Seit 1955 beschäftigt sich der Schiffs-bauer und spätere Masseur Willy Penzel (1918 bis 1985) mit der chinesischen Akupunkturlehre, entwickelt daraus und aus Elementen der klassischen Massage die AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel. Schnell fallen ihm Ge-setzmäßigkeiten auf. So bemerkt er beispielsweise, daß sehr viele Patienten unter rechtsseitigem Kopf- und Migräneschmerz leiden. Sorgt er mittels sanfter Striche entlang der Meridiane dafür, dass die durch eine Blinddarm- oder Gallenblasenoperation entstandene Narbe für den Energiefluß wieder frei und durchgängig wird, treten die Beschwerden selten auf - oder überhaupt nicht mehr.
Zur Erklärung: Die seit Jahrtausenden bewährte Akupunkturlehre geht von der Vorstellung aus, daß Lebensenergie („Chi“) auf bestimmten Längslinien oder Bahnen (Meridianen) durch unseren Körper fließt und einen geschlossenen Energiekreislauf bildet. Dabei sind zwei Energiekomponenten zu unterscheiden: „Yin“ verkörpert das „weibliche”, „Yang” das „männliche” Prinzip. Geraten Yin und Yang aus der Balance, ist der harmonische Energiefluß gestört; als Folge kann es zu Krankheiten, Befindlichkeitsstörungen oder Schmerzen kommen. Nicht nur Einflüsse von außen (falsche Ernährung, Streß, zu wenig oder zu viel Bewegung, Unfallfolgen oder psychische Belastungen) können unsere Energiebahnen blockieren, unseren Energiefluß ins Stocken bringen. Es gibt auch energetische Störfelder, die sich im Körper selbst befinden: blockierte Gelenke etwa, vereiterte Zähne - vor allem aber Narben. In vielen Fällen stellen sie das entscheidende Hindernis, an dem sich die Energie staut. Folge: Während bestimmte Zellen und Körperareale mit zu viel Energie versorgt werden, bleiben andere unterversorgt.
Beispiel Kaiserschnittnarbe: Bei einem derartigen Eingriff werden in der Regel drei bis fünf Meridiane „durchschnitten” - das übergeordnete, Ener-gie speichernde und regulierende Kon-zeptionsgefäß inbegriffen. Das dabei entstehende Narbengewebe kann wie ein Damm in einem Bewässerungssys-tem wirken, kann eine Energiefülle auf der einen und Energiemangel auf der anderen Seite verursachen.
Vielfach Rückenbeschwerden nach einer Schilddrüsenoperation
Da die zwölf Meridiane einen Kreislauf bilden, kann eine Narbe am Bauch Auswirkungen auf den Rücken haben. Ein blockiertes Kreuz-Darmbein-Gelenk wirkt auf den Energiefluß im Blasen-Meridian, der insbesondere für die Versorgung des Rückenbereiches zuständig ist.
Auch Willy Penzel entdeckt diese Zusammenhänge. Er stellt fest, daß die Narbe einer Schnittwunde am linken Zeigefinger linksseitige Schulterbeschwerden verursachen kann, daß in der Folge einer Schilddrüsenoperation häufig Rückenschmerzen auftreten. Narben können also krank machen!
Ihre Narben können wie ein Staudamm wirken
Aus diesem Grund ist die Narbenentstörung - bei Bedarf - Bestandteil jeder APM-Behandlungsserie. Mit der Stimulierung von Meridianen und Punkten beseitigt der Therapeut genau genommen keine Symptome. Er behandelt kein spezielles, lokal definiertes Krankheitsbild. Vielmehr löst er Energiefluß-Störungen auf und aktiviert auf diesem Wege die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Mit freundlicher Genehmigung „Internationaler Therapeutenverband AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel e.V.“ entnommen aus „Meridiane“, Patientenmagazin.
Zu Bild 1: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Störfeld: Diese Narbe oberhalb des Innenknöchels durchtrennt den Nieren-, den MilzPankreas- und den Leber-Meridian.
Zu Bild 2: Stecker, Ringe und die dazugehörigen Löcher (auch das sind Narben!) an Ohrläppchen und -rand können die energetische Versorgung mehrerer Kopfbereiche aus der Balance bringen (li.). - Die Narbe am Oberschenkel, Folge einer Hüftgelenksoperation, wirkt auf den Gallenblasen-Meridian (Mitte). - Jedes Bauchnabel-Piercing durchbohrt das Konzeptionsgefäß, dem wegen seiner regulierenden Eigenschaften auf den gesamten Energiehaushalt besondere Bedeutung zukommt (re.).
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