Urlaubszeit bleibt Leidenszeit für Tiere:


Tierheim-Kapazitäten nahezu erschöpft

In der Mülltonne „entsorgt“, im Karton vor dem Tierheim ausgesetzt oder mit vorgeschobenen Gründen abgegeben: Die Urlaubszeit bleibt für viele Tiere eine Odyssee des Leidens. Auch wenn es durch die Aktion des Deutschen Tierschutzbundes „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ gelungen ist, in vielen Fällen noch rechtzeitig einen „Tiersitter“ zu finden: Die Situation bleibt dramatisch, die Feriensaison 2005 ist Hochsaison in den Tierheimen. Diese Halbzeitbilanz der Ferienwochen zieht der Deutsche Tierschutzbund.

In den Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, werden jährlich über 300.000 Tiere betreut. Die Hochsaison ist dabei die Ferienzeit. Allein in diesen Wochen werden wieder rund 70.000 Tiere neu aufgenommen. Ohne ehrenamtliche Hilfe, ohne das große Engagement der Helferinnen und Helfer in den Tierheimen und ohne Spenden wäre diese Herausforderung kaum zu bewältigen.

„Die Tierheime in ganz Deutschland sind ganzjährig am Rande ihrer Kapazitäten. Die Tierschicksale der Ferienwochen spitzen die Lage weiter zu. Ohne verstärkte ehrenamtliche Hilfe und Spenden sind die Herausforderungen kaum noch zu bewältigen“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, der die Auslastung der meisten Tierheime auf 75% –100% schätzt. Dem Deutschen Tierschutzbund sind bundesweit 717 Tierschutzvereine mit 506 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen. Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation weist zudem darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren verboten ist und mit Geldbußen oder in besonders schweren Fällen mit Haftstrafe belegt werden kann.

Mit der Urlaubsaktion „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ trägt der Deutsche Tierschutzbund auch in diesem Jahr wieder dazu bei, für viele Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Vögel und andere Tiere frühzeitig eine ehrenamtliche Betreuung sicherzustellen. Diese Aktion wird auch während der Ferien angeboten. Unter der Urlaubshotline 0228 / 60 49 627 können Tierhalter Tipps für die Tierbetreuung, aber auch für die Reise mit dem Tier erfragen.

Hinweis und Bitte an die Redaktionen:
Da die Tierheime die Herausforderung dieser Tage nur durch ehrenamtliche Hilfe und Spenden bewältigen können, hat der Deutsche Tierschutzbund zur Unterstützung einen Feuerwehrfonds eingerichtet.

Spendenkonto: Deutscher Tierschutzbund e.V., Sparkasse Bonn,

Stichwort: Tierheime in Not, Konto-Nr. 40 444, BLZ: 380 500 00


Versand erfolgt im Auftrag
Pressestelle
Deutscher Tierschutzbund
Baumschulallee 15

53115 Bonn

Fon: +49 (228) 60496-34
Fax: +49 (228) 60496-40
www.tierschutzbund.de


 
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