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Anne Jacob, Heilpraktikerin
Diese beiden Organe sind recht robust, aber in letzter Zeit streiken sie oft, d. h. sie wollen uns sagen: „Du gehst aber nicht gut mit mir um!“ Es ist bekannt, dass auch die harmloseste Tablette gegen Kopfschmerzen oder gegen Grippe einen Eingriff in unseren Körper und seine komplexen Funktionen darstellt.
Besonders Magen und Darm werden zunehmend häufig belastet ebenso wie die Leber und die Nieren. Magen und Darm sowie Bronchien und Lunge sind Organe, wo unsere Umwelt auf direktem Weg nach „innen geht“. Bei Magen und Darm durch die Nahrung und bei Bronchien und Lunge durch die Atemluft. Alle vier Organe sind heute daher häufiger auch von Krebs betroffen, als andere Organe. Eben durch das unmittelbare Einwirken der Umwelt auf unsere inneren Organe.
Kommen wir nun auf den Magen zurück. Oft ist es so, dass man sich einfach unpäßlich fühlt, das Essen schmeckt nicht, man hat Magenschmerzen, oft Übelkeit oder sogar ein bisschen Erbrechen.
Der Magen spricht zu uns durch die Zunge. Ist diese weiß belegt, so deutet das schon auf Magenbeschwerden hin. Ist sie dagegen sehr rot, glänzend rot oder himbeerfarben, so ist es wie o. a. nie der Magen, der ruft, sondern es ist die Leber. Kommt zu einer weiß belegten Zunge noch Erbrechen, so ist sicher, dass eine akute Magenüberlastung vorliegt.
Auch bei der Leberüberlastung kommt es oft zur Übelkeit, nur ist die Zunge dann wie gesagt lackrot. Es bleibt dann bei Übelkeit und Aufstoßen. Nimmt man dann Essen zu sich und hat direkt nach dem Essen Schmerzen, so deutet dies auf eine Magenschleimhautentzündung hin.
(Gastritis) oder auf ein Magengeschwür! Kommt es nach etwa 1-2 Stunden nach der Mahlzeit zu Unwohlsein und Schmerzen, so kann eine Entzündung oder im ungünstigen Fall ein Zwölffingerdarmgeschwür vorliegen.
In der Naturheilkunde gibt es gute Heilmittel, um diese Krankheiten auszuheilen. Aber man unterscheidet in der Naturheilkunde eigentlich ziemlich streng zwischen Beschwerden und Defekten am Magen und zwischen Krankheiten des Zwölffingerdarmes. Es gibt für beide Organe spezifische, d. h. andere Heilmittel! Darum ist es so wichtig, dass man „hören“ lernt zwischen den Symptomen des Magens und des Zwölffingerdarmes.
Noch einmal sei gesagt, dass der Magen sich direkt nach dem Essen meldet und der Zwölffingerdarm nach etwa 1-2 Stunden ruft.
In jedem Fall sollte dann der Patient zuerst leichte Heilmittel einnehmen. Klingen die Beschwerden nicht innerhalb 2-3 Tagen ab, so ist es immer noch früh genug, eine Gastroskopie über sich ergehen zu lassen. Denn angenehm und ganz ungefährlich sind diese Untersuchungen nicht. Sie dienen auch nicht der Heilung, sondern lediglich der Feststellung, ob das eine oder andere vorliegt. Die Heilung ist dann eine andere Sache, und sie dauert in der Regel 2-3 Wochen mit guten, sanften Heilmitteln. Erleichterung hat der Patient jedoch schon vom Tage der Einnahme an. Ein Schnupfen dauert ja auch 10-14 Tage ohne Hilfe, mit Hilfe 2 Wochen. Das ist inzwischen Allgemeinwissen. Ein Geschwür im Verdauungstrakt darf daher bis zur Heilung ruhig 3-4 Wochen in Anspruch nehmen, zumal die Beschwerden immer weniger werden!
Klingen die Beschwerden vorher ab, ist es zumeist eine Entzündung im Magen oder Zwölffingerdarm gewesen, und das ist nicht so schlimm. Entzündungen sind Reaktionen des Körpers und zur Abwehrsteigerung inzwischen auch bei der Schulmedizin sehr erwünscht.
Die furchtbare Krankheit AIDS hat da doch gute Einsichten gebracht. Auch das Schlimmste ist zu etwas gut, sagt ein altes, deutsches Sprichwort.
