Ochsen bei ProSieben - fragwürdiges Spektakel


Für übermorgen hat der Sender ProSieben die Übertragung eines Ochsenrennens aus dem oberbayerischen Ort Baiernrein bei Dietramszell angekündigt. Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass die beteiligten Prominenten auf elektrische Bullen umsteigen. Denn Tiere sollten grundsätzlich nicht zur allgemeinen Belustigung des Menschen und als Quoten bringender Spaßfaktor missbraucht werden.

Auch wenn diese Volksbelustigung nach geltender Rechtslage zulässig sein mag: Aus ethischer Sicht ist sie es nicht.

Was dem Zuschauer als Show und Belustigung vorgegaukelt wird, kann für die betreffenden Tiere mit Schmerzen oder Leiden verbunden sein, so der Deutsche Tierschutzbund. Letztlich sei eine solche Veranstaltung für die Tiere mit erheblichem Stress verbunden. Die Tatsache, dass sie speziell für solche Veranstaltungen trainiert werden, ändere daran nichts. Vielmehr würden das Interesse der Bevölkerung an solchen Veranstaltungen und ein Nachahmungseffekt geschürt. Prinzipiell sind Ochsen keine Reittiere und sollten demnach auch nicht zu solchen Zwecken eingesetzt werden.

Statt mit Tieren ein solches Medienspektakel zu veranstalten, könnten die beteiligten Prominenten auf elektrische Bullen ausweichen. Der Gaudi für das Publikum wäre garantiert. Für die Kameras würden sich sicherlich spektakuläre Bilder ergeben, ohne dass das Risiko besteht, dass sich Tier und auch Mensch ernsthaft verletzen.

Mit freundlichen Gruessen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
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