Spagyrik - eine Therapie mit vielen Gesichtern


Hans-Josef Fritschi, Heilpraktiker

Als Therapie, deren Wurzeln in die Alchemie zurückreichen, hat die Spagyrik eine lange Tradition. Ihre Anwendung war vom Mittelalter bis hin zu Paracelsus weit verbreitet. Durch ihre Verbindung zu alchemistischem Gedankengut war sie aber zeitweise verrufen, und noch heute sehen manche in ihr - selbst in naturheilkundlichen Kreisen - eine obskure und okkulte Randerscheinung im paramedizinischen Sektor.
 
Vor diesem Hintergrund mag es erstaunen, daß spagyrische Arzneimittel in vergleichsweise breitem Umfang angeboten und verordnet werden. So mancher Therapeut dürfte selbst gar nicht wissen, daß einige seiner bewährten und häufig eingesetzten Heilmittel spagyrischen Ursprungs sind. So renommierte Pharmaunternehmen wie die Staufen-Pharma, die ISO-Arzneimittel GmbH oder die PEKANA-Naturheilmittel gehören zu den bedeutendsten Herstellern von Spagyrika. Ihre Präparate sind schon seit Jahrzehnten auf dem Markt und bei Verordnern wie Patienten gleichermaßen beliebt.
 
Grundlagen der Spagyrik
 
Das grundlegende Ziel in der Alchemie heißt Transformation. Diese Umwandlung soll aus Unedlem Edles machen. Das Bild des aus Blei Gold machenden Alchemisten prägt bis heute die Vorstellungen von dieser alten Wissenschaft. Die Spagyrik als medizinischer Zweig der Alchemie befaßt sich damit, aus natürlichen Grundmaterialien wie Pflanzen, Mineralien und Metallen, hochaktive Heilmittel zu machen. Durch ganz bestimmt pharmakologische Techniken wie z.B. Gärung, Destillation und Veraschung soll der Ausgangsstoff in eine besonders heilkräftige Arznei umgewandelt werden.
 
Dies ist der Grundgedanke der Spagyrik. Ein Problem ergibt sich aber dadurch, daß es die Spagyrik - insbesondere was die Pharmakologie angeht - so eigentlich gar nicht gibt. In dieser Hinsicht ist die Spagyrik das krasse Gegenteil zur Homöopathie. Dort gibt es klare und verbindliche Definitionen über die Herstellung homöopathischer Potenzen. Diese fehlen in der Spagyrik gänzlich, d.h. um das Ziel eines alchemistischen Pharmakons zu erreichen, kennt die Spagyrik die unterschiedlichsten Wege.
 
Ursprünge heutiger spagyrischer Arzneisysteme
 
Die Hersteller spagyrischer Arzneimittel berufen sich in der Regel auf die überlieferten Schriften von Alchemisten und Spagyrikern des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit. Meist gehen die verschiedenen Systeme auf markante Forscherpersönlichkeiten des 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zurück, welche die noch heute angewandten pharmazeutischen Techniken in eigenen Laboratorien entwickelten. Carl-Friedrich Zimpel (1801-1879), Cesare Mattei (1809-1896), Theodor Krauß -1924) und Alexander von Bernus (1880-1965) waren die wohl bedeutendsten unter ihnen.
 
Eine besondere Entwicklung nahm die Spagyrik durch die Forschungen des Philosophen und Heilpraktikers Ulrich Jürgen Heinz (geb. 1941). Er bereitete Patientenblut spagyrisch auf und verwendete es sowohl in diagnostischer wie in therapeutischer Hinsicht. Daneben entwickelten in den letzten Jahrzehnten verschiedene Spagyriker eigene Herstellungsweisen und bieten heute spagyrische Heilmittel an.
 
