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Berlin(ags). Als wichtigen Hinweis auf schwerwiegende Defizite im Gesundheitsmanagement bezeichnet die Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. (DGbV) die auf der diesjährigen Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa in Moskau getroffene Feststellung der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, daß über 80 Prozent der Krankheitsfälle in der Europäischen Region auf Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und andere nicht übertragbare Krankheiten zurückzuführen sind. Die Erkenntnis, daß „wesentliche Risikofaktoren dafür schädlicher Alkoholkonsum, Tabak und ungesunde falsche Ernährung“ sind, ist nicht neu aber enthüllt gleichzeitig das Ausmaß der unerfüllten Anforderungen an die Gesundheitsprävention. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Bonn mit Krebspatienten belegt, daß etwa ein Viertel von ihnen die verordneten Tabletten an mehr als jedem fünften Tag nicht korrekt einnahm. Bei manchen anderen chronisch kranken Bürgern liegt diese Quote sogar noch deutlich höher, nämlich beispielsweise bei Diabetes mellitus bei 40 bis 50%. Bei Epilepsiekranken bei 30 bis 50%, bei Hypertonie um 50% und bei Patienten mit Osteoporose bei 55 bis 70%. Beim Diabetes können die Behandlungsergebnisse sogar bis zu 90% vom Patientenverhalten abhängen, das mit professioneller Unterstützung gelernt und trainiert werden muß, so Dr. John N. Weatherly von der DGbV, Präsident der Gesellschaft. Die Bürger müssen in ihrer Gesundheitskompetenz gestärkt werden, nur durch ein professionelles Patientencoaching sind deutliche Verbesserungen der Behandlungsergebnisse zu erwarten, ebenso eine Vermeidung von unnötigen Krankheitskosten betont Weatherly.
Aus Presse-Info „Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. - DGbV-“
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