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Milieu und Bakterien Le microbe est rien, le milieu c’est tout Die Bedeutung des Nährbodens für das Wachstum von Bakterien, Pilzen und anderen Parasiten Ganzheitliche, geisteswissenschaftliche Betrachtung von Anatomie, Physiologie und Pathologie Peter Hebel, Heilpraktiker Wenn im Frühjahr der Landwirt seine Felder bestellt, dann bekommt er mit der Lieferung seines Saatgutes auch gleich die genaue Anweisung, wie der Boden, in den er das Saatgut einbringen will, beschaffen sein muß, damit ein brauchbarer Ernteertrag herauskommt. Das bedeutet, daß der Bauer die Bodenbeschaffenheit dem Saatgut anpassen muß. Das Milieu muß stimmen, sonst wächst nichts. Wenn man der Schulmedizin glauben soll, dann ist es mit den Bakterien vollkommen anders. Sie wachsen wann sie wollen und wo immer sie wollen. Und sie warten nur darauf, daß sie mit Antibiotika bekämpft werden. Der französische Prof. Bechamp hat anders als sein Zeitgenosse Louis Pasteur die Vielgestaltigkeit der Bakterien erkannt (Pleomorphismus). Er stellte in seinen Forschungen fest, daß alleine das Milieu das Wachstum der Bakterien bestimmt. Ändert man die Zusammensetzung des Nährbodens, verändert sich die Bakterie, ist der Nährboden ungeeignet, geht die Bakterie zugrunde. Kein geringerer als Prof. Enderlein hat diese Anschauung in seinen wissenschaftlichen Arbeiten vielfach bestätigt. Interessanterweise sind in unseren Labors diese Forschungsergebnisse sattsam bekannt. Werden Bakterien oder Viren zur Erforschung neuer, schwerer Krankheiten herangezüchtet, ist jedem Laborant oder Biochemiker klar, daß die Nährlösung 100%ig genau auf die Mikrobe abgestimmt sein muß. Sonst wächst nichts! Weiterhin ist zu bemerken, daß die Schulmedizin auch sonst nicht ganz außerhalb dieser Denkweise lebt und handelt. Wenn eine Bakterie also ihren geeigneten Wohnraum (Milieu) findet, so sorgt sie dafür, daß er immer geeigneter wird, sie sorgt gleichsam dafür, einen idealen Lebensraum zu schaffen auch für die nächsten Generationen. Wie anders ist es zu erklären, daß sich die Parasiten rasend schnell vervielfältigen? Wir Menschen wissen von diesen Dingen. Wir bemühen uns, besonders in solchen Einrichtungen, in denen sich viele Menschen aufhalten (müssen), wie Kindergärten, Altenheime, natürlich erst recht in Krankenhäusern und anderen sozialen und karitativen Einrichtungen, kein geeignetes Milieu zu erzeugen, es sollen sich also keine Bakterien ansiedeln oder gar vermehren. Wenn Mitarbeiter gegen diese Antimilieugesetze verstoßen, machen sie sich u.U. sogar strafbar. Diese Antimilieugesetze sind bekannt als Hygienevorschriften. Hygienevorschriften bedeutet: kein Lebensraum den Parasiten. Anmerkung: der einzige Parasit, der seinen Lebensraum und sich selbst ständig und in zunehmendem Maße zerstört heißt Mensch. Wenn eine Wiese, durch mangelhafte Drainagemöglichkeit zunehmend feuchter und von einer Herde Rinder ordentlich „bedüngt“ wird, dann wird diese Wiese bzw. der Boden sauer. Dies wiederum bietet einer neuen Spezies ein besonders gutes Milieu, um sich anzusiedeln und zu wachsen. Auf einer solchen Wiese finden sie die besten Champignons. Das Milieu für Champignons ist hier perfekt. Die Schulmedizin dreht jedoch den Spieß um: es wird behauptet, daß die Wiese sauer ist, weil Champignons auf ihr wachsen?! Was hat das alles mit uns Menschen zu tun? Nehmen wir einmal an, es gibt einen Menschen, der sehr freundlich und gutmütig ist, der nach Harmonie sucht, der streitlos und hilfsbereit ist, der immer glücklich zu sein scheint, der es immer gut meint, kurz: er ist ein aufrechter Zeitgenosse. Wie verarbeitet er all die Probleme des Tages, die schließlich uns alle treffen, wie verdaut er seinen Streß? Schmeckt ihm immer seine Arbeit? Stößt ihm nicht schon einmal das eine oder andere auf? Gibt es etwas, was er nicht verdauen kann, oder frißt er gar etwas in sich hinein? Nun, wir wissen längst, daß uns der alltägliche oder all zu tägliche Streß, die kleinen Ärgernisse des Tages, die kleinen Sticheleien, die „ups and downs“ des täglichen Lebens auf den Magen schlagen. Wie aber kommt unser Magen damit zurecht? Glaubt jemand wirklich, daß unser Magen das alles, zu den unnötigen Belastungen einer mehr oder weniger guten, oder sollte ich sagen schlechten Nahrung, einfach wegstecken und verdauen kann? Unser Magen gerät unter Streß. Er steht unter dem selben Druck wie sein Besitzer. Der Magen verkrampft. Neben den rein funktionellen Auswirkungen (mangelhafte Peristaltik und deren Folgen) werden die Magenwände in vielfältiger Weise unter Streß geