Ihre Narben können wie ein Staudamm wirken
Stecker & Piercings am Ohr: Spätfolgen nicht ausgeschlossen
Die Oberfläche des Ohres bildet - ähnlich wie die Fußsohle oder die Handinnenfläche - eine Reflexzone: Über bestimmte Zonen lassen sich die zugeordneten Organe oder Funktionsbereiche im Körper beeinflussen. „Das gilt im positiven wie negativen Sinne”, gibt Heilpraktikerin Cordula Ewert zu bedenken. Positiv: Im Rahmen der AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel wird das Ohr zur Befunderhebung und zum energetischen Ausgleich genutzt. Negativ: Über den gleichen Weg können sich Ohrlöcher, Metallringe und -stecker störend auf bestimmte Körperareale auswirken.
Die Möglichkeiten, das Ohr mit Ringen, Steckern und Stäben aus Silber, Gold, Titan oder Edelstahl zu dekorieren (sie-he nebenstehendes Foto), sind vielfältig. Freunde des Ohrschmucks sollten wissen: Jeder Stich kann im ungünstigen Fall einerseits lokal - also am Ohr selbst - stören. Er kann zudem über die Reflexzonen vielfach Reaktionen im Körper bewirken: in Organen, in Gelenken, im Bereich der Wirbelsäule wie auch an den Sinnesorganen. Welche Areale sich über die entsprechenden Zonen am Ohr ansprechen lassen, ist der „Ohrkarte” (siehe Abbildung oben) zu entnehmen. „Ohne Übertreibung gilt: je mehr Ohrlöcher, um so größer die Wahrscheinlichkeit von Störfeldern”, gibt Lehrassistentin Ewert zu bedenken.
Die weit verbreiteten Ohrlöcher im Ohrläppchen etwa sind über die Reflex-zonen der energetischen Versorgung des Kopfbereiches zugeordnet. „Bei un-ausgeglichenem Energiehaushalt kann das Ohrloch beispielsweise Auslöser für Kopfschmerzen oder leichte Fehlsich-tigkeit sein”, so die Heilpraktikerin. Auch Nase und Ohr können in Mitleidenschaft gezogen werden, insbesondere, wenn sich zum Ring am Ohrläppchen noch weiterer Schmuck aufwärts des Ohr-Außenrandes gesellt.
In diesem Bereich sind die Reflexzonen zu finden, über die Einfluß genommen werden kann auf die Wirbelsäule, aber auch auf die Gelenke der oberen Extremitäten, also Schulter, Ellenbogen, Hand- und Fingerbereich. Dem inneren Bereich (in unserer Abbildung grün eingefärbt) sind die inneren Organe (etwa Leber, Nieren, Lunge, Herz) zugeordnet.
„Wer grundsätzlich nicht auf Piercing am Ohr verzichten möchte, sollte den Schmuck zumindest abends ablegen”, rät Cordula Ewert. Tabu sollten Stecker und Ringe außerdem sein, wenn Juckreiz, Rötungen oder Entzündungen auftreten. „Mit dem zeitweisen Verzicht gewährt man dem Körper die Chance zur Regeneration”, erklärt Cordula Ewert und empfiehlt, sämtliche Löcher im Ohrbereich unter Verwendung von A.P.M.-Creme leicht zu massieren. „So bauen Sie eine Energiebrücke und minimieren das Risiko, daß Ihre Ohrlöcher - die ja auch Narben sind - zu Störfeldern werden.”
Mit freundlicher Genehmigung „Internationaler Therapeutenverband AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel e.V.“, entnommen aus „Meridiane“, Patientenmagazin.
|