Sprache der Organe: Jeder kann sie verstehen, Teil 2
|
3. Nieren und Blase Ich wende mich nun einem anderen Organ zu - einem sehr wichtigen Organ - , das von der Natur paarig angelegt wurde. Ich spreche von unseren Nieren. Absichtlich habe ich die Leber und die Nieren an den Anfang dieses Berichts gestellt, weil gerade diese Organe für den Stoffwechsel und die Ausscheidung d. h. für die Entgiftung des Körpers extrem wichtig sind. Für beide Organe stehen nur grobe Untersuchungsmethoden zur Verfügung, wie z. B. Röntgen, Ultraschall, Laborbestimmungen usw. Ich möchte Ihnen nun erklären, warum viele Mediziner diese Untersuchungen ebenso als grob und unzureichend empfinden.
Unser Körper besteht aus verschiedensten Gewebearten. Amputiere ich z. B. ein Bein oder einen Arm oder eine Brust, so lebt der Mensch weiter. Entferne ich dagegen beide Nieren oder die Leber ersatzlos, so stirbt der Mensch innerhalb kürzester Zeit. Nur mittels komplizierter Apparate kann man für einige Zeit die vielfältigen Funktionen des Leber- und Nierengewebes aufrecht erhalten. Normalerweise spielen sich diese Funktionen in den Zellen des Leber- und Nierengewebes ab.
Kein Gerät kann dieses Geschehen in allen Einzelheiten aufzeigen. Teilweise haben wir zwar Laborparameter, welche ungefähre Normwerte angeben. Aber diese Normwerte sind für jeden Menschen verschieden. So wie es Menschen mit „dickem Fell“ gibt, die auch Kränkung und Ärger gut tolerieren und verarbeiten, so gibt es ebenso oft sensible, empfindliche Menschen, welche alles viel schwerer nehmen. Dementsprechend entwickeln und verändern sich aber auch unsere Organe. Ein Mensch hat z. B. Nieren, die vieles tolerieren. Ein anderer Mensch hat Nieren, die nur etwa die Hälfte dessen tolerieren oder noch weniger im Vergleich zum Erstgenannten.
Einige Menschen haben schon von der Anlage bzw. der Erbmasse her schwächere Organe. So wie es Menschen mit guten oder schlechteren Augen gibt, schon von Geburt an. Es gibt Familien, da dominieren entweder Herzerkrankungen, Lebererkrankungen, Rheumaerkrankungen usw. und diese Anlagen werden vielfach genauso vererbt wie etwa braune oder blaue Augen oder blonde oder schwarze Haare.
Weil viele Menschen aufgrund der Umwelteinflüsse heute fast alle erhöhte Ausscheidungswerte d. h. Nierenwerte haben, sind diese Laborparameter mehrfach in den letzten Jahren heraufgesetzt worden. So war der Oberwert der Harnsäure z. B. lange Zeit etwa 4,5. Heute ist dieser Wert auf 6,0 oder noch höher heraufgesetzt worden. Aber gerade bei Frauen sollte dieser Wert niemals höher als 4,5 sein.
Klagt nun ein Patient schon längere Zeit über rheumatische Beschwerden, Gicht usw., so untersucht man ihn, hört ihn ab, nimmt Blut ab und anderes mehr. Anschließend sagt man ihm aber aufgrund der höher angesetzten Blutwerte, dass seine Werte durchaus in der „Norm“ seien, und er also keine Beschwerden haben könne. Hat er aber weiter Beschwerden so wird er von Facharzt zu Facharzt überwiesen und später auch noch zum Psychologen. Denn Schmerzen könnten ja auch „psychischer“ Natur sein!
Hauptursache der zunehmenden Nierenbeschwerden und des Nierenversagens sind in vielen Fällen z. B. Lebensmittelzusätze und sogar viele Medikamente selbst. Viele Medikamente beinhalten den Hinweis, dass eingeschränkte Nierenfunktion ein Symptom sei, dass die Einnahme dieses oder jenes Mittels einschränke oder sogar unmöglich mache! Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch ein im „New Scientist“ veröffentlichtes („ziemlich knapp gefaßtes Lexikon wissenschaftlicher Begriffe“), das unserer Welt angepaßte alternative Definitionen anbietet. Dort ist u. a. unter dem Begriff „Chemikalien“ nachzulesen: „Chemikalien“ - Schädliche Substanzen zur Herstellung moderner Lebensmittel!
