Sprache der Organe: Jeder kann Sie verstehen, Teil 4
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Herz und Kreislauf Es verhält sich mit dem Herzen jedes Menschen wie mit einem Auto. An einem Auto gibt es Teile, die viel beansprucht werden und Teile, die fast ein Autoleben lang keiner Wartung bedürfen. Manche Teile jedoch verbrauchen sich schnell oder benötigen eine besonders gute Pflege wie z. B. der Motor. So ist es auch bei unserem Herzen.
Allein die Tatsache, dass ein Auto nur auf eine durchschnittliche Laufzeit unter zehn Jahren hoffen kann, während unser Herz durchschnittlich die mehrfache Lebensdauer erreicht, sollte erwarten lassen, dass wir unserer Gesundheit auch den mehrfachen Aufwand zukommen lassen, den wir einem Auto zugestehen.
Das Herz und seine Herzkranzgefäße können verschiedene Funktionsstörungen und Erkrankungen haben. Die Herzkranzgefäße z. B. ernähren den Herzmuskel. Haben sie Schwächen, so verengen sie sich. Der Herzmuskel wird dann unzureichend ernährt und es kommt zur Angina Pectoris, d. h. zu zeitweiliger Herzkranzgefäßverengung oder sogar zu einem Herzinfarkt. Wie erkenne ich nun, ob ich einen Herzmuskelschaden oder eine Herzkranzgefäßverengung habe?
Der Herzmuskelschaden schmerzt nicht! Man muß aber zusätzlich noch unterscheiden zwischen einer Rechtsherzschwäche d. h. Rechtsherzinsuffizienz und einer Linksherzschwäche d. h. Linksherzinsuffizienz. Das rechte Herz, d. h. die rechte Herzseite ist von Natur aus schwächer ausgebildet, da die rechte Herzhälfte nur den viel kleineren Lungenkreislauf mit Blut zu versorgen hat. Die linke Herzhälfte ist dickwandiger und von Natur aus stärker, da sie den größeren Körperkreislauf vom Kopf bis zu den Füßen und zudem alle Organe mit Ausnahme der Lunge mit Blut zu versorgen hat. Der Mensch kann nun entweder eine Linksherzschwäche oder eine Rechtsherzschwäche oder auch eine beidseitige Herzschwäche (Insuffizienz) haben.
Wie macht sich nun das Herz bemerkbar, wie macht es uns auf seine spezielle Hilfsbedürftigkeit aufmerksam?
Zuerst einmal ist der Mensch kurzatmig bei Belastungen. Treppensteigen, Bergwandern und schwerere Arbeit fallen ihm schwer und er muß „pusten“. Zweitens läßt der Patient in der Nacht mehr Wasser als am Tag. Drittens bilden sich oft beidseitig an den Fußknöcheln und oft an den Wadenbeinen hoch Wasseransammlungen. Bildet sich nur an einem Bein Wasser, so ist meist eine Venenschwäche vorhanden!
Viertens hat man manchmal das Gefühl, das Herz stolpert ein wenig oder es schlägt zu schnell.
Bemerkt man diese Symptome an sich selbst, so sollte man dem Herzen eine kleine Hilfestellung geben. Das geht sehr gut mit Weißdorntee oder weißdornhaltigen Präparaten. Weißdorn ist ungiftig und kann mit gutem Gewissen eingenommen werden. In kurzer Zeit bessern sich die Beschwerden und gehen zurück! Bleiben die Beschwerden, so sollte man zu einem Naturarzt oder Heilpraktiker gehen, der dann stärkere Heilpflanzen ansetzt. Diese müssen aber genau dosiert werden und das kann der Patient nicht alleine.
Wichtig ist, dass man nicht sofort ein Digitalis-Präparat nimmt. Damit muss man warten, bis man älter ist. Weißdorn hat die Eigenschaft, dass das Herz wieder aufgebaut wird und somit mit der Zeit wieder belastbarer wird. Viele andere Herzmittel stimulieren nur das Herz. Es ist so, als ob man einen müden Gaul immer wieder mit der Peitsche kitzelt, ihm aber kein gutes Futter zur Kräftigung anbietet.
Nun möchte ich die Herzkranzgefäße erklären.
Deren Symptome sind anders und man behandelt sie auch anders.
