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Der heutige Beitrag (06.04.2010) bei Frontal21 dokumentiert, was der Deutsche Tierschutzbund seit Jahren anprangert: Die Zustände in Schlachthöfen sind zum Teil katastrophal. Regelmäßige Besuche von Tierärzten des Deutschen Tierschutzbundes bestätigen die Situation. Tiere werden oft nicht richtig betäubt und nicht korrekt entblutet. Das bedeutet schlimmste Tierquälerei, die gegen geltendes Recht verstößt. So sterben jährlich ca. 150.000 Rinder qualvoll, weil sie fehlbetäubt werden. Etwa 500.000 Schweine werden jedes Jahr beim Abstechen vergessen oder nicht richtig abgestochen. Das heißt, sie sterben nicht durch Blutentzug, sondern wachen wieder auf, wenn das Fließband sie in die weitere Verarbeitung befördert. Ein Katalog verschiedener Maßnahmen könnte das Tierleid verringern: besser geschultes Personal, zuverlässigere technische Geräte und regelmäßigere Kontrollen. Die Schlachtung von Rindern, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren erfolgt häufig nicht tierschutzkonform. Immer noch kommt es zu gravierenden Missständen besonders bei Betäubung und Entblutung. Nicht einmal das in Deutschland geltende Recht verhindert solche Zustände, wie Besuche des Deutschen Tierschutzbundes auf verschiedenen deutschen Schlachthöfen zeigen. Der Beitrag des ZDF-Magazins Frontal21 belegt diese Missstände mit einem eindringlichen Bericht. „Immer wieder führen die ungenügenden Vorschriften, Tierschutzignoranz und mangelnde Kontrollen dazu, dass Tiere erheblich leiden. Die aktuellen Bilder dokumentieren, welchen qualvollen Tod viele Tiere sterben müssen“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Viele Probleme werden durch bauliche, technische oder personelle Mängel verursacht, andere durch die Missachtung der bestehenden gesetzlichen Vorschriften. So gehört es auch nach wie vor zur Realität, dass Tiere in die weitere Verarbeitung, etwa den Brühvorgang, gelangen, bevor sie tatsächlich tot sind. Teilweise werden die Probleme, die beim Betäuben und Entbluten der Tiere entstehen, sogar durch die üblicherweise eingesetzten Verfahren und Geräte verursacht. Verbesserungen der Schlachttechnik sind dringend notwendig, um eine möglichst schmerzfreie, wirksame und zuverlässige Betäubung und Schlachtung zu gewährleisten. Der Deutsche Tierschutzbund fordert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf, für ein Ende dieser Missstände zu sorgen. Pressestelle Deutscher Tierschutzbund e.V. Bundesgeschäftsstelle Baumschulallee 15 D-53115 Bonn Tel.: +49(0)228-60496-24 Fax: +49(0)228-60496-41 presse@tierschutzbund.de www.tierschutzbund.de
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