Dem gibt es einfach nichts mehr hinzuzusetzen.
Aber nun zur Organsprache der Nieren!
Rückenschmerzen (auch im Lendenwirbelbereich ) Sie können selbst prüfen, ob die Rückenschmerzen von einer defekten Bandscheibe herrühren oder ob die Nieren um Hilfe rufen. Sind nämlich die Rückenschmerzen in der Nacht heftiger als am Tag, kann der Patient nicht gut im Bett liegen und sich kaum herumdrehen, dann sind diese Schmerzen oft der Wirbelsäule zuzuordnen oder einem auftretenden Muskelhartspann. Außerdem kann der Patient bei Wirbelsäulenbeschwerden schlecht auf den Zehen stehen und auf den Fersen laufen, d. h., wenn man sich auf die Zehenspitzen stellt und wippt oder auf den Hacken kurz zu gehen versucht, macht dies große Beschwerden.
Haben die Patienten aber im Bett weniger Rückenschmerzen und evtl. gar keine Schmerzen in der Liegephase und die Schmerzen vermehren sich wiederum am Tage bei der Belastung, so sind diese Schmerzen sehr, sehr oft auf die Nieren zurückzuführen.
Auch wenn die Röntgenaufnahme zeigt, dass man defekte Wirbel hat! Ab 30 oder 40 Jahren hat eigentlich jeder Mensch irgend etwas an der Wirbelsäule, was sich auch röntgenologisch beweisen läßt. Nicht beweisen läßt sich, ob die Schmerzen wirklich daher kommen. Genauso ist es mit Rheumaschmerzen. Viele Menschen leiden heute unter Rheuma. Rheuma bekommt man oft, wenn die Nieren nicht richtig arbeiten. Man kann dann zwar Nierengänge und Nierenableitungen mit Hilfe von Kontrastmitteln röntgen, d. h. sichtbar machen, das Gewebe der Nieren, in dessen Zellen sich die eigentlichen Nierenfunktionen abspielen, kann man nicht sichtbar machen. Weiterhin kann man das Arbeiten dieser Zellen nicht sichtbar machen.
Eine Migräne z. B. kann man auch nicht sehen, die fühlt der Patient nur!
Im Erkrankungsfall muß zuerst danach getrachtet werden, alle Medikamente, welche nierenschädigend sind und das sind fast alle Rheumamittel in sehr hohem Grad, abzusetzen!
Die Nieren, die um Hilfe rufen, sind mit Heilmitteln zu entlasten und zu stärken. Auf keinen Fall darf man die Nierentätigkeit sofort hart anregen. Erst müssen sich die Nieren erholen. Einen müden Menschen läßt man auch erst schlafen, ehe man von ihm wieder Leistung verlangt. In zumeist sehr kurzer Zeit können die Rheumaschübe gemildert und später auch zum Stehen und langsamen Zurückgehen gebracht werden. Rheuma braucht Zeit!
Es gibt gerade beim Rheuma Symptome, die zu beachten wichtig sind! Es sind folgende:
Mancher Rheumatiker hat tagsüber mehr Schmerzen und manche Patienten in der Nacht mehr Beschwerden. Viele Patienten haben Tag und Nacht Beschwerden. Diese drei Erscheinungsformen müssen genau unterschieden werden. Das ist auch eine Sprache!!
Der Rheumatiker der tagsüber und bei Bewegung mehr Schmerzen hat, als der in Ruhe mehr Beschwerden Habende, bekommt ganz andere Heilmittel, und der Patient, der Tag und Nacht keine Ruhe hat, wird wiederum anders behandelt.
Weitere Unterschiede sind zu machen in der Art der Beschwerden und diese erfragt man gezielt vom Patienten, der genaue Angaben macht und sehr froh ist, einmal darüber reden zu können! Man fragt u. a. ob die Schmerzen mehr in den Gelenken, Muskeln oder bei Bewegung auftreten. Auch die Schulmedizin spricht ja von Muskel-, Nerven- und Gelenkrheuma! Jeder dieser unterschiedlichen Patientengruppen gibt man ganz verschiedene Heilmittel, und das ist ja eigentlich auch sehr logisch! Alle diese Heilmittel sind nicht nierenschädigend, sondern außerdem Nieren entlastend!
