8. Heilpraktiker Symposion Ost in Dresden
Heilpraktiker braucht das Land
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Dresden/Düsseldorf – Die Besonderheit des Berufs des Heilpraktikers, mit seinen vielen individuellen Möglichkeiten, möchte das 8. Heilpraktiker Symposium Ost vermitteln, das am 27. November in Dresden stattfindet. Obwohl als Veranstalter der Berufs- und Fachverband „Freie Heilpraktiker e.V.“ verantwortlich zeichnet, ist der Kongress selbst doch verbandsneutral.
So können alle Heilpraktiker/innen und alle Berufsanwärter/innen sowohl an den Fachvorträgen aus den unterschiedlichsten Sachgebieten teilnehmen als auch die begleitende Industrieausstellung besuchen.
Leben und Arbeiten hat in den neuen Bundesländern historisch bedingt seine eigenen Vorzeichen. Wir entsinnen uns: Am Sonntag, dem 13. August 1961, wird unter Aufsicht von Volkspolizei und NVA die Sektorengrenze nach West-Berlin hermetisch abgeriegelt. Überall werden Straßen aufgerissen, Panzersperren und Stacheldrahtverhaue errichtet. Die Mauer entsteht. Sie unterbricht die in Generationen gewachsenen Verbindungen zwischen beiden Teilen der Stadt. Mit der Öffnung der Berliner Mauer am Abend des 9. November 1989 sollte mit der Wiedervereinigung von West- und Mitteldeutschland wieder das zusammenwachsen, was zusammengehört.
Doch noch heute entwickeln sich die Bundesländer nicht einheitlich. Das Leben in den ehemals Mitteldeutschen Regionen verläuft immer noch anders, als im westlichen Teil. Die Menschen sind noch weit von den einstmals versprochenen „blühenden Landschaften“ entfernt und daß Arbeitslosigkeit krank macht, besonders, wenn sie so geballt auftritt wie im Osten, ist schon lange keine Spekulation mehr, sondern medizinischer Fakt.
Die medizinische Versorgung ist deshalb auch und gerade in den mitteldeutschen Bundesländern ein Topthema. Doch gerade in diesem Zusammenhang ist noch ein weiteres Ungleichgewicht zu beobachten. Die Versorgung der Bevölkerung durch die alternative Medizin der heilpraktischen Tätigkeit ist nicht auf einem erforderlichen und wünschenswerten Stand. Und auch diese Tatsache hat historische Ursachen.
Das Heilpraktikergesetz vom 17. Februar 1939 erlaubte zwar die Zulassung als Heilpraktiker mit dem vollendeten 25. Lebensjahr, enthielt aber in seiner Urfassung folgende Bestimmungen:
„…Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, bisher berufsmäßig nicht ausgeübt hat, kann eine Erlaubnis nach §1 in Zukunft nur in besonders begründeten Ausnahmefällen erhalten...“ sowie „…Es ist verboten, Ausbildungsstätten für Personen, die sich der Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes widmen wollen, einzurichten oder zu unterhalten…“.
Nachfolgenden Generationen war damit die Ausübung des Berufsstandes des Heilpraktikers weitestgehend versagt. In der Bundesrepublik Deutschland wurde dieses de facto Berufsverbot am 02. März 1974 durch Art. 53 des EGStGB aufgehoben. In der „DDR“ jedoch wurde die ursprüngliche Fassung beibehalten, was zur Folge hatte, dass die Heilpraktiker naturgemäß eine aussterbende Spezies waren.
Zu dem Zeitpunkt der Wiedervereinigung waren in der Ex-DDR nach offiziellen Angaben lediglich 10 praktizierende Heilpraktiker gemeldet. Zwar sind heute alleine in Dresden schon wieder 50 Heilpraktiker registriert, aber nach wie vor ist auch hier der Unterschied zu den westlichen Bundesländern signifikant.
So ist es unter anderem auch eine der Schwerpunkte der Arbeit des Berufs- und Fachverbandes „Freie Heilpraktiker e.V.“ die Aus- und Weiterbildung dieses freien Berufes im Osten der Bundesrepublik zu fördern, um für möglichst viele Bürger die Versorgung durch die heilpraktischen Künste zu gewährleisten.
Informationen und Anmeldung: Freie Heilpraktiker e.V., Berufs- und Fachverband, Sternwartstraße 42, 40223 Düsseldorf, Telefon (0211) 9017290, Fax (0211) 3982710.
E-Mail: BRSFH@t-online.de
Internet: http://www.freieheilpraktiker.com.
Pressekontakt: Michael Bork Communications Services im Auftrag des Berufs- und Fachverbandes „Freie Heilpraktiker e.V.“
Michael Bork, Tel.: (02171) 501 376, Fax: (02171) 387 999 email: CommunicationsFH@michaelbork.de
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