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In den letzten Jahren - bis Jahrzehnten - haben sich in der Ernährungsberatung und -Therapie einige Nahrungsmittelgruppen als besonders problematisch erwiesen. Auf diese soll hier eingegangen werden. Zuvor sei jedoch vermerkt, daß es dem Autoren dabei nicht darum geht, einzelne Lebensmittel aufgrund vorgefaßter Meinungen schlecht zu machen - wie dies in der z. T. emotionsgeladenen Ernährungsliteratur durchaus vorkommt. Es geht vielmehr darum, aufzuzeigen, welche Nahrungsmittel am häufigsten mit gesundheitlichen Problemen ursächlich verkoppelt sind. Mit anderen Worten: Wenn Ihr Klient die im folgenden genannten Symptome aufweist, dann lassen sich diese sehr häufig erfolgreich therapieren, indem gewisse Nahrungsmittel aus dem Essensplan verschwinden oder doch zumindest erheblich eingeschränkt werden. Daß darüber hinaus in den meisten Fällen auch noch andere Lebensgewohnheiten verändert werden sollten und daß der emotionalen Komponente ein sehr erheblicher Stellenwert beikommt, bleibt unbenommen - nur ist hier nicht der Platz, darüber zu berichten. Sie können sich darüber in meinen beiden Büchern „Harmonische Ernährung" und „Zur eignen Kraft finden" informieren. Wenn Sie sich bei ernährungstherapeutisch ausgerichteten Ärzten und Heilpraktikern sowie bei Ernährungsberatern umhören, dann werden folgende Problemnahrungsmittel genannt, die auch ich aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung mit über tausend Klienten und Seminarteilnehmern bestätigen kann. Die Reihung erfolgt dabei nach der Bedeutsamkeit: - Milch- und Milchprodukte - Weizen - vor allem in Form von Backwaren - tierische Produkte incl. Fett - Zucker Kuh-Milch- und Kuh-Milchprodukte beinhalten folgende Problemkreise, die hier nur kurz angeschnitten werden können: 1. Milch ist das Nahrungsmittel, das auf viele Menschen verschleimend wirkt, d. h. es begünstigt die Vereiterung und Verschleimung von Nebenhöhlen, Mittelohr, Bronchien, Nase etc. und bewirkt im Darm die Bildung von zähem, klebrigem Schleim, der zu Überzügen auf den Darmwänden führt, welche die Funktion von Dünn- und Dickdarm beeinträchtigen. Diese Wirkung von Milch ist auf der ganzen Erde bei allen Rassen zu beobachten, jedoch bei beim Wassertyp besonders stark. Dies sind die gefühlsbetonten Phlegmatiker, die besonders dazu neigen im Körper Wasser zu speichern. 2. Auch Milchschorf und andere Hautkrankheiten gehen auf das Konto der Kuhmilch; diese Beschwerden verschwinden in den meisten Fällen nach Absetzen von Milch- und Milchprodukten. 3. Kuhmilch enthält 4 -5% Milchzucker (Laktose). Bei 75-80% der Menschen weltweit entwickelt sich nach dem Säuglingsalter eine Unverträglichkeit für Laktose. Dies liegt daran, daß der Körper nach dem Abstillen immer weniger Laktase bildet. Dieses Enzym ist jedoch für den ordnungsgemäßen Abbau der Laktose nötig. Dies zeigt, daß Milch für den Menschen nach der Stillzeit kein geeignetes Lebensmittel mehr ist - und vorher war es auch nur die Milch der eigenen Spezies. Laktasemangel führt im Darm zu Gärung, Blähungen, Krämpfen und Durchfall. Bei Nord- und Mitteleuropäern liegt als Ausnahme die Laktose-Intoleranz unter 20%, so daß aus diesem Gesichtswinkel die Mehrzahl der Menschen in der BRD Milch vertragen sollten. Dies ist jedoch nicht so, weil andere Probleme hinzutreten. Studien belegen z. B. auch, daß bei solchen Menschen bei reichlichem Milchverzehr vermehrt grauer Star auftritt. Die anderen Probleme werden oben und unten genannt. 