Es gibt sogar ein nierenbedingtes Herzrheuma, Nervenrheuma, Kopfrheuma usw. Viele Schmerzzustände werden oft fälschlich dem Organ zugeordnet, wo sie auftreten. Viele Kopfschmerzen und Migränen sind oft rheumatoide Schmerzzustände. Gibt man diesen Patienten eines der klassischen Rheumamittel aus der Homöopathie oder Phytotherapie (Pflanzenkunde), so hat der Patient zumeist nach sehr kurzer Zeit Erleichterung.
Natürlich kommt es hin und wieder zu mehr Schmerzen, das ist normal. Wenn man ein schwaches Organ hat, so muckt es oft auf. Wenn der Patient jedoch gelernt hat, mit diesem Muckern fertig zu werden, so schafft er das sehr leicht, indem er an "guten Tagen" nur sehr wenig oder kein Heilmittel zu sich nimmt, aber an den Tagen, an denen er vermehrt Schmerzen hat eben die Dosierung der zu ihm passenden Heilmittel erhöht.
Medikamente und Heilmittel langandauernd einzunehmen in gleicher Menge ist ein Kardinalfehler. Man paßt die Medikamentation vielmehr den jeweiligen Zuständen an. In der heutigen Zeit, wo so viel über Kostendämpfung gesprochen wird und zu Recht darüber gesprochen wird, können gerade die Patienten selbst einen entscheidenen Beitrag zur Kostendämpfung durch gezielten Medikamenteneinsatz leisten, ohne ihre Gesundheit dabei aufs Spiel zu setzen.
|
|
Der Blutdruck Messen Sie Ihren Blutdruck öfter - egal ob beim Arzt, Heilpraktiker, in der Apotheke oder selbst zu Hause. Oft hat man plötzlich hohen Blutdruck, obwohl man keinerlei Unwohlsein bemerkt. Wieder kann man den Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch) zu Hilfe nehmen. Dort steht unter Hypertonie = hoher Blutdruck: Renaler Hochdruck; Renes d. h. von den Nieren kommend, sowie Kardinaler Hochdruck; d. h. vom Herzen kommend. Es steht weiter ausgedruckt: „weißer Hochdruck“ und „roter Hochdruck“. Das bedeutet entweder blasses oder rotes, gut durchblutetes Gesicht. Bei dem „roten Hochdruck“ hat man oft Herzklopfen, Ohrensausen oder Schwindel. Bei dem „weißen Hochdruck“ gleich Nierenhochdruck spürt man oft gar nichts, noch nicht einmal Rückenschmerzen. Gerade deshalb ist dieser unauffällige Nierenhochdruck so gefährlich.
Eine weitere Eigenart hat der Nierenhochdruck. Oft ist der Blutdruck an beiden Armen gemessen verschieden hoch, genau entsprechend der Nierenseite welche entzündet oder überlastet ist. Vergleichbar ist bei einem Schnupfen ja auch das eine oder andere Nasenloch verstopft und man muß die Atemluft fester einziehen. Genauso ist es mit den Nieren!
Ist eine Niere oder sind gar beide überlastet oder „verstopft“, so muß der Blutdruck vom Körper angehoben werden, damit die Nieren durchblutet werden und somit die Entgiftung über die Nieren weiterhin funktioniert. Dass hierbei das Herz Schwerstarbeit leistet, ist ja wohl klar und sehr oft folgen einer überlasteten Niere oder einem versteckten Nierenleiden, das sich oft jeder modernen Diagnostik entzieht, schwere Herzbeschwerden, die dann natürlich heute nur noch „für sich“ behandelt werden.
Behandle ich nur das Symptom „hoher Blutdruck“, ohne zu differenzieren warum der Blutdruck erhöht ist, begehe ich einen schwerwiegenden Fehler. Denn dann fällt man z. B. mit Blutdruckhemmern, sogenannten Betablockern dem sowieso schwer arbeitenden Herzen in die Zügel und hemmt und schwächt es noch mehr.
Sie sollten einmal darauf achten, was auf den sogenannten Beipackzetteln der Blutdruckhemmer - sprich Betablocker - steht. Es steht immer als Nebenwirkung oder Begleitsymptom darauf: „Verstärkung einer Herzinsuffizienz“ = Herzschwäche. Auf guten Heilmitteln gegen Nierenkrankheiten steht aber auch sehr oft als Nebenwirkung „Senkung des Bluthochdrucks“. Warum wohl?