Standardisierung der Herstellungsvorschriften
 
In der modernen Pharmazie wird angestrebt, Methoden der Arzneimittelherstellung zu standardisieren. Das ist auch bei spagyrischen Verfahren so. Einige der spagyrischen Herstellungsmethoden sind mittlerweile ins Homöopathische Arzneibuch (HAB) aufgenommen worden und können in dieser Hinsicht als „standardisierte Verfahren" gelten. Andere spagyrische Methoden sind firmenspezifisch. Sie sind an bestimmte Hersteller und deren Produkte gebunden. Nicht immer sind diese Herstellungsvorschriften in allen Einzelheiten allgemein bekannt.
 
Die HAB-standardisierten Spagyrikverfahren
 
Das Homöopathische Arzneibuch kennt fünf unterschiedliche spagyrische Herstellungsvorschriften. Alle beziehen sich auf die Herstellung spagyrischer Arzneien aus pflanzlichen Materialien.
 
1. Spagyrik nach Zimpel
 
Dieses spagyrische Verfahren bezieht sich auf Carl-Friedrich Zimpel, der im vorigen Jahrhundert spagyrische Arzneien produzierte. Die Herstellungsmethode der Zimpel-Spagyrika nach dem HAB-Verfahren orientiert sich allerdings mehr an Techniken, die Johann Rudolf Glauber 1654 in seiner „Pharmacopoea spagyrica" beschrieb. Seit 1921 wurden die Präparate von der „Chemisch-Pharmazeutischen Fabrik, Göppingen" hergestellt, deren Tochterunternehmen Staufen-Pharma sie 1956 übernahm.
 
Das Homöopathische Arzneibuch regelt in den Vorschriften 25 und 26 die Herstellung von Präparaten der Spagyrik nach Zimpel:
 
Frische oder getrocknete Pflanzen werden zerkleinert und unter Zusatz von Wasser und Hefe zur Gärung angesetzt (Temperatur: 20 - 25°C). Ist diese abgeschlossen, wird der Gäransatz einer Wasserdampfdestillation unterzogen. Der Destillationsrückstand wird getrocknet und bei einer Temperatur von 400° C verascht. Die Asche wird dem Destillat beigegeben. Abschließend erfolgt eine Filtration.
 
Das fertige Arzneimittel trägt die offizielle Bezeichnung spagyrische Urtinktur „nach Zimpel" (kurz: spag. Zimpel). Traditionell spricht die Spagyrik hier von „spagyrischer Essenz". Diese kann zusätzlich nach homöopathischem Schema potenziert werden, gelangt aber meist unverdünnt zur Anwendung. Urtinkturen aus getrockneten Pflanzenmaterialien entsprechen der 1. Dezimalpotenz (Ø = D 1).
 
Zimpel-Spagyrika sind klare Flüssigkeiten von mitunter eigentümlich hocharomatischem Geruch. Pharmakologisch handelt es sich um Wasserdampfdestillate, in denen die wasserlöslichen Salze aus der Pflanzenasche enthalten sind. Toxische Substanzen wie Alkaloide, Glykoside etc. sind in den Präparaten in der Regel nicht enthalten, weshalb auch bei Giftpflanzen eine Potenzierung aus Toxizitätsgründen nicht erforderlich ist.
 
Das Angebot an Zimpel-Spagyrika ist groß. Es umfaßt an die 500 Einzelmittel, sowie homöopathisch-spagyrische Komplexmittel und Injektionspräparate.
 
2. „Spagirik" nach Krauß
 
Dieses Verfahren wurde von Theodor Krauß zusammen mit dem Apotheker Johannes Sonntag nach dem ersten Weltkrieg gegründet und „Spagirik" genannt. Es nimmt Bezug auf die sogenannte „Elektohomöopathie", die der Italiener Cesare Mattei im 19. Jahrhundert begründete. Die Präparate der „Spagirik" nach Krauß werden noch heute von der ISO-Arzneimittel GmbH hergestellt.
 