Hat der Patient eine akute Magenverstimmung, so bleibt der Darm fast nie verschont. Es kommt zu Durchfällen und evtl. Bauchkrämpfen. Ein Durchfall sollte nie sofort gestoppt werden. Das ist ein großer Fehler, denn der Körper muss ja Gelegenheit bekommen, die eingedrungenen Bakterien oder Viren schnell herauszuschaffen. Und diesem Zweck dient nun einmal der Durchfall. Er ist eine dramatische Heilungsmaßnahme des Körpers. Das darf man niemals vergessen!!
Nach 1-2 Tagen Durchfall hilft man dem Patienten mit leichten Mitteln wie Carbo vegetabilis D4 für Erwachsene und Carbo vegetabilis D6 für Kinder. Läßt der Durchfall nach 2 Tagen nicht nach, muss man natürlich ein stärkeres Mittel nehmen, damit es nicht zu einem Elektrolythverlust kommt. Elektrolythe sind Minerale wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Silicea und andere mehr. Da Minerale heute in der Natur weniger vorkommen als früher, ist es enorm wichtig, dass Menschen nach einem Durchfall die Minerale wieder auffüllen. Das macht man mit Mineraltabeletten ca. 4 Wochen lang. Auf keinen Fall länger, da zuviel Minerale Schäden an Nieren und Leber setzen, da diese Organe ein „Zuviel“ natürlich abbauen müssen, und damit überlastet sind.
Dass man keine Angst haben muss vor dem Flüssigkeitsverlust bei Durchfall zeigt folgendes Dilemma:
Heute werden in sehr starkem Umfang Diuretika, das heißt wasserausschwemmende Mittel verordnet! Oftmals viele Monate und Jahre lang! Der daraus resultierende Elektrolythverlust wird in Kauf genommen. Klagt der Patient zunehmend über Herzschwäche und Krämpfe, so bekommt er dagegen eben wieder andere Medikamente. Diuretika sind ein „verschriebenes“ Medikament, und „verschriebene“ Medikamente dürfen ruhig Nebenwirkungen haben, sonst helfen sie sowieso nicht, wird dem fragenden Patienten oftmals gesagt!
Dass der Patient auf diese Weise Dauerpatient wird, wird gerne in Kauf genommen! Dauert ein Durchfall einmal länger als 2-3 Tage, dann ist es lt. Meinung der Mediziner unverantwortlich, diesen nicht zu stoppen.
Heute gibt es in zunehmendem Maße durch Umwelteinflüsse Darmerkrankungen, welche die Darmschleimhaut befallen. Der Patient hat dann anhaltenden Stuhldrang, der Stuhl ist dünnflüssig und manchmal auch blutig. Das ist zwar eine schlimmere Krankheit, aber nicht so schlimm, dass der Patient laufend auf Tabletten gesetzt werden muss, die wiederum massivste Nebenwirkungen haben. Dem Patienten wird dann gesagt, diese Tabletten müssen Sie nehmen, solange Sie leben. Das ist schlichtweg unverantwortlich und eine Bankrotterklärung dessen, der zu heilen hat, also des Therapeuten. Es gibt sehr, sehr gute biologische Medikamente, die diese schweren Darmerkrankungen bessern und auch auf Dauer heilen. Meist dauert es nicht einmal ein halbes Jahr. Ich setze sie so ein, dass ich dem Patienten sage: „Zweimal täglich nehmen Sie die starken Tabletten, die Sie bisher eingenommen haben und einmal die biologischen Tropfen. Beobachten Sie sich, ob es besser oder schlimmer wird. Nach einer Woche kommen Sie bitte wieder.“
Das ist die einzige Patientengruppe, die ich in den ersten vier Wochen wöchentlich bestelle. Alle anderen Patienten kommen am Anfang allenfalls vierwöchentlich, später alle sechs Wochen und dann nur noch alle acht bis zwölf Wochen. Sie sind oft sehr erstaunt, dass sie so selten in die Praxis kommen müssen, aber in der Natur hat alles seine Zeit und warum soll ich sie so oft bestellen? Sie müssen meine, wenn auch kleinen Kosten, meist selbst aufbringen, während viele, viele heute gängige Untersuchungen nicht heilen, aber voll von den Krankenkassen und Versicherungen erstattet werden.....
