schutz bei der Abwehr des Krebses. Hildegard empfiehlt die Rote Bete besonders bei Hautleiden, weil diese Antocyane, das sogenannte Vitamin P, in der Lage sind, Entzündungen zu verhindern und Hautgefäße zu reparieren. Rettich - nur für kräftige Menschen „Ein kräftiger, dicker Mensch wird vom Rettich ausgeheilt und inwendig gesäubert. Einem kranken und ausgetrockneten Menschen schadet er." Dazu schreibt R. F. Weiß in seinem „Lehrbuch der Phytotherapie": „Ganz allgemein kann man sagen, daß zarte, asthenische Persönlichkeiten durch den Rettich Beschwerden bekommen werden, während kräftige, pygnische und plethorische Konstitutionen also mit Körperüberfülle vortrefflich auf ihn reagieren können. Diese brauchen eben einen stärkeren Reiz. Das Einsatzgebiet sind chronische Gallenwegsstörungen mit Dyskinesie der Gallenwege und einer Neigung zu Verdauungsbeschwerden mit Obstipation. Die günstige Wirkung des Rettichs erfolgt über die Beeinflussung des Darmes und hat eine günstige Wirkung auf Galle und Leber." Sellerie - vermehrt die guten Säfte „Gekocht schadet Sellerie nicht, sondern macht viele gute Säfte." Sellerie ist ein beliebtes Wintergemüse, sowohl als Knollen oder Wurzelsellerie wie auch Stauden-Sellerie. Vor allen Dingen bedingt durch den hohen Anteil ätherischer Öle wirkt der Sellerie harntreibend, entwässernd und hat eine beliebte kreislaufanregende Wirkung. Aus den ätherischen Ölen konnten auch Inhaltsstoffe mit nachweislich beruhigender Wirkung isoliert werden. Eine aphrodisierende - also die Liebeskraft steigernde - Wirkung des Selleries wird von den Franzosen geschätzt. Pastinaken - eine Erfrischung für den Menschen „Pastinaken sind kalt und eine Erfrischung für den Menschen." Salat mit Dinkelkörnern - eine Vitaminbombe „Der Gartensalat hat ein frostiges Prinzip. Unzubereitet gegessen macht sein zu nichts tauglicher Saft das menschliche Gehirn leer und erfüllt Magen und Darm mit Krankheitsmaterialien. Wer Salat essen will, soll die Blätter erst mit Dill oder Essig oder Knoblauch abschmecken, so daß der Salat noch kurz vor dem Gegessenwerden Zeit hat, sich mit diesen Gewürzen zu durchtränken. Ißt man ihn so zubereitet, dann stärkt er das Gehirn und macht eine gute Verdauung." Salat mit Dinkelkörnern enthält alle Vitamine, die der Mensch zum Leben braucht. Im Salat befinden sich Vitamin C und Vitamin A sowie Chlorophyll, und der Dinkel deckt das andere Vitaminspektrum der B-Vitamine und Vitamin E und D ab. Melde - fördert die Verdauung Aus Melde wurde Spinat gezüchtet, von der bei Hildegard steht, daß sie eine gute Verdauung bereitet, weshalb sie im Volksmund auch „Scheißmelde" genannt wird. „Gegessen bewirkt Melde eine gute Verdauung. Wenn in irgendeinem Menschen giftige Drüsen (d.h. Skofeln) zu wachsen beginnen, dann bereitet er mit Melde (Spinat) und wenig Prieslauch als Melde und weniger Ysop als Prieslauch ein Mus und esse es, und die Skofeln werden eintrocknen." Wenn man nur wüßte, was Prieslauch ist!? Mangold gehört als Schnittmangold zur veredelten Gattung der Melde (Chenopodiacae-Familie). Das Blattwerk wird wie Spinat bereitet und hat einen herben Geschmack. Zwiebeln - das Testreagenz für Magen-Darm-Kranke „Roh gegessen sind Zwiebeln so schädlich und giftig wie der Saft von Unkraut. Gekocht sind sie gesund, weil sie durch die Feuchtigkeit, die in ihnen vorhanden ist, Schadstoffe mindern. Für solche, die an Schüttelfrost und an Fieber leiden, ist die gekochte Zwiebel (Zwiebelsuppe) besonders gut. Magenkranke bekommen sowohl von rohem als auch von gekochten Zwiebeln Magenschmerzen, weil sie zu feucht ist." Je schärfer eine Zwiebel schmeckt, um so mehr wirksame schwefelige Öle sind in ihr enthalten. Sie regen die Speichel- und Magensaft-Sekretion sowie die Bildung von Verdauungssäften an. Die Zwiebeln wirken Blähungen entgegen. Ebenso haben sie einen Cholesterin senkenden Einfluß. Zwiebeln enthalten ein natürliches Antibiotikum, das sogenannte Phytoncit, das eine Wirksamkeit gegen Bakterien, Viren und Pilze aufweist. Die blutdrucksenkende und herzstärkende Kraft der Zwiebeln wird durch ihren hohen Adenosin-Gehalt bewirkt. Edelkastanien - als Universalkräftigungsmittel „Die Eßkastanie ist sehr warm und hat aufgrund ihrer Wärme große Kraft, da sie die 'discretio' symbolisiert. Alles, was in der Kastanie ist und besonders seine Frucht ist nützlich gegen jede Schwäche, die im Menschen ist." Die Edelkastanie ist wie der Dinkel und der Fenchel 100%ig gesund und trägt bei Hildegard die Eigenschaften der „discretio", dem rechten Maß in allen Dingen. Die Edelkastanie stärkt vor allen Dingen die Abwehrschwäche bei stark heruntergekommenen Krebs- oder AIDS-Patienten. Fortsetzung mit Kräuter und Gewürze, Früchte, Fleisch, Käse, Eier, Getränke, Speiseplan bei Krankheiten in Ausgabe September 1998.
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