Im HAB geben die Vorschriften 27-30 Auskunft über die Herstellung der Arzneimittel nach Krauß:
 
Frische oder getrocknete Pflanzen werden zerkleinert und unter Zusatz von Wasser, Hefe und Zucker zur Gärung angesetzt (Temperatur: 35°C). Ist diese abgeschlossen, wird der Ansatz abgepreßt. Es folgt eine alkoholische Extraktion des Rückstandes (Perkolation). Abgepreßter Gäransatz (Plasmolysat) und alkoholischer Extrakt (Perkolat) werden getrennt auf D 2 potenziert und zur „spagirischen Urtinktur nach Krauß" (kurz: spag. Krauß) zusammengefügt. Abschließend erfolgt eine Weiterpotenzierung nach homöopathischem Schema bis zur therapeutisch eingesetzten Potenzstufe (gewöhnlich D 4).
 
Das Arzneisystem der „Spagirik" nach Krauß wird als ISO-Komplex-Heilweise (IKH) bezeichnet. Bei den Präparaten handelt es sich hauptsächlich um komplexe Mittel in Globuliform. Daneben gibt es einige Liquida, Ampullenpräparate und Salben. Zudem werden außerhalb der IKH-Mittelreihe einige weitere Fertigpräparate laut HAB-Vorschrift hergestellt. Da die Produkte grundsätzlich bis mindestens D 4 potenziert sind, ist die Toxizität der Mittel gering.
 
3. Spagyrik nach Heinz*
 
Ulrich Jürgen Heinz entwickelte in den achtziger Jahren ein eigenes spagyrisches System, das laufend weiterentwickelt wird und sich derzeit in seiner neuesten Form „Cluster-Medizin" nennt. Heinz ließ ein eigenes Herstellungsverfahren ins Homöopathische Arzneibuch aufnehmen, das die Produktion von Spagyrika aus pflanzlichem Material beinhaltet (Vorschrift 31):
 
Frische Pflanzen oder Pflanzenteile werden zerkleinert und unter ....... Wasser- und Hefezusatz zur Gärung angesetzt (Temperatur: 18° C). Ist diese abgeschlossen, wird der Gäransatz einer Wasserdampfdestillation unter einem Druck von 3,2 bar unterzogen. Der Destillationsrückstand wird getrocknet und bei 700° C verascht. Die Asche wird dem Destillat beigefügt. Die Mischung aus Destillat und Asche wird unter Normaldruck destilliert. Der Destillationsrückstand wird getrocknet, bei über 850° C verascht und die Asche wiederum in das Destillat eingerührt. Abschließend wird filtriert. Das Filtrat wird als Urtinktur bezeichnet.
 
Nach diesem Herstellungsverfahren produzierte Arzneimittel haben innerhalb der „Heinz-Spagyrik" bzw. „Cluster-Medizin" allerdings keine zentrale Bedeutung. Wichtigstes Mittel dieses Arzneisystems ist das spagyrisch aufbereitete Patientenblut, das jeweils individuell hergestellt wird und auch zu diagnostischen Zwecken benutzt wird. Pflanzliche Spagyrika üben eher eine adjuvante Funktion im Therapiekonzept aus. Zusätzlich werden hierbei auch spagyrische Einzelmittel nach Zimpel eingesetzt.
 
*) In der Neubearbeitung des Homöopathischen Arzneibuches, an der momentan gearbeitet wird, soll dieses Verfahren nicht auf aufgeführt sein.
 
4. Spagyrik nach Pekana
 
Das Verfahren stammt von Dr. rer. nat. Peter Beyersdorff, der mit seinem pharmazeutischen Unternehmen PEKANA lange Zeit phytotherapeutisch-homöopathische Komplexmittel anbot, seit einigen Jahren aber auf homöopathisch-spagyrische Mittel umstellte. Hierzu entwickelte er eigens ein spagyrisches Verfahren, das er ins HAB aufnehmen ließ. Die Herstellung regeln die Vorschriften 47a und 47 b:
 
Frische oder getrocknete Pflanzen werden zerkleinert und unter Zusatz von Wasser, Hefe und Zucker zur Gärung angesetzt (Temperatur: 20-25° C). Ist diese abgeschlossen, wird der Gäransatz abgepreßt und filtriert. Der Rückstand wird getrocknet und bei einer Temperatur von 900° C verascht. Abschließend erfolgt die Beigabe der Asche zum filtrierten Gäransatz. Das Endprodukt trägt die Bezeichnung spagyrische Urtinktur nach „Pekana" (kurz: spag. Peka). Diese kann zusätzlich nach homöopathischem Schema potenziert werden.
 
