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Die einfache Atem-, Bewegungs- und Entspannungstherapie für Wirbelsäule, Beckenschiefstand und Verspannungsschmerzen
Kunigunde Schlereth, Heilpraktikerin
?Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung.
Je weniger Bewegung, desto weniger Leben.
Hört Bewegung auf, endet das Leben.
Leben und Bewegung sind ein und dasselbe."
Mit diesem Leitgedanken beschäftigten sich in den siebziger Jahren Adriana ZILLO und Dr. Hans GREISSING, die mit den Anfangsbuchstaben ihrer Namen einer damals neuen revolutionären Idee den Namen gaben: ZILGREI.
Durch schmerzliche Erfahrungen im Hinblick auf Symptome des rheumatischen Formenkreises und allgemeiner Verspannungsbeschwerden, sowie durch Beobachtung an sich selbst entdeckte Frau Zillo die Wirksamkeit bestimmter Atem- und Bewegungsabläufe. Diese hilfreichen Erkenntnisse führten sie zu Dr. Greissing, der als einer der weltbesten Chriopraktoren und Therapeuten in seiner Praxis die Wirksamkeit beobachtete. Daraus entstand diese sanfte ZILGREI-Methode, die in dem Standardwerk: ?ZILGREI - eine Entspannungsmethode" beschrieben und sehr detailliert erklärt wird.
ZILGREI wird als eine ?verblüffend wirksame, leicht erlernbare Selbstbehandlung beschrieben, die mit Hilfe einer einfachen Atemtechnik in Verbindung mit bestimmten Körperhaltungen Verkrampfungen oder Blockaden löst und Haltungsfehler korrigiert. Diese Selbstbehandlungen wirken auf einer breiten Palette von natürlichen Vorgängen, Techniken und Phänomenen solcherart auf den menschlichen Organismus ein, daß er im Falle von Fehlfunktionen sich normalisiert. Liegen keine Körperfunktionsstörungen vor, so hilft ZILGREI sehr gut, diesen Zustand zu erhalten und zu verfeinern, weshalb diese Methode auch sehr gut zur Vorbeugung eingesetzt werden kann.
ZILGREI wird deshalb von den Autoren ?angewandte Biokybernetik" genannt. Da Bios Leben heißt, und Kybernetik Steuermannskunst, so wird der Begriff ?Biokybernetik" als der Vorgang von Aufnahme, Verarbeitung und Übertragung von Informationen der verschiedensten Art bezeichnet. Man könnte auch sagen, daß durch ZILGREI der innere Heiler angesprochen und aktiviert wird. Es handelt sich dabei um jene angeborene Intelligenz oder Fähigkeit, die jeder einzelnen der Abermillionen von Zellen in unserem Körper mitteilt, was sie zu tun hat, um den Lebensprozeß zu erhalten, zu fördern und evtl. auftretende Fehlfunktionen zu beheben. Die Entdecker von ZILGREI nehmen an, daß durch die ausschließlich natürlichen Mechanismen, die in dieser Therapie Anwendung finden, unsere angeborenen biokysbernetischen Kräfte unterstützt und angeregt werden.
Mit ZILGREI kommen drei Grundelemente zur Anwendung:
- die sogenannte ?dynamogene Atmung (Dynamis = griechisch Kraft, gennan = erzeugen),
- die Körperbewegung, bzw.
- die Körperstellung.
Die Autoren erläutern, daß diese Grundelemente, in einer bestimmten Kombination bzw. Reihenfolge angewandt, ausgleichend und entspannend auf den Organismus einwirken, und so zur Beseitigung bzw. Verringerung von Beschwerden führen, die ?im allgemeinen der Arthrose, der Arthritis und allgemein dem Rheumatismus sowie dem Alltagsstreß zugeschrieben werden. (Eine tatsächliche Arthrose kann man natürlich so allein nicht heilen, da es ein Abnutzungs- und Alterungsprozeß ist. Jedoch können die Schmerzen, für die sie oft verantwortlich gemacht wird, gelindert oder beseitigt werden.) Außerdem hilft ZILGREI gegen vielerlei Verspannungsbeschwerden, wie z.B. Kopfschmerz, Migräne, Nacken-, Rücken-, Schulter-, Kreuz-, Becken- und Gelenkschmerzen, gegen Ischias, nervöse Störungen und sogar gegen Verstopfung."
Aus meiner Vortrags- und Praxistätigkeit im Bezug auf ZILGREI kann ich eine Reihe dieser im Buch angesprochenen Indikationen bestätigen.
Man nennt ZILGREI auch die ?sanfte Chiropraktik, was ihre Anwendungsschwerpunkte deutlich macht.
ZILGREI bedient sich neben den geschilderten drei Grundelementen noch gewisser Prinzipien, Techniken und Konzepte, z.B.:
- gewisser Bewegungsebenen des Körpers,
- der Bewegungsspanne der Gelenke,
- des ZILGREI-Prinzips von Gegenbewegung und Gegenposition
- des ?Monolateralismus" (Prinzip der einseitigen Körperbeanspruchung), auf Grund dessen als bedeutendstes Merkmal das sogenannte ?scheinbar kürzere Bein" resultiert, welches untersucht und mit einer gezielten Übung ausgeglichen werden kann.