Oft ist es so, dass der arme Patient von Facharzt zu Facharzt weitergereicht wird und überall werden die oft gleichen Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall etc. vorgenommen und die Krankenkassen zahlen und stöhnen gleichzeitig über steigende Kosten. Ich sehe darin einen krassen Widerspruch; denn denken können die Angestellten der Kassen doch sicher auch bei der Sichtung von entsprechenden Verordnungen und den dazugehörigen Krankheitssymptomen!
Nun zurück zu den Darmpatienten. Nach der ersten Woche ist meist schon ein steigendes Wohlbefinden erkennbar. In der zweiten Woche verordne ich zweimal biologische Tropfen und einmal das bekannte starke Medikament, was sie auf ärztliche Verordnung nehmen müssen.
Zum großen Erstaunen der Patienten „sterben“ sie nicht, sondern fühlen sich sichtlich wohler. In der dritten Woche bin ich dann konsequent und setze dreimal biologische Tropfen ein. Ich sage den Patienten dazu, „Haben Sie keine Angst, Sie haben ja Ihr starkes Medikament. Wenn es nicht geht, nehmen Sie es wieder!“ Das beruhigt die meisten erst einmal sichtlich. Nach ca. weiteren sechs Wochen setze ich die Tropfen noch zweimal täglich und nach weiteren sechs Wochen nur noch einmal täglich ein. Dazu gebe ich ein Mittel, das die Schleimhaut des Darmes wieder aufbaut. Nach einem halben Jahr habe ich dann zufriedene und glückliche Patienten, die wieder an sich selbst und nicht an die Medikamente glauben.
Lunge und Bronchien
Die Zunahme von chronischen Bronchienerkrankungen und die Zunahme von Lungenkrebs erschrecken heute nicht nur die Mediziner. Viele Mütter sind verzweifelt über die Kruppanfälle und Hustenanfälle ihrer Kleinkinder und Kinder.
Diese Hustenanfälle und chronischen Bronchitiden beschrieben auch schon die alten Homöopathen und sie überlieferten uns ganz bestimmte Mittel, die auch heute noch perfekt und sofort helfen.
Doch bevor man diese Mittel einsetzt, muß man wieder genau zuhören und die Organsprache verstehen, die Lunge und Bronchien sprechen.
Bleiben wir zuerst bei den Kindern! Fühlt ein Kind sich plötzlich krank, hustet und niest es und tritt auch noch zusätzlich Fieber auf, so liegt zumeist eine akute Bronchitis vor. Diese akute Bronchitis lindert man, indem man möglichst stündlich oder im zwei bis drei Stunden Abstand ein gutes Hustenmittel in Tropfenform gibt. Tropfen deshalb, weil man diese genau dosieren kann. Einem Säugling oder Kleinkind z. B. gibt man stündlich einen Tropfen, einem älteren Kind etwa 2 bis 5 Tropfen stündlich oder täglich, je nach dem wie es nötig ist.
Dann sollte man noch unterscheiden zwischen zarten, blonden Kindern und dunkelhaarigen Kindern. Bei beiden Konstitutionen helfen unterschiedliche Mittel. Die akute Krankheitsphase klingt schnell ab.
Schlimmer ist es, wenn ein Kind oder ein Erwachsener über Wochen und Monate hinweg hüstelt und die Bronchien und Lungen dann mit der Zeit sehr geschädigt sind.
Schon die alten Chinesen, aber auch unsere alte Medizin wusste und lehrte an erster Stelle: „Lunge und Dickdarm sind ein Paar!“
Heute wissen wir durch die moderne Forschung: Dies stimmt! Beide Organe sind mit speziellen Schleimhäuten ausgekleidet. Diese Schleimhäute sind dicht besiedelt mit guten Bakterien, die sofort angreifen, wenn Krankheitserreger eindringen. Kommt nun so ein chronisch Bronchialkranker zu mir, so muss ich stets als erstes eine Darmsanierung vornehmen, da diese Patienten vorher fast immer mit Antibiotika behandelt worden sind und ihre guten Darmbakterien somit z. T. vernichtet oder schwer geschädigt bzw. verändert sind.
Die Bronchialbehandlung selbst läuft nur sehr sanft nebenbei, d. h. nur 1-2 x täglich wird jeweils ein Heilmittel in Tropfenform oder in Form von Lutschtabletten verabreicht. Nach etwa vier Wochen verspürt der Patient schon große Erleichterung. Nach weiteren vier Wochen, in denen man täglich nur einmal ein Heilmittel verabreicht, ist fast keine Beschwerde mehr vorhanden. Weiter vier Wochen wird dann ein Bronchialaufbaumittel eingenommen, damit der Bronchus und die Lunge sich kräftigen. Nach dieser Zeit ist zumeist eine chronische Bronchitis oder ein chronisches Asthma ausgeheilt und vergessen.