Die Spagyrik nach Pekana kennt keine rein spagyrischen Mittel. Sie setzt ausschließlich homöopathisch-spagyrische Komplexmittel ein. Das Arzneisystem besteht aus 65 Präparaten unterschiedlicher Darreichungsform. Neuerdings werden einige dieser Mittel auch zusätzlich als Globuli angeboten.
 
5. Spagyrik nach Strathmeyer
 
Der Chemiker Walter Strathmeyer entwickelte nach dem zweiten Weltkrieg ein spagyrisches Arzneisystem auf der Grundlage der Züchtung von Hefepilzen. Zur Herstellung seiner Präparate gründete er das „Strath-Labor", das auch heute noch diese Mittel herstellt. Das HAB regelt in den Vorschriften 50 a-c die Herstellung von Mitteln der Spagyrik nach Strathmeyer:
 
Getrocknete Pflanzen werden zerkleinert und unter Zusatz von Wasser, spezieller „Strath-Hefe" und Zucker zur Gärung angesetzt (Temperatur: 24-29° C). Ist diese abgeschlossen, wird abgepreßt und der Flüssigkeit ein alkoholischer „Strath-Hefeauszug" sowie Ascorbinsäure zugesetzt. Die gewonnenen Produkte tragen die Bezeichnung spagyrische Urtinktur nach „Strathmeyer" (kurz: spag. Strathmeyer). Die Präparate können nach homöopathischem Schema potenziert werden, kommen aber in der Regel unverdünnt zur Anwendung.
 
Die Präparate der Spagyrik nach Strathmeyer sind Preßsäfte aus Gäransätzen unter Zusatz besonderer Hefeauszüge. Es handelt sich ausschließlich um Komplexpräparate in flüssiger Form.
 
Nicht HAB-standardisierte Spagyrikverfahren
 
Neben diesen im Homöopathischen Arzneibuch festgehaltenen spagyrischen Herstellungsverfahren gibt es noch zahlreiche andere, die firmenspezifisch und damit an ganz bestimmte Heilmittel gebunden sind. Die bekanntesten sind:
 
1. Spagyrik nach von Bernus Sie geht auf Alexander von Bernus, einem der berühmtesten Alchemisten des 20. Jahrhunderts zurück. Das von ihm begründete Soluna-Laboratorium stellt noch heute die Mittel der Spagyrik nach von Bernus her. Über deren Herstellung ist soviel bekannt, daß neben den traditionellen Techniken wie Gärung, Destillation und Veraschung auch solche aus dem Bereich der Anthroposophie zum Zuge kommen. Ein besonderes Charakteristikum der Spagyrik nach von Bernus ist die spagyrische Aufbereitung von Mineralstoffen und Metallen. Das Arzneisystem der Spagyrik nach von Bernus besteht aus 28 Komplexmitteln, wovon 23 innerliche Mittel sind, drei Salbenpräparate und zwei Mischungen aus ätherischen Ölen, die sowohl innerlich wie äußerlich gebraucht werden können.
 
2. Spagyrik nach Glückselig Ähnlich wie Alexander von Bernus gründete der Spagyriker Conrad Johann Glückselig ein eigenes Labor zur Herstellung seiner Mittel, das PHÖNIX-Laboratorium. Auch dieses stellt noch heute die von Glückselig entwickelten Präparate her. Die Spagyrik nach Glückselig verzichtet bei ihren spagyrischen Prozessen auf die Schritte der Vergärung und Veraschung. Dafür benutzt sie ein „schonendes Auslaugen" und die Zugabe von anorganischen Nichtmetallverbindungen, die zuvor durch ein nicht näher bezeichnetes spagyrisches Verfahren aufbereitet wurden. Die 30 Präparate der Spagyrik nach Glückselig sind durchweg Komplexmittel und weisen alle einen einheitlichen Grundkomplex aus Bolus alba, Helleborus viridis, Arnica montana, Antimonium crudum und Cuprum sulfuricum auf.
 