- als wichtigstes Prinzip gilt die ZILGREI-Selbstuntersuchung, die zur
- ZILGREI-Selbstbehandlung führt.
Die Autoren Zillo/Greissing begründen die Wirkmechanismen von ZILGREI wie folgt:
- durch den leichten Streckungs- und Dehnungseffekt der Wirbelsäule, der in Verbindung mit der sog. dynamogenen Atmung offenbar Fixierungen im Knochen-, Nerven- und Muskelbereich lösen, wodurch:
- möglicherweise der Druck und die Zirkulation der Hirn-Rückenmarkflüssigkeit beeinflußt werden.
- Die körpereigene Endorphinproduktion angeregt wird (= Hormon der Hypophyse zur Schmerzabwehr),
- eine gewisse Wirkung auf das elektromagnetische Feld des Körpers entsteht, was zur Normalisierung gewisser Körperabläufe beiträgt.
- durch die Spindel- oder Golgizellen eine normalisierende Wirkung auf Muskeln mit Hyper- oder Hypotonie entstehen,
- der elektrochemische Prozeß beeinflußt wird, durch den Milchsäure aus den Muskeln ausgeschieden wird.
- durch die dynamogene Atmung möglicherweise eine normalisierende und günstige Wirkung auf den natürlichen Bioenergiefluß des Körpers ausgeübt wird.
- durch die dynamogene Atmung die chemischen Reaktionen in der Synapse zwischen den Nervenzellen positiv ausgleichend beeinflußt werden, die für die Übermittlung der Nervenimpulse über die Nervenbahnen vom Hirn in die Gewebszellen und umgekehrt verantwortlich sind.
Die im Zusammenhang mit der Atmung genannten Begründungen sind meines Erachtens die wichtigsten. Das hat sich in den ca. 15 Jahren meiner Arbeit mit ZILGREI beobachten lassen. Ich habe die Feststellung machen dürfen, daß notfalls auch nur die korrekt ausgeführte dynamogene Atmung Schmerzen und Bewegungseinschränkungen gelindert oder beseitigt hat. Deshalb bezeichne ich diese besondere Atemtechnik als das wichtigere Standbein bei ZILGREI. Und diese Einschätzung wird auch von Patienten und Kursteilnehmern oft bestätigt.
Günstig an ZILGREI ist, daß es ein Selbsthilfe-Programm ist, was mit einiger Übung und Einweisung durch den Therapeuten oder Vortragenden den Patienten in die Lage versetzt, eigenverantwortlich die Initiative zur Erreichung von mehr Wohlgefühl und Schmerzbefreiung zu ergreifen.
ZILGREI ist für den Therapeuten eine liebevolle Herausforderung, immer intuitiver neue Übungs- und Heilmomente kreativ einzusetzen. Wer z.B. das Prinzip der ?Gegenregulation" verstanden hat, entdeckt immer wieder neue Ausdrucksformen für die Anwendung von ZILGREI. Und Zillo/ Greissing haben schon früh darauf hingewiesen, daß ZILGREI durch inspirierte Anwender wachsen kann, bis letztlich jedes Gelenk mit einer Spezialübung ausgeglichen werden kann. ?Seien Sie kreativ...", so hieß ein früher Slogan, der Mut machte, mit ZILGREI gekonnt und korrekt, aber auch spielerisch umzugehen. So entstanden in der Folge zum Standardwerk noch mehrere Bücher, die für spezielle Teilbereiche konzipiert sind.
Wer in der Lage ist, ZILGREI liebevoll zu vermitteln, erfährt entweder direkt oder auch erst später, wie wohltuend und heilsam ZILGREI empfunden wurde, wenn der ehemalige Patient wieder in die Praxis kommt mit dem Wunsch, die Methode, die ?ihm schon früher so gut geholfen hat", - wie er sagt - wieder aufzufrischen und Übungen auszuwählen, die der neuen Diagnose angemessen sind.
Wenn ZILGREI auch oft verblüffende Ergebnisse erzielen kann, so sollte man jedoch - um nochmals die Autoren zu zitieren -
?von ZILGREI nur das erwarten, was die Selbstheilungskräfte des Körpers vollbringen können: nämlich Linderung und in vielen Fällen völlige Befreiung von Schmerzen; Förderung und Wiederherstellung der normalen Gelenkbeweglichkeit und Normalisierung der Körperfunktionen, jedoch im Rahmen des Möglichen."
ZILGREI unterstützt den Körper in seinem Normalisierungsprozeß, und ist somit ?angewandte Biokybernetik". Und da alle Körperfunktionen - die physischen wie auch die psychischen - eng miteinander verbunden sind, wirkt sich die Normalisierung einer dieser Funktionen unweigerlich auch auf die anderen aus: Der Mensch fühlt sich wohler, entspannter und gleichzeitig tatkräftiger. Alles kommt wieder in ein geregeltes Miteinander und harmonisches Gleichgewicht. Leben kann wieder ungehindert fließen!
So wird der eingangs erwähnte Leitgedanke bestätigt:
?Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung.
Je weniger Bewegung, desto weniger Leben.
Hört Bewegung auf, endet das Leben.
Leben und Bewegung sind ein und dasselbe."
Fachliteratur:
"Neue Hoffnung - ZILGREI", Adriana Zillo und Dr. Hans Greissing
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