Wasser - Das Heilmittel der Schöpfung


Dipl.-Ing. Ulrike Metzler, Heilpraktikerin

99 % aller Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus sind an das Vorhandensein von Wasser gebunden. Ausschließlich über Wasser werden Nährstoffe in die Zelle transportiert und Giftstoffe entsorgt. Chemisch gesehen setzt sich Wasser aus 2 Molekülen Wasserstoff und 1 Molekül Sauerstoff zusammen. Wasser ist damit neben Sauerstoff, den wir einatmen, das „Lebensmittel Nr.1“.

Im Biologie-Unterricht in der Schule hören wir zum ersten Mal davon, daß der Mensch zu ca. 2/3 aus Wasser besteht. Und das Gehirn besteht sogar zu 85% aus Wasser, das Blut ebenfalls. Welche Schlußfolgerung ziehen wir für unser Leben daraus?

Wenn es uns schlecht geht, greifen wir allzu gerne und häufig zu Medikamenten und vielleicht auch noch zu mehr Genußmitteln, um gegen Symptome, die unser Körper aus seiner Not heraus hervorbringt, vorzugehen. Manchmal wird dadurch ein Teufelskreis in Gang gesetzt.

Wüßten wir dagegen, welch heilsame Wirkung im Wasser steckt, könnten wir uns so manches ersparen. Richtiges Trinken jedoch will nicht nur gelernt sein, sondern erfordert auch ein paar wichtige Informationen und einen Moment Zeit, bisheriges Verhalten diesbezüglich zu überprüfen. Dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, ist keine neue Weisheit – nur was und wie wir essen und trinken, darf neu bewertet werden.

Alles, was wir täglich über unsere Ernährung zu uns nehmen, ist entweder in fester oder in flüssiger Form. Ganz gleich welcher individuellen Ernährungsform wir uns anschließen, gibt es bei dem Bereich feste Nahrung in Form von Brot, Nudeln, Kartoffeln, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier, Käse, etc. wenig Mißverständliches ganz im Gegensatz zu unseren flüssigen Nahrungsmitteln. Auch wenn von vielen Stellen auf die Bedeutung von Flüssigkeit in unserer täglichen Nahrung hingewiesen wird, so ist genau an dieser Stelle die Verunsicherung gleich da. Flüssig sind Bier, Wein, Kaffee, Tee, Limo, Säfte, Milch und Milchmischungen, Trinkschokolade und noch vieles mehr: Langsam, aber sicher erkennen wir die unwiderrufliche Wirkung von Wasser – ja, ganz einfaches, stilles Wasser ohne irgendwelche Zusätze oder mit Kohlensäure aus geschmacklichen Gründen versetzt, ohne künstliche Aromen – einfach ohne alles. Und genau das ist mit der Flüssigkeit gemeint, die wir täglich in einer bestimmten Menge zu uns nehmen sollten, damit unser Körper all seine Stoffwechselprozesse ohne Störung bewerkstelligen kann.

Und genau dieses Wasser ist auch durch nichts anderes austauschbar, wie z.B. durch Kaffee, Tee und die anderen erwähnten Getränke, selbst wenn es als Basiselement für die Zubereitung verwendet wurde. Wer regelmäßig die anderen Getränke zu sich nimmt, in dem Glauben, seinem Körper die notwendige Flüssigkeit zuzuführen, der irrt. Er läuft nämlich Gefahr, über kurz oder lang seinen Körper zu dehydrieren. Und dadurch können je nach Veranlagung die unterschiedlichsten Krankheiten begünstigt werden.

Hinzu kommt weiter, dass wir durch verarbeitungstechnische Prozesse den natürlichen Wassergehalt in den Nahrungsmitteln immer weiter reduziert haben, zugunsten von Haltbarkeit, Hygiene und Convenience. Inzwischen haben wir auch eine sehr viel feinere Betrachtungsweise, die über die ursprüngliche Nährstoffbetrachtung hinausgeht. Wir achten mehr auf sog. Mikronährstoffe, wie z.B. sekundäre Pflanzenstoffe, und entwickeln uns in der Wahrnehmung von Zellprozessen weiter. Jedes Jahrzehnt bringt neue Erkenntnisse in Forschung und Wissenschaft, die es gilt, mit dem Bisherigen sinnvoll in Einklang zu bringen.