Im Gegensatz zu akuten Bronchialbeschwerden müssen die chronischen Bronchialkatarrhe also ganz anders angegangen werden, wenn in jedem Fall der Patient gesund werden soll.
Es ist sehr wichtig, dass der Behandler dem Patienten genau zuhört und dann unterscheidet, wie man helfen und ausheilen will.
Nun möchte ich übergehen zu einem sehr quälenden Bronchialleiden, dem Asthma.
Allzu oft wird heute das Asthma zu einer Allergie abgestempelt. Der Patient wird ausgetestet und dann gegen die krankmachenden Allergene desensibilisiert. Die Desensibilisierung gelingt oft, aber zu dem Preis, dass der arme Patient dafür gegen eine andere Substanz allergisch wird.
Der Patient ist ja allergisch, egal gegen was, weil sein Immunsystem und vor allen Dingen auch sein Lymphsystem überlastet ist. Und das ist ja wirklich kein Wunder bei der heutigen Umweltbelastung!
Also kann man auf keinen Fall ein Asthma oder eine Allergie mit Husten- oder Bronchialmitteln heilen, weil eine Überlastung vorliegt. Sie bemerken es selbst, wenn Sie „mitgegangen“ sind bis hierher in unserer Organsprache!
Hier rufen nicht die Bronchien oder die Lunge um Hilfe, sondern ein ganz anderes Organsystem, nämlich das Immun- oder Lymphsystem.
Bronchien und Lunge sind in diesem Fall wieder einmal nur Hilfsmittel des Körpers, um auf seine Notsituation aufmerksam zu machen, oder „unschuldige Opfer“.
In einem solchen Fall gebe ich zu den Lungen- bzw. Bronchialmitteln ausgesuchte Lymphtropfen und eine Lymphsalbe. Dazu gibt man homöopathische Mittel, welche langsam, sehr langsam die Abwehr stärken und das Lymphsystem reinigen. Gebe ich abwehrsteigernde Mittel in hohen Dosierungen, so verschlimmere ich das Asthma.
Nach vier Wochen Behandlung ist zumeist das Asthma wesentlich gebessert. Erst wenn ich bemerke, dass dieser Effekt eingetreten ist, gebe ich leichte, krampflösende Mittel oder je nach Patient pflanzliche Beruhigungsmittel. Ich muss aber darauf achten, dass keines dieser Mittel Baldrian enthält. Baldrian ist für Asthma- und Schilddrüsenpatienten absolut falsch!
Nach etwa drei Monaten ist der Asthmapatient zumeist von seinem quälenden Leiden auf sanfte Art befreit - aber dennoch bleibt er anfällig. Bekommt er z. B. eine Erkältung, so müssen der Therapeut und er selbst aufpassen und sofort stündlich, wie anfangs beschrieben, Bronchienheilmittel einnehmen und damit den Infekt erneut ausheilen.
Nun zur Lunge !
Da ist zuerst das Lungenemphysem und dann heute leider viel zu oft: der Bronchial- oder Lungenkrebs, die sich auf verschiedene Weise äußern. ....... Nun will ich zuerst über das Lungenemphysem schreiben.
Was ist ein Lungenemphysem?
Wenn ein Patient schon lange eine Bronchitis mit Hustenreiz hatte, so werden durch die vermehrten Hustenstöße die Lungenbläschen langsam aber sicher überdehnt, d. h. ausgeleiert.
Das führt dazu, dass die einzelnen Lungenbläschen nicht mehr genügend Kraft haben, den eingeatmeten Sauerstoff optimal aufzunehmen und auch nicht genügend Kraft haben, die Luft wieder kraftvoll und vollständig auszustoßen. Das führt natürlich zu einem Defizit an Sauerstoff und viele Organe wie Gehirn, Leber, Herz und Nieren können nicht mehr genügend arbeiten. Der Patient wird im ganzen gesehen schwächer und leistungseingeschränkt.
