Klonen von Tieren: Deutscher Tierschutzbund fordert Verbot
Pressemeldung vom 05.08.05
Nachdem es zum ersten Mal gelungen ist, einen Hund zu klonen, spricht sich der Deutsche Tierschutzbund erneut gegen das Klonen von Tieren aus. Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation fordert ein klares Verbot dieser Experimente.
"Snuppy ist das Ergebnis fehlgeleiteten Forscherehrgeizes. Einziges Ziel dieses Experimentes war es, etwas zu zeigen, was in der Wissenschaft ohnehin längst bekannt war: Auch Hunde können geklont werden. Dafür tausende Tiere zu quälen und zu töten ist wissenschaftlich und ethisch völlig inakzeptabel“, so Dr. Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz. Die Akademie ist die wissenschaftliche Einrichtung des Deutschen Tierschutzbundes.
Nach dem Vorbild des Klon-Schafes Dolly, das vor neun Jahren in Schottland geboren wurde, haben Wissenschaftler weltweit bereits Kühe, Ziegen, Schweine, Katzen, Pferde, Ratten, Kaninchen und Mäuse kloniert. Jedes Mal wurden viele tausend Leben geopfert, ehe ein einziges Klontier überlebte.
Von besonderem kommerziellen Interesse ist das Klonen von Heimtieren. In den USA bieten Tierhalter mehre Zehntausend Dollar dafür, wenn es gelingt ihren Hund oder ihre Katze neu zu erschaffen. Die erste Klonkatze kam, ebenfalls nach großen Verlustraten, im Dezember 2001 zur Welt. Auf das Klonen von Hunden haben die meisten Wissenschaftler nach ersten Anläufen verzichtet, da die Technik bei diesem Tier mit einer besonders großen „Materialschlacht“ verbunden ist, wie die Wissenschaftler selbst sagen.
„Südkoreanische Forscher haben mit der Erzeugung von Snuppy dies nun einfach durchgezogen“, so Dr. Brigitte Rusche, „und behaupten auch noch, dass dies aus rein wissenschaftlichen Gründen geschehen sei. Genau diese wissenschaftlichen Gründe aber gibt es nicht. Wenn die südkoreanischen Forscher es nicht selbst tun, werden Dritte weitere Tierversuche unternehmen, um das Klonen von Heimhunden möglichst bald als Geschäft zu betreiben. Das ist völlig inakzeptabel.“
Der Deutsche Tierschutzbund fordert das generelle Verbot für das Klonen von Tieren. „Tiere, das zeigen gerade auch Heimhunde- und Katzen, besitzen eine individuelle Persönlichkeit, die es zu achten gilt und die sich im Labor auch nicht reproduzieren lässt“, so Rusche. „Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Tiere, ganz gleich ob Heim-, Versuchs- oder so genannte Nutztiere, in grausamen Klonversuchen zu quälen und zu töten.“
Mit freundlichen Gruessen Presseabteilung
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