Oedeme Häufig stehen Patienten morgens auf und haben geschwollene Augenlider oder ein geschwollenes Gesicht. Man sieht eben verquollen aus. Weiterhin haben die Patienten dann oft morgens steife und leicht geschwollene Hände, und manchmal paßt der Ring nicht mehr. Das ist ein sehr starkes Indiz für eine Nierenschwäche! Noch nicht Krankheit, aber schon Schwäche! Diese kann wiederum nicht durch Labor-, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen festgestellt werden.
Eine Nierenschwäche läßt sich eben nicht durch eine Untersuchung mit Apparaten eingrenzen. Auch in diesem Zusammenhang sei an die in der chinesischen Medizin bekannten 84000 Funktionsstörungen erinnert, da diese Phänomene nicht zu den 484 bekannten Krankheiten gehören.
Im sogenannten Abendland kennt man ja nur „Organschäden“, während man im Morgenland, d. h. auch in China den „Funktionen der Organe“ und deren Zusammenwirken in Systemen weit mehr Bedeutung als bei uns zumißt.
Das Organ Niere spricht wie gesagt zu Ihnen, d. h. zum Patienten zuerst durch Symptome und dies in einer sehr deutlichen Sprache. Man muß sie nur lernen und verstehen, wie man eine Fremdsprache auch erst lernen muß. Das ist nichts Besonderes und steht nicht nur dem Arzt zu. Der Arzt versteht auch nicht die Sprache des Ingenieurs oder des Kaufmanns, es sei denn er hat sie erlernt. Ein Autoschlosser oder ein Elektriker versteht eben auch sein Handwerk. Und auch ich muß, wenn ich etwas davon verstehen will, dazulernen. Das ist keine Kunst und nichts Besonderes!
Jeder Mensch sollte möglichst viel von seinem Körper verstehen, denn dieser Körper funktioniert, damit das „Ich“ lebt, denkt, arbeitet, liebt - eben da ist! Wenn ich die Sprache der Organe erst einmal verstehen gelernt habe, kann ich mein Handeln danach ausrichten und nötigenfalls Hilfe suchen, wenn die Organe gestört oder gar krank sind. In der Regel kann ich hierdurch insbesondere größere Schäden durch eine frühzeitige Diagnose völlig vermeiden.
Häufig frage ich mich, warum in letzter Zeit so viele Menschen willenlos ihren Körper und oft auch ihren Verstand bedenken- und willenlos, ja fast blindlings anderen Menschen überlassen ? Schließlich wähle und kaufe ich doch auch meine Kleidung und Nahrung selbst und bestimme selbst wieviel Geld oder Zeit ich darauf verwende.
Wie zu jeder Zeit gibt es derzeit sehr gute, gute und schlechte Therapeuten. Das ist in jedem Berufsstand so und wir müssen lernen, wann ich mich an wen wenden muß. Das ist nicht allzu schwer.
Habe ich eine Infektion der Blase und Niere, so muß ich in schweren Fällen eventuell Antibiotika einnehmen. Bei einer Nierenschwäche nützt das nichts. Eine Infektion äußert sich z. B. durch brennende Schmerzen beim Wasserlassen, manchmal Fieber und Unwohlsein. Auch in diesen Fällen helfen gezielt Wärme, Ruhe, Tee und Heilmittel! Und erst wenn sich eine derartige Infektion nach ein bis zwei Tagen verschlimmert, anstatt sich zu bessern, spürt man das rechtzeitig selber. Dann muß man, wenn festgestellt wird, dass es eine bakterielle Entzündung ist, auf Antibiotika zurückgreifen. Aber niemals sofort und ohne eine entsprechende Untersuchung! Man könnte ja z. B. eine Virusinfektion haben und bei einer Virusinfektion ein Antibiotikum zu nehmen bewirkt eine sofortige Verschlechterung der Krankheit.
Ein Antibiotikum spricht wie gesagt nur auf eine bakterielle Entzündung an, niemals auf einen viralen Infekt. Jede Blasenspiegelung, die dann häufig angeordnet wird, ist nicht ungefährlich. Oft werden dabei resistente Bakterien, die nicht mehr auf Antibiotika ansprechen, übertragen und der Patient hat dann nur noch seine eigene Körperabwehr, um damit fertig zu werden. Auch die eingesetzten Kontrastmittel, die über die Venen eingeleitet werden, um die Nieren röntgen zu können, sind nicht ungefährlich. Es kann dabei sehr leicht zum anaphylaktischen Schock kommen und der Patient braucht dann sofortige Hilfe.
Fazit:
Eingeschränkte Nierenfunktionen schmerzen oft nicht!