3. Spagyrik nach IFAS Das vor wenigen Jahren von Friedrich Tölle und Wilfried Just gegründete „Institut für angewandte Spagyrik" (IFAS) bietet ein eigenes Arzneisystem an. Ziel des Instituts war es ursprünglich, die originalen Mittel des Cesare Mattei wieder herzustellen. Da jedoch die Vorschriften hierzu nicht mehr zugänglich sind, wurde ein eigenes System in Anlehnung an Mattei entwickelt. Die IFAS-Spagyrika sind nach einem kombinierten Verfahren hergestellt, das Elemente der Spagyrik nach Zimpel und der Spagyrik nach Lemasor enthält.
 
4. Spagyrik nach Lemasor Dieses spagyrische Verfahren geht auf den Heilpraktiker Thomas Bönschen zurück, der zur Produktion eigener Präparate das Pharmaunternehmen „Lemasor" gründete. Die Spagyrik nach Lemasor unterzieht pflanzliches Ausgangsmaterial einer alkoholisch-wässrigen Extraktion, währenddessen die Auszüge dem vollen Sonnen- und Mondlicht ausgesetzt sind. Gleichzeitig wird aus einem wäßrigen Ansatz derselben Pflanze ätherisches Öl abdestilliert. Der wässrig-alkoholische Ansatz wird filtriert, der Rückstand getrocknet und verascht. Schließlich werden ätherische Öle und Asche dem Auszug beigefügt. Die Spagyrik nach Lemasor bietet Komplex- und Einzelmittel an, die nach diesem Verfahren produziert werden.
 
5. Spagyrik nach Solaris Das Solaris-Labor ist eine Gründung des Spagyrikers Karl Richert. Zur Herstellung von Spagyrika werden traditionelle Verfahren wie Gärung, Destillation und Extraktion verwendet. Neben Pflanzen werden auch Metalle und Mineralstoffe spagyrisch aufgeschlossen und verarbeitet. Das Arzneisystem der Spagyrik nach Solaris besteht aus zwölf Komplexmitteln. Die Basis aber bilden zwei therapeutisch polar ausgerichtete Elixiere zur Behandlung „negativer" und „positiver" Krankheitszustände.
 
Wie Spagyrika wirken
 
Jedes spagyrische Arzneisystem hat ein eigenes Denkmodell für die Wirksamkeit ihrer Präparate. Die theoretischen Ansichten und praktischen Anwendungsvorschriften können nicht ohne weiteres von einem Arzneisystem auf das andere übertragen werden. Gemeinsame Basis ist die Vorstellung, daß mittels bestimmter laborantischer Techniken Ausgangssubstanzen verschiedenster Art „veredelt" werden können, womit diese dann zu einem hochwertigen Heilmittel werden. In vielen Erklärungsmodellen spielen naturphilosophische Überlegungen eine wichtige Rolle. Es gibt esoterische Theorien und solche, die mehr biodynamisch ausgerichtet sind, d.h. sich an Vorstellungen z.B. der Homöopathie ausrichten. Therapeutische Erfolge im Praxisalltag werden von allen spagyrischen Richtungen berichtet und sind mittlerweile auch statistisch belegt worden. Eine großangelegte Untersuchung in der Schweiz - einem Land, in dem die Spagyrik heute schon einen weitaus höheren Stellenwert besitzt als bei uns - erbrachte eindeutige Belege für signifikante therapeutische Erfolge mittels verschiedener spagyrischer Therapien.
 