4. Nur Rohmilch und nicht hitzebehandelte Sahne und Süßrahmbutter werden annähernd neutral verstoffwechselt, pasteurisierte Milch und fast alle Milchprodukte sowie H-Milch dagegen in der Regel sauer! Der Körper muß diese Säuren jedoch möglichst sofort neutralisieren, er kann sie sonst nicht ausscheiden. Dazu benötigt er basische Mineralien, allen voran Kalium und Kalzium. Milch und Milchprodukte enthalten zwar viel Kalzium, dieses ist jedoch zum Teil fest an das Milchprotein Kasein gebunden und steht so für die Neutralisierung der Säuren nicht ausreichend zur Verfügung. Leider muß hier ganz klar gesagt werden: Milch und -Produkte liefern dem Körper kein zusätzliches Kalzium, das er z. B. für den Knochenbau verwenden könnte! Im Gegenteil: sie sind Kalziumräuber, also Mitverursacher von Osteoporose. Diese ist keine „Milchmangelkrankheit", wie uns die Werbung and viele Ärzte glauben machen möchten, sondern die Folge von zu reichlichem Verzehr von säurebildenden, basenraubenden tierischen Produkten. Ihr Verzehr sollte kräftig gesenkt werden! Als besonders problematisch kommt hinzu, daß weit über 50% der Bundesbürger auf Milchprotein allergisch reagieren! Der Grundstock für diese Allergie wird meist schon durch die Babynahrung mit Kuhmilchanteil gelegt und durch die ständigen Ermahnungen an Kinder und Jugendliche Milch zu trinken und an Erwachsene Yoghurt und Käse zu essen verstärkt. Hier zeigt sich einmal mehr, daß es nicht in erster Linie darauf ankommt, was in Lebensmitteln anhand der Laboranalysen enthalten ist, sondern wie diese verdaut werden können. Der Mensch ist nicht das, was er ißt, sondern das, was er verdaut, wie man bei Ayurveda schon vor 5000 Jahren nachlesen konnte. Bei Allergien liegt zumeist auch eine gestörte, verpilzte Darmflora zugrunde, die wiederum meist auf eine Schwermetallvergiftung, vor allem durch Zahnmetalle, zurückzuführen ist (Quecksilber u. a.!). 5. In den letzten Jahren ist ein weiteres, sehr schwerwiegendes Problem hinzugekommen. Durch die Fütterung der Kühe mit „Kraftfutter" aus Schlachtabfällen entwickeln sich in den Därmen der Tiere „abartige" Bakterien, z.B. das Entero Hämorrhagische Escherichia Coli. Es ist hitzestabil bis ca. 120 Grad C und antibiotika-resistent. Es führt beim Menschen zu akuten und chronischen Darm-Krankheiten, ca. 10% der Bundesbürger sind bereits (zumindest stumm) infiziert. Diese Bakterien können in Milch- und Milchprodukten enthalten sein und stellen den Arzt vor erhebliche Behandlungsprobleme. Durch die Vermischung von Milch von zahlreichen Erzeugern, werden die enthaltenen Krankheitskeime gleichmäßig auf alle Verbraucher verteilt. Als Abhilfe gegen Verschleimung bietet sich an: nur wenig Rohmilch- und Rohmilchkäse essen und zwar aus biologischer Tierhaltung, am besten von einem einzelnen Biobauern, den man persönlich kennt. Schafs-, Ziegen- und Stutenmilch sind meist besser verträglich als Kuhmilch. Im Übermaß genossen sind jedoch auch sie verschleimend. Eine ganze Reihe von Menschen sollten ganz auf Milch und Milchprodukte verzichten. Wenn eine Allergie vorliegt, ist auszutesten, ob Schafs-, Ziegen- oder Stutenmilch möglich ist. Falls auch dies nichts bringt, empfehle ich in erster Linie