Gestörte Herzkranzgefäßfunktionen melden sich so:
Bei Belastung, Aufregung usw. hat der Patient vorne in der Brust ein Druck- oder Bandgefühl. Oft steigert sich dieses bis hin zum Krampfschmerz und der Patient kann nur schwer atmen und hat Angst! Früher sagte man dazu „Herzkrampf“. Und dieses Wort ist auch heute noch zutreffend. Unter „Angina pectoris“ kann sich so mancher nichts vorstellen. Man sollte sich aber vorstellen könne, was da innen passiert! Es ist so, dass sich die Gefäße um das Herz zusammenziehen. Es bekommt dann der schwer arbeitende Herzmuskel keinen Sauerstoff oder weniger Sauerstoff und er schreit auf vor Schmerz und Not!
Dieser Schmerz kann vorne in der Brust, hinten im Rücken, in den Armen bis hin zum kleinen Finger auftreten. Er steigt auch in den Kiefer und Nacken hoch oder man hat Magenschmerzen! Oft ist dem Patienten übel und er muss schnell zur Toilette! Treten diese Symptome auf, so benötige ich nicht ein stärkendes Mittel wie z.B. Weißdorn, sondern ein entkrampfendes Mittel! Das ist ein gravierender Unterschied!
Bei einem Herzmuskelschaden verabreicht man dagegen ein stärkendes Mittel. Das ist sehr wichtig. Wenn ich ein entkrampfendes Mittel bei einem Herzmuskelschaden einsetze, dann schwäche ich ja den Herzmuskel mehr! Diesen Unterschied muss der Patient kennen und begreifen um die Sprache des Herzens zu verstehen und ihm gezielt und richtig zu helfen.
Zum weiteren Verständnis möchte ich erklären, dass auf jedem Medikament gegen Angina pectoris oder Herzkranzgefäßverengung zu lesen steht: Verstärkung einer Herzinsuffizienz! Das heißt im Klartext: Jedes Mittel gegen Angina pectoris schwächt das Herz! Denn wenn ich die Herzkranzgefäße entkrampfe, dann entkrampfe ich auch den Herzmuskel und damit schwäche ich ihn.
Bitte achten Sie sehr genau auf diesen Unterschied. Bei einer Herzmuskelschwäche muss der Patient sein Herz stärken. Bei einer Herzkranzgefäßschwäche muss der Patient entkrampfen. Merkt man nun die Symptome einer Herzkranzgefäßverengung, so gibt es sehr viele Medikamente, die zwar entkrampfen aber nicht schwächen. So z. B. als Heilmittel Cactus oder Kalium oder Magnesium. Hier nochmals die Symptome der Herzmuskelschwäche und vergleichbar der Herzkranzgefäßschwäche auf einen Blick.
Herzmuskelschwäche Muss man stärken und die Symptome sind:
- Müdigkeit (typisch) - Schlaflosigkeit - Oedeme, d. h. Anschwellen an den Fußknöcheln und am Schienbein hoch und an den Händen - Luftnot - tagsüber wenig Urin - nachts mehr Urin - Herzklopfen bei geringer Anstrengung
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Herzkranzgefäßschwäche muss man entspannen und die Symptome sind:
- Druck oder Schmerz im oder hinter dem Brustbein - Ausstrahlung in den Arm und Kiefer - Atemnot - Angstgefühl (typisch) - sehr oft Drang zur Toilette und Übelkeit!
In Zusammenhang mit Herz- und Kreislaufbeschwerden hört man häufig den Begriff - Durchblutungsstörungen. Mal sind es Durchblutungsstörungen des Auges, mal des Gehirns, ein andermal der Beine usw. Was sind nun Durchblutungsstörungen?
Wenn man älter wird, nimmt naturgemäß die Muskelkraft ab. Die Gewebe werden schlaffer. Dazu kommen Ablagerungen in den Gefäßen, z. B. weil der Leberstoffwechsel gestört ist. Es gibt viele weitere Ursachen von Durchblutungsstörungen. Zu viel Nikotin verengt die Gefäße. Daneben können Koppelungen von verengten Gefäßen und Ablagerungen auftreten und die Erkrankungen beschleunigen. Dann wird es meistens für den Patienten sehr unangenehm und oft tragisch.
Ich will nun zunächst einmal erklären, was Gefäße sind. Wir haben Arterien, die das Blut vom Herzen kommend aufnehmen und bis in die feinsten Zweige des Körpers führen. In den Kopf, die Augen, zu den Händen und Füssen. Aber auch in alle Organe, denn jedes Organ benötigt ca. 60 - 70 mal in der Minute frischen Sauerstoff.
Zum Herzen zurück führen die Venen. Sie haben schlaffere Wände, weil der Druck des zurückfließenden venösen Blutes naturgemäß geringer ist als der Druck des vom Herzen ausgehenden arteriellen Blutes.