Inzwischen gibt es auch den wissenschaftlichen Beweis für die Bedeutung des Wassers im menschlichen Organismus. Ende vergangenen Jahres wurde der Nobelpreis an zwei Amerikaner verliehen, die die Wasser- und Salzkanäle der Körperzellen erforscht haben. Dabei fanden sie heraus, dass nur Wasser die Funktion hat, über winzige Schleusen innerhalb der Zelle weitergeleitet zu werden. Wie wir wissen, enthält jede unserer Körperzellen Wasser (Intrazellularraum) und ist auch von Wasser umgeben (Extrazellularraum). Dies bildet die Grundlage für alle Stoffwechselprozesse und damit für das reibungslose Zusammenspiel der Zellen, ganz gleich, ob es sich um Nervenzellen oder Muskelzellen handelt. Je qualitativ hochwertiger das Wasser, desto reibungsloser die Abläufe. Wichtig dabei ist, daß der Körper keine Möglichkeit hat, Wasser auf Vorrat zu speichern, sondern, daß es täglich immer wieder neu zugeführt werden muß. So ist das Zeichen eines trockenen Mundes nicht immer ein zuverlässiges Zeichen, um auf einen Wassermangel hinzuweisen. Mit zunehmendem Alter vermindert sich der Wassergehalt der Körperzellen und wir können die Durstsignale immer weniger wahrnehmen. Selbst auftretende Schmerzen können ein eindeutiges Zeichen für Wassermangel sein. Diese und andere Erkenntnisse, die überwiegend von dem iranischen Arzt Dr. F. Batmanghelidj in anschaulicher und beeindruckender Weise in seiner Literatur zusammengetragen wurden, erfordern ein Umdenken in unserem medizinischen Verständnis und den therapeutischen Ansätzen, ganz gleich, ob es sich um schulmedizinische Herangehensweise oder naturheilkundliche Alternativen handelt. Alle therapeutischen Erfolge sind somit auch von dem Dehydrierungsgrad des Körpers abhängig.

Wasser ist nicht nur eine einfache, inaktive Substanz. Es erfüllt in erster Linie die beiden Aufgaben, lebensspendend und lebenserhaltend zu sein. Die menschliche Samenzelle besteht immerhin zu 98 % aus Wasser. Und ohne Wasser wächst auch keine Pflanze.

Und es gibt so viele gute Gründe für den täglichen Genuß von stillem Wasser:

- Wasser ist unsere Hauptenergiequelle – der sog. Cash-flow des Körpers

- Wasser erzeugt in jeder Körperzelle elektrische und magnetische Energie -

- Wasser liefert damit die Kraft zum Leben

- Wasser ist auch ein Bindemittel, das die Zellstrukturen zusammenhält

- Wasser verhütet Schäden an der DNS und sorgt für eine größere Wirksamkeit ihrer Reparaturmechanismen

- Wasser steigert die Leistungsfähigkeit des Immunsystem im Knochenmark, nämlich dort, wo die Immunabwehr und all ihre Mechanismen gebildet werden

- es stärkt auch die Immunabwehr gegen Krebs

- Wasser ist das Hauptlösungsmittel für alle Nahrungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe. Es dient dazu, die Nahrung in kleinere Bestandteile zu zerlegen, um diese zu verstoffwechseln und zu assimilieren

- Mit Hilfe von Wasser kann der Körper mehr essentielle Stoffe aus der Nahrung aufnehmen

- Wasser dient dem Transport aller Stoffe im Körper – auch den von aussen zugeführten Medikamenten

- Mit Hilfe von Wasser sind die roten Blutkörperchen in der Lunge besser in der Lage, mehr Sauerstoff aufzunehmen

- Wasser sammelt giftige Abfallstoffe aus verschiedenen Körperteilen und transportiert sie zu Leber und Niere, damit sie darüber ausgeschieden werden können

- Wasser ist das Hauptgleitmittel in den Gelenkspalten

- Mit Hilfe von Wasser werden die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern zu stoßdämpfenden Kissen

- Wasser ist eines der besten Abführmittel und verhindert Verstopfung

- Wasser verhindert das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfällen

- Wasser verhindert die Verstopfung von Arterien von Herz und Gehirn

- Wasser ist für den Wärmehaushalt des Körpers zuständig, indem es ihn reguliert

- Wasser liefert ebenfalls die elektrische Energie für alle Gehirnfunktionen, insbesondere für das Denken

- Wasser ist auch an der Bildung der Neurotransmitter beteiligt

- Wasser ist an der Bildung der Hormonproduktion beteiligt

- Wasser ist das Antihistaminikum bei vielen Allergien und allergischen Reaktionen

- Wasser integriert die Funktion von Körper und Geist. Es stärkt unsere Fähigkeit, uns Ziele zu setzen und auch zu erreichen

- Es steigert die Arbeits- und Leistungsfähigkeit, indem es die Aufmerksamkeitsspanne verlängert und ist ein besserer Muntermacher als jedes andere Getränk – ohne auch nur eine Nebenwirkung

- Wasser hilft Ermüdungserscheinungen zu reduzieren, verleiht uns jugendliche Energie, macht die Haut glatter, verleiht den Augen Glanz, hilft Glaukome zu verhindern, ist für die generelle Leistungsfähigkeit des Immunsystems unerläßlich, hilft Infektionen zu bekämpfen, lindert prämenstruelle Schmerzen und Hitzewallungen, ist hilfreich bei Libidover- lust und Impotenz

- Regelmäßiges Wassertrinken bietet auch eine gute Möglichkeit, um nachhaltig und gesund Gewicht abzubauen, ohne eine einseitige Diät machen zu müssen

Unsere sog. Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, Asthma, lassen sich dauerhaft und nachhaltig gut therapieren, wenn der Wassermangel als größter „Dauerstressor“ verändert wird und damit eine Therapiegrundlage für die verschiedenen Formen von Therapien gegeben ist. Beschwerden des Bewegungsapparates, sowie immer wiederkehrende Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, Gelenkschmerzen lassen sich ebenfalls nachhaltig mit Hilfe einer regelmäßig optimierten Wasserzufuhr verbessern.