Sie machen sich wie folgt bemerkbar:
– Ein aufgedunsenes Gesicht besonders am Morgen und die Hände sind steif und unbeweglicher und angeschwollen, so dass morgens der Ring oft zu eng ist.
– Ein erhöhter Blutdruck bei blassem Gesicht! Der untere Wert des Blutdruckes liegt deutlich bei 90 und darüber. Ist der untere Wert, die Dastole 90 und darüber, so ist das fast sicher ein Stauungshochdruck durch Nierenbelastung oder Nierenkrankheit bedingt.
– Rückenschmerzen, jedoch am Tag und bei Belastung verstärkt, in der Nacht abklingend!
– Oft sehr heller Urin! Normalerweise sollte Urin gut gelb gefärbt sein und auch riechen, denn er ist ja ein Ausscheidungsprodukt! Heller Urin enthält sehr wenig Harnsäure und Harnstoffe und deutet somit auf eine Nierenschwäche hin.
– Kopfschmerzen und Migräne.
– Atemnot und Völlegefühl.
Wenn eines dieser Symptome oder mehrere davon auftreten, ist es ratsam, 4-6 Wochen lang eine leichten Nierentee zu trinken. Der Nierentee muß so hell sein, dass man leicht den Boden der Tasse sehen kann. Zu dick angesetzter Nierentee reizt die Nieren noch mehr und hat keine heilende, sondern eher eine schädliche Wirkung. Keinesfalls sollte eine Teekur 4-6 Wochen überschreiten. Dann muß man auf leichte Nierentropfen umwechseln. Nierentropfen darf man höchstens 1-2 x täglich nehmen und niemals mehr als 15-20 Tropfen. Ein Mehr belastet die Nieren sehr. Alle chronischen Krankheiten sollen ja sehr langsam auskuriert werden.
Nieren lassen sich nur bis zu 6 Wochen mit dem gleichen Medikament therapieren, dann gewöhnen sie sich an das jeweilige Präparat und es nützt nichts mehr. Darum muß man nach 6 Wochen das Präparat wechseln. Nach einem Vierteljahr hat der Patient dann das Gefühl, ich bin viel gesünder! Man wartet dann ab, bis sich die Nieren erneut melden. In der Zwischenzeit nimmt man kein Medikament.
Nach ca. 6 Wochen kann der Patient die Kur wiederholen, denn heute ist es leider so, dass die Filterorgane Nieren bis auf das Äußerste belastet sind. Noch eine Anmerkung zum Nachdenken!
Wir hatten 1978 in der Bundesrepublik etwa 1000 Patienten, die regelmäßig zur Dialyse d. h. Nierenwäsche mussten. In der Zwischenzeit sind es etwa 10 x so viel Patienten und jährlich kommen viele hundert Patienten dazu, welche nun regelmäßig an die Dialyse müssen. Dieser Tatsache gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Es werden sicher keine Dialysestationen um mehr Arbeitsplätze zu schaffen! Trotzdem steigt die Zahl des Nierenversagens steil an! Man darf einfach die Augen nicht davor verschließen, dass immer mehr Menschen auch in unserem Lebensbereich zuerst nierenschwach und dann nierenkrank werden, d. h. die Nieren versagen ganz einfach ihren Dienst. Darum ist es heute lebenswichtig, die zuerst leisen Rufe der Niere zu beachten! Auch sie ist geduldig und dankbar und nimmt die vorher genannten kleinen Dienste dankbar an und arbeitet weiter Tag und Nacht.
Wenn auch die Fachpresse stolz berichtet:
„Flächendeckend ist die Bundesrepublik Deutschland mit Dialysestationen am besten in Europa ausgestattet“.
Es sei die kritische Frage gestattet, ob wir in unserem Land wirklich soviel mehr kranke Menschen haben als in anderen Ländern Europas! Oder woran mag diese Tatsache liegen? Es ist inzwischen bekannt, dass der Medikamentenverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland so hoch ist, wie in ganz Europa zusammen! Ich bedauere wirklich die Patienten, die nun auf künstliche Nieren angewiesen sind und ein deutlich eingeschränktes Leben führen müssen. Ich frage mich aber auch, ob nicht eine derartige Fülle von Medikamenten, egal ob verschrieben oder nicht verschrieben, eine wesentliche Ursache dieser Situation ist. Langsam sehe ich jedoch auch und mit mir viele andere Menschen, dass eine derartige Last von den Krankenkassen bald nicht mehr zu tragen ist.
|
| |
|
|
|