Forderungen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft: Mehr Tierschutz, mehr Verbraucherschutz, mehr Transparenz


Der Deutsche Tierschutzbund hat die tierschützerischen Erwartungen an die ab Januar beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft veröffentlicht. Der Forderungskatalog „Tierschutz bewegt: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft“ wurde – gemeinsam mit der Eurogroup for Animal Welfare, der europäischen Tierschutzdachorganisation - im Rahmen eines Parlamentarischen Abends an den Staatssekretär Dr. Gerd Müller, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, überreicht.


„Deutschland muss Schrittmacher einer umfassenden Tier- und Verbraucherschutzpolitik in Europa werden. Wir erwarten, dass die Bundesregierung während der EU-Ratspräsidentschaft die entscheidenden Impulse gibt. Mehr Tierschutz, mehr Verbraucherschutz, mehr Transparenz“, erklärte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, bei der Übergabe der Forderungen.

Wer als Ziel formuliert, EU-Vorgaben zum Tierschutz künftig „1 zu 1“ umsetzen zu wollen, verstößt gegen den Geist des Staatsziels Tierschutz, erklärt der Deutsche Tierschutzbund in der Präambel. Die Renaissance der Käfighaltung von Legehennen beweist, dass die „1 zu 1“-Philosophie zu Verschlechterungen deutscher Standards führt. In der Konsequenz ist die Bundesregierung umso mehr verpflichtet, sich für die Verbesserung des Tierschutzes in der EU stark zu machen.

Geht es nach dem Deutschen Tierschutzbund, dann muss die Bundesregierung den Tierschutzaktionsplan der EU effektiv umsetzen und verbessern. Tiertransporte und Legehennen gehören dabei ebenso zu den vorrangigen Handlungsfeldern wie die Schaffung eines EU-Tierschutzsiegel, die verbesserte Förderung von Alternativenmethoden zum Tierversuch und Importverbote für Wildvögel, Robbenprodukte sowie für Hunde- und Katzenfelle.

„Das Ziel muss eine einheitliche EU-weite Tierschutzpolitik sein, die alle Tiere, von der Landwirtschaft bis zu den Heimtieren, umfasst“, so Apel.

Mit freundlichen Gruessen
Presseabteilung
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