Führende Wasserexperten empfehlen ein stilles, mineralarmes (unter 150 mg/l gelöste Mineralstoffe) Wasser, das schadstoffarm ist und einen Widerstand von mind. 6000 Ohm hat, damit die Voraussetzung für das Lösen, Binden und Abtransportieren von Schadstoffen aus unserem Körper gewährleistet ist. Ein derartiges Wasser hat zudem eine antioxydative Wirkung auf sog. Freie Radikale, ähnlich einer gesunden, vollwertigen Ernährung. Pro kg Körpergewicht sollte man täglich 35 ml Wasser trinken, d.h. für einen 70 kg schweren Menschen sind das rund 2,1 l Basisversorgung. Nicht berücksichtigt dabei sind die „Wasserräuber“ - wie Kaffee, Tee, Alkohol und die „vermeintlichen Durstlöscher“ - wie Bier, Limonaden,
Eistee etc., die darüber hinaus zusätzlich, sofern getrunken, ausgeglichen werden sollten. Voraussetzung bei dieser Empfehlung ist, daß keine ernsthaften Erkrankungen des Herzens oder der Niere bestehen; in diesen Fällen muss therapeutisch unterstützt werden. Grundsätzlich sollte die tägliche Wasserzufuhr langsam auf das individuelle Maß gesteigert werden. Wichtig dabei ist, daß gleichzeitig dem Körper ausreichend Salz zugeführt wird - bei 2 l Wasser sollten das ca. 3 g sein, das entspricht einem halben Teelöffel pro Tag.

Noch ein Hinweis zu den besten Trinkzeiten: das Beste ist, zwischen den Mahlzeiten zu trinken, 1 bis 11/2 Stunden nach den Hauptmahlzeiten und vor den Mahlzeiten ca. ? Stunde, um die Verdauung auf einen guten Weg zu bringen - am besten nicht direkt vor dem Schlafengehen, aber dafür nach dem Aufstehen gleich 1 – 2 Gläser auf nüchternen Magen, um den Stoffwechsel des Körpers auf eine natürliche Weise in Gang zu setzen.

Warum schenken wir nicht einem guten Quellwasser das Vertrauen, daß es unseren Körper gut versorgt und uns damit vor einer Vielzahl von äußeren Einflüssen, denen wir alle ausgesetzt sind, schützen kann. Kinder sollten schon frühzeitig dazu angehalten werden, Wasser zu trinken – denn sie haben einen proportional höheren Bedarf als Erwachsene. Auch Kinder sollten ihre Gesundheit mit Unterstützung von uns Erwachsenen nicht so einfach auf’s Spiel setzen. Bewiesen ist inzwischen, daß Wachheit und Lernvermögen des Gehirns in einem proportionalen Verhältnis zur Wasserzufuhr stehen. Es wäre in diesem Zusammenhang sicherlich sehr sinnvoll, Schulkindern generell während des Unterrichts das Trinken von Wasser zu erlauben, da dies bisher nur vereinzelt von den Lehrern toleriert wird.

Bereits Paracelsus hat vor bereits Hunderten von Jahren postuliert – „Lasst unsere Nahrungsmittel unsere Heilmittel“ und „unsere Heilmittel unsere Nahrungsmittel“ sein. Auch nach Prof. Kollath ist Wasser das Lebensmittel Nr.1, sowohl qualitativ als auch quantitativ.

Mit diesem Wissen werden wir einer modernen Medizin und den Patienten, die uns ihr Vertrauen schenken und sinnvolle Therapien erwarten, gerecht. Wasser muß nicht länger in unserer Gesellschaft als „Gänsewein“ belächelt werden, denn es ist gleichzeitig auch eine preiswerte Antwort auf so viele Beschwerden unserer Zeit.

In Anerkennung und Achtung vor Dr. Fereydoon Batmanghelidj’s Lebenswerk, für eine gesündere Welt die Medizin menschenfreundlicher zu gestalten, möchte ich diesen Beitrag widmen. Er hat uns allen ein großes Vermächtnis hinterlassen.

Weiterführende Literatur unter:

Dr. F. Batmanghelidj, Wasser – die gesunde Lösung; Dr. F. Batmanghelidj, Sie sind nicht krank, sie sind durstig; Dr. F. Batmanghelidj, Wasser hilft; Dr. F. Batmanghelidj; Wassertrinken wirkt Wunder; Dr. F. Batmanghelidj, Rückenschmerzen und Arthritis; J. Wahler/
A. Rohs; Wasserstoff – das gesunde Element

 
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