Was ist nun zu tun, wenn dieser Zustand schon manifestiert ist? Sehr gut ist hier die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne. Der Patient sollte hiernach nicht mehr als täglich 2 bis 3 Stunden Sauerstoff in Ruhe einatmen. Eine solche Kur sollte mindestens 2 bis 3 Wochen durchgeführt werden. In dieser Zeit „lernt“ die Lunge wieder, besser den Sauerstoff zu verwerten. Dieser Effekt hält meist lange an, so dass diese Kur nicht allzu oft wiederholt werden muss. Weiterhin haben die Arzneimittelhersteller inzwischen gute Heilmittel entwickelt, welche den Sauerstoff im Körper, d. h. in den Zellen wieder besser wirken lassen.
Oft ist es auch so, dass gerade beim älteren Menschen das Knochengerüst starrer wird. Besonders der Rippenkomplex wird auch davon betroffen. Bei jedem Atemzug weitet sich ja der Brustkorb und zieht sich wieder zusammen. Ist der Brustkorb jedoch starrer geworden, so ist eben der Atemvorgang gestört und das Volumen der Luftmenge sinkt aus diesem Grund. In diesem Zustand ist eine gezielte Atemübungstherapie sehr wichtig. Der ältere Mensch lernt so wenigstens, das verbliebene Lungenvolumen zu erhalten, so dass sich dieser Zustand nicht verschlimmert. In dieser Phase ist eine Mineralstoffzuteilung sehr wichtig, damit die Knochen (Rippenknochen) ihre Elastizität behalten und nicht noch mehr erstarren.
Oft tritt gerade auch bei älteren Männern der Zustand auf, dass gerade am Morgen ein starker Hustenreiz auftritt und der Patient nicht eher Ruhe hat, bis er große Mengen Schleim abgehustet hat. Im Laufe des Tages hat er dann verhältnismäßig Ruhe.
Dieses ist ein Zeichen von Bronchieektasien. Was sind nun Bronchieektasien? Es sind Ausbuchtungen der Bronchien, so ähnlich wie Ausbuchtungen in den Venen (Krampfadern).
Die Gewebe werden im Alter unelastisch und weich. In den Venen staut sich dann das Blut und genauso in den Ausbuchtungen der Bronchien das entsprechende Sekret. Morgens muss es dann heraus und man hustet und hustet bis man davon befreit ist.
Dieses ist eigentlich keine Entzündung und heilende Maßnahmen nützen nicht oder nicht viel. In diesen Fällen gibt es sekretlösende Mittel, welche man jedoch nicht am Abend, sondern sinnvoller Weise erst morgens einnimmt.
Hat ein Patient jedoch immer Hustenreiz und Schwächegefühl und hustet er weißes bis rötliches Sekret aus, so könnte auch ein Bronchialkrebs vorliegen. Leider entdeckt man diese schwere Erkrankung oft erst sehr spät. Auch die modernsten Untersuchungsmethoden wie Computertomographie und ähnliche zeigen eine Geschwulst erst an, wenn sie schon mindestens ? cm groß ist. Auch die Bronchyoskopie zeigt nur den oberen Bronchialabschnitt. Bis in die feinen Verästelungen des Bronchus kann man nicht hineinsehen.
Sollte ein Lungenkrebs vorliegen, muss man sich über folgendes im Klaren sein:
1. Lungenkrebs ist meist ein Plattenepithelkrebs, welcher kaum von einer Chemo- und Strahlentherapie beeinflusst wird. 2. Lungenkrebs bzw. Bronchialkrebs kann oft wegen seiner Lage nicht operiert werden!
So da steht man nun! In diesem Fall muss der Patient entscheiden, ob er den Krebs wuchern lässt und ihn konservativ behandelt und mit diesem Krebs lebt, wie andere Patienten mit Nierensteinen oder einer Herzschwäche leben oder aber ob er therapieren will mit einer Chemo- oder Strahlentherapie oder gar einer Operation.
Es hat sich gezeigt, dass man mit Lungenkrebs noch lange leben kann. Andererseits hat sich aber auch gezeigt, dass totz vielseitiger, harter Therapien die Lebenserwartung nicht wesentlich steigt, die Lebensqualität jedoch sehr stark abfällt. Die Entscheidung muss jeder Patient daher selbst fällen. Diese Entscheidung kann ihm niemand abnehmen.
Ich persönlich würde mein Immunsystem behutsam mobilisieren und meine Lebensweise diesen Umständen anpassen. Ich weiß ja schließlich, was meine eigene Abwehr geleistet hat und noch leisten kann. Damit Sie das nachvollziehen können, werde ich etwas zu diesem Thema sagen und auch Sie werden dann bei einer Diagnose „Krebs“ nicht mehr so verzweifelt sein.
Forts. nächste Wir mit Krebs
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