Die Zukunft spagyrischer Arzneimittel
 
Wie bei den Präparaten der Phytotherapie und Homöopathie besteht auch bei Spagyrika die Gefahr, daß arzneimittelrechtliche Entwicklungen deren Existenz bedrohen. Inwieweit insbesondere die Fertigpräparate künftig in bisherigem Umfang hergestellt werden können, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt ungewiß. Die Arzneimittel HAB-standardisierter spagyrischer Verfahren, insbesondere die Einzelmittel, dürften im Vergleich zu nicht HAB-standardisierten Verfahren hierbei im Vorteil sein.
 
Hersteller spagyrischer Arzneimittel:
 
CCM - Centrum für Cluster-Medizin, Unterstadt 30, D-72401 Haigerloch, Tel.: 07474/95180, Fax.: 07474/951820;
 
Heinz-Spagyrik-Institut GmbH, Spatzenstieg 1a, D-38118 Braunschweig, Tel.: 0531/2564725, Fax.: 0531/2564795;
 
IFAS - Institut für angewandte Spagyrik, Friedrich Tölle KG, Güterbahnhofstr. 1, D-63450 Hanau, Tel. + Fax.: 06181/37051;
 
ISO-Arzneimittel GmbH & Co. KG, Postfach 447, D-76258 Ettlingen, Tel.: 07243/106-03, Fax.: 07243/106-169;
 
Lemasor GmbH, Bergstr. 19, D-66346 Püttlingen, Tel.: 06806/440096, Fax.: 06806/48983;
 
Pekana-Naturheilmittel GmbH, Postfach 1262, D-88350 Kisslegg, Tel. 07563/91160, Fax.: 07563/2862;
 
Phönix-Laboratorium GmbH, Benzstr. 10, 71149 Bondorf, Tel.: 07457/8004, Fax.: 07457/5420;
 
Solaris-Labor, Im Untertal 13, D-79215 Elzach-Yach, Tel. + Fax.: 07682/8539;
 
Soluna-Heilmittel, Dillinger-Str. 76, D-86609 Donauwörth, Tel.: 0906/706060, Fax.: 0906/7060678;
 
Staufen-Pharma, Bahnhofstr. 35, D-73033 Göppingen, Tel.: 07161/676-0, Fax.: 07161/676-298;
 
Strath-Labor GmbH, Strathstr. 5-7, 93093 Donaustauf, Tel.: 09403/9509-0, Fax.: 09403/9509-20
 
Literatur zu Alchemie und Spagyrik:
 
Bernus, A. v.: Alchymie und Heilkunst, Verlag am Goetheanum; Burckhardt, T.: Alchemie - Sinn und Weltbild, Dingfelder-Verlag; Frater Albertus: Der Alchemist von den Rocky Mountains, Alpha & Omega GmbH; Fritschi, H. J.: Spagyrik - Lehr- und Arbeitsbuch, Gustav Fischer Verlag; Gebelein, H.: Alchemie, Diederichs-Verlag; Gilchrist, Ch.: Alchimie, Aurum-Verlag; Gollut, F.: Untersuchungen zur therapeutischen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ausgewählter Spagyrikpräparate (Inauguraldissertation); Grohmann, F.: Gesund durch Alchemie, Freya-Verlag; Haage, B. D.: Alchemie im Mittelalter, Artemis-Verlag; Helmrich, H.: Spagyrik, Haug-Verlag; Helmstädter, A.: Spagyrische Arzneimittel, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft; Junius, M.: Praktisches Handbuch der Pflanzen-Alchemie, Ansata-Verlag; Köster, P.: Spagyrik, Ehrenwirth-Verlag; Krauß, Th.: Die Grundgesetze der ISO-Komplex-Heilweise, Sonntag-Verlag; Whitmont, E.: Die Alchemie des Heilens, Burgdorf-Verlag. Anmerkung der Redaktion: Unter anderem stellt die Fa. Pekana eine Info-Broschüre auch kostenlos zur Verfügung.

 
zurück top Druckversion