Durchblutungsstörungen können nun sowohl Arterien wie auch Venen befallen. Je nachdem, ob Arterien oder Venen befallen sind muss ich verschiedene Methoden anwenden, um die so unangenehmen Erscheinungen zu mildern.
Wie erkennt man nun, ob arterielle oder venöse Durchblutungsstörungen vorliegen? Fangen wir mit den Beinen und Füssen an, wo wir es am häufigsten unangenehm und schmerzhaft bemerken. Wenn man spazieren geht und plötzlich treten starke Schmerzen auf, die den Patienten zum Stehenbleiben zwingen, so handelt es sich um arterielle Durchblutungsstörun-gen. Legt man die Beine hoch und hat dann oft Schmerzen und Krämpfe, besonders auch in der Nacht, so handelt es sich ebenfalls um arterielle Durchblutungsstörungen.
Sind die Füsse und Hände auffällig oft weiß und kalt, deutet das ebenfalls auf arterielle Störungen hin. Auch wenn die Nasenspitze häufig kalt ist, liegt eine Durchblutungsstörung vor. Es gibt nun viele Heilmittel, die die Durchblutung fördern können. Sie setzen in der Regel den Gefäßtonus, d. h. die Gefäßspannung herab.
Gleichzeitig setzen sie aber auch die Muskelkraft und damit zwangsläufig auch die Herzleistung herab, denn man kann Heilmittel nicht nur zu den Gefäßen senden. Auf dem Blutweg werden die Wirkstoffe gleichzeitig natürlich auch an andere Gewebe herangeführt. Das ergibt dann die sogenannten Nebenwirkungen. Man hat sich schon so an den Satz gewöhnt: „Was hilft, muss Nebenwirkungen haben“, dass diese Unweisheit bei zu vielen Menschen schon als unausweichliche Tatsache hingenommen wird.
Richtig dosiert und gut eingesetzt helfen Heilmittel aber ohne Nebenwirkungen. Kritisch sei gefragt, ob etwa Nebenwirkungen heutzutage in Kauf genommen werden; denn wenn Heilung erfolgt ohne andere Schäden, ist der Patient tatsächlich für eine Weile gesund und benötigt keine Hilfe. So soll es ja auch sein, oder?
Was kann man nun bei arteriellen Durchblutungsstörungen noch tun? Zuerst muss man ein Heilmittel einnehmen, das die Durchblutung natürlich fördert. Das können Tees, geeignete Tropfen oder auch bestimmte Mineralien sein, welche entkrampfend wirken. Weiterhin nimmt der Patient jeden Abend ein heißes Fussbad, welches aber unter dem Fussknöchel enden sollte. Aber jeden Abend! Denn nur die Regelmäßigkeit bringt Heilung!
Hat man jedoch venöse Durchblutungsstörungen, so darf man z. B. keinesfalls ein heißes Fussbad nehmen, sondern man muss die Beine und Füsse kalt abbrausen, um die erschlafften Venen zu straffen. Auch Venenbeschwerden, Venenentzündungen und Thrombosen sind oft sehr schmerzhaft. Man erkennt eine Venenbelastung bzw. Entzündung wie gesagt daran, dass die Schmerzen, Spannungen oder auch Fussknöchelschwellungen beim Hochlagern des Beines besser werden. Also entgegengesetzt zur arteriellen Druchblutungsstörung.
Bei der arteriellen Durchblutungsstörung muss der Patient wie wir eben festgestellt haben, die Gefäße lokkern, damit das Blut wieder besser durchfließen kann. Bei der venösen Stauung muss ich versuchen zu entstauen und gleichzeitig zu straffen.
Wenn der Patient in der Lage ist sich selbst zu diagnostizieren, d. h. festzustellen, welche Art Gefäße bei ihm Hilfe brauchen, so kann er seinen Therapeuten und Behandler schon beim ersten Besuch darauf hinweisen. Therapeut und Patient sollen ja zusammenarbeiten; denn es steht niemandem zu, einem anderen Vorschriften zu machen, die dieser blindlings und ohne diese zu verstehen zu befolgen hat. Damit wäre niemandem gedient, und in erster Linie dem Patienten nicht.
Verstehen die Patienten diese im Grunde sehr logischen Zusammenhänge, so trägt dies wesentlich zu ihrer Besserung und Heilung bei, weil sie gezielt und mit ihrem eigenen Verstand mitarbeiten. Niemand führt schließlich gerne Anweisungen aus, die er nicht versteht.
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