Cocosmilch; diese ist preiswert und in Asienläden dehydriert als Block gepreßt, in Dosen, im Tetrapack oder auch als Trockenpulver zu erhalten - von frischen Cocosnüssen ganz abgesehen, die mit Hilfe des „Green Life" Entsafters in herrliche Cocoscreme verwandelt werden können, die sich zu Milch verdünnen läßt. Sie ist von der Konsistenz und vom Geschmack her optimal. Man kann sie beliebig dick und sahnig oder dünn verwenden, Kinder akzeptieren sie geschmacklich leicht. Auch Mandelmilch und Nußmilch sind gute Alternativen; Sojamilch und Reismilch empfehle ich erst an letzter Stelle, weil sie geschmacklich eher uninteressant sind und ernährungsphysiologisch nichts besonderes bieten. Da der Fettkonsum der Bundesbürger zu hoch liegt, rate ich, auch mit der Cocosmilch nicht verschwenderisch umzugehen, besonders aber tierische Fett zu meiden und kaltgepreßte Pflanzenöle aus biologischem Anbau zu bevorzugen. Der Weizen macht nach der Milch den meisten Menschen in Mitteleuropa zu schaffen. Weizen ist überzüchtet, hat sich von seiner Urform dem Dinkel sehr weit entfernt und ist deshalb für die meisten Menschen nicht mehr gut verträglich. Vieles, was von der Milch gesagt wurde, trifft auch hier zu: Weizen - vor allem in Form von Backwaren - führt zur Verschleimung von Bronchien, Nebenhöhlen, Mittelohr, Nase, Darm etc. So gut wie jeder Mensch verliert seine Verschleimung, wenn er Milch und Weizen aus seiner Ernährung streicht und beobachtet sofort eine Wiederverschleimung, wenn er von diesen Lebensmitteln erneut ißt. Gekochtes Getreide verschleimt weniger als gebackenes. Wer seinen überreichen Weizen-Brotkonsum auf einen ebenso hohen Roggen-Brotkonsum umstellt, wird keine wesentliche Besserung erreichen. Außerdem sind ein hoher Prozentsatz der Mitteleuropäer Weizen-Allergiker bzw. Gluten-Allergiker. Glutenfrei sind Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa und Amarath. Eine gluten- bzw. weizenfreie Ernährung ist hierzulande jedoch sehr schwierig durchzuführen, da in den meisten Industrienahrungsmitteln und Fertiggerichten mehr oder weniger versteckt Weizen in der ein oder anderen Form vorkommt. Man bekommt ja kaum noch Brot, das nicht wenigstens 1-2% Weizen enthält. In den USA nimmt die Stellung des Weizens der Mais ein. Süße „Stückchen" vom Zuckerbäcker gehören zu den schädlichsten „Nahrungsmitteln" überhaupt! Sie enthalten: - vitalstoff- und mineralarme Weizen-Auszugsmehle - reichlich weißen Industriezucker - minderwertigstes, gehärtetes (z. T. tierisches!) Billigfett - unnatürliche Backhilfsmittel - fast keine Ballaststoffe Sie schaden der Leber, führen zu Gärung im Darm und verschleimen die Atemwege. Tierische Produkte werden heutzutage in den Industriestaaten in einem Übermaß verzehrt, wie wohl selten in der Geschichte der Menschheit. Fleisch, Wurst, Fisch, Schalentiere und Eier enthalten jedoch Purine, die zu Harnsäure abgebaut und dann in der Regel nur unvollkommen wieder ausgeschieden werden. Die Folge davon sind Gicht, Rheuma, und allgemeine Übersäuerung; außerdem gehen Fettsucht, Herz- & Kreislaufleiden, Osteoporose und die von Wendt beschriebenen Eiweißspeicherkrankheiten auf Kosten der tierischen Produkte. Dabei sind nur die wichtigsten Krankheiten genannt. Problematisch ist auch der viel zu hohe Fettverzehr. Auch die gemeinhin als Ersatz genannte Produktpalette ist nur bedingt zu empfehlen: Sojaprodukte (Tofu, Tempeh, TVP, Sojafleisch und -Wurst), Seitan, Hülsenfrüchte, vegetarische Aufstriche etc., weil auch sie Purine bzw. wie beim Seitan Weizengluten enthalten. Wir müssen uns an die Erkenntnis halten, daß der Mensch viel weniger Protein benötigt, als von Wissenschaft und vor allem Werbung angegeben wird. Je nach Körpergewicht und Alter genügen zwischen 15 und 30g am Tag, besonders dann, wenn das Protein nicht denaturiert ist. Offizielle Angaben sind stets aus juristischen und häufig auch politischen Gründen nach oben korrigiert. Wir müssen uns klar machen, daß der Mensch konzentrierte Proteinträger nur in kleinsten Mengen benötigt, weil gut verwertbares Protein auch in kleinen Mengen in vielen Gemüsesorten und Samen enthalten ist. Von den konzentrierten Proteinträgern bieten sich am ehesten die Avocado und (eingeweichte) Nüsse an. Das Einweichen macht die Nüsse leichter verdaulich, weil dabei die Enzymhemmer abgebaut werden. Schließlich sei der Zucker genannt, der seit dem unerschrockenen Engagement von Dr. Bruker aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung öffentlich als gesundheitsschädlich bezeichnet werden darf. Isolierter (Industrie-)Zucker (vor allem der Rübenzucker!) ist wesentlich mitverantwortlich für: Karies, Fettsucht, Vitamin B1-Mangel, Hypoglykämie und andere Krankheiten. Als Ersatz bieten sich vor allem Obst und Trockenobst an, die neben der Süße noch eine ganze Reihe von wertvollen Inhaltsstoffen bieten. In der Regel wird der Zucker aus Obst auch langsamer aufgenommen, was einen wünschenswerten Einfluß auf den Blutzuckerspiegel hat, wodurch Hypoglykämie (Unterzuckerung) vermieden werden kann, es sei denn, man übertreibt. Der Kaahe Ye Tee der südamerikanischen Urwaldpflanze Steviaside rebaudiana stellt ein natürliches, kalorienfreies Süßungsmittel dar, das sich sogar bei Menschen bewährt hat, die wegen Pilzbefalles des Darmes (Candida) auf Zucker in jeder Form verzichten müssen. Eingeschränkt, d. h. in kleinen Mengen können Honig, Ahornsirup Grade C, Birnen- & Apfeldicksaft empfohlen werden. Darüber hinaus kann man die „Süße des Lebens" bei weitem nicht nur über Zucker genießen. Auch süße Farben wie die Pastelltöne rosa oder pfirsich, süße Düfte wie z. B. Rose, Zimt, Jasmin, Bergamotte, Lotus, Moschus und viele Blumen sowie Herzmusik, z. B. der Kanon von Albinoni, der Kanon von Pachelbel, die Air in G von J. S. Bach, Sufimusik und andere Meditationsmusik tragen ebenso zur Befriedigung des Süßverlangens bei wie eine liebevolle Zuwendung durch Partner und Freunde und eine liebevolle Atmosphäre, mit der man/frau sich umgibt. Was hilft gegen das Süßverlangen? Bittere Küchen- und Wild-Kräuter: Löwenzahn, Wegerich, Kapuzinerkresse, Schafgarbe, Wermut, Enzian, Calmus; bittere Salate: Endivien, Radicchio, Ruccola, Chicorée, Wasserkresse; Artischocken sowie Gewürze wie Zimt, Curcuma (Gelbwurz), Bockshornkleesamen. Generell ist es ratsam, bei Süßverlangen weniger scharf zu würzen! Die scharfe Geschmacksrichtung ist nämlich nach Ayurveda das Gegenstück zur süßen. Schärfe möchte durch Süße ausgeglichen werden. Nach einem (zu) scharfen Essen helfen etwas Yoghurt oder etwas Saures, z. B. eine saure Gurke. Anmerkung: Vortrag, gehalten anläßlich 9. Düsseldorfer Heilpraktikerkongreß „Freie Heilpraktiker e.V.“
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