20.09.2010: BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann trifft CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe


?Am vergangenen Dienstag trafen sich CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann zu einem politischen Gespräch. Dabei wurde auch das Leitbild der Freien Berufe erörtert. Beide stimmten darin überein, dass die Arbeit der in Freien Berufen Tätigen durch ein besonderes Maß an Verantwortungsbereitschaft, Flexibilität, Kreativität und Innovationsfähigkeit gekennzeichnet sei. Ihre Tätigkeit trage erheblich zur Stabilität unserer Gesellschaft bei. Die Freien Berufe hätten - auch in der Wirtschaftskrise - einmal mehr bewiesen, dass sie mit Eigeninitiative und Flexibilität und auf eigenes Risiko hoch qualifizierte Dienstleistungen anbieten können. Damit hätten die Freien Berufe ihre bedeutende gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle gefestigt.
 
Zudem stand das Anerkennungsgesetz auf der Agenda. Hierbei lag man darin auf Linie, dass mit der neuen Rechtsetzung ein Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs und zur besseren Arbeitsmarkt-Integration von Zuwanderern geleistet werden kann. Allerdings sei bei diesem Gesetz darauf zu achten, dass damit kein fachlicher Qualitätsverlust des Leistungsniveaus der Angebote an die Bürger einhergehen dürfte. Der BFB erinnerte daran, im Gesetzesrahmen Platz für individuelle Lösungen zu lassen.  
 
In der Thematik Gewerbesteuer sprach man sich gemeinsam für die Notwendigkeit einer Neuordnung der Gemeindefinanzen aus. BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann unterstrich gegenüber CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, dass die vom BFB seit jeher angeführten Argumente gegen eine Einbeziehung der Freien Berufe in die Gewerbesteuer Gewicht haben müssten.  
Gröhe betonte abschließend, dass CDU und christlich-liberale Koalition die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen in Hinblick auf eine innovative Ausrichtung der Freien Berufen für außerordentlich wichtig erachten: "Wir sind der Auffassung, dass das Thema Innovation auch in Zeiten konjunktureller Risiken nichts von seiner überragenden Bedeutung verloren hat."
 
Der BFB als Spitzenorganisation der freiberuflichen Kammern und Verbände vertritt die Interessen der über eine Million selbstständigen Freiberufler. Diese beschäftigen über drei Millionen Mitarbeiter - darunter ca. 125 Tausend Auszubildende. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern erarbeiten Freiberufler rund
10,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und erwirtschaften so jeden zehnten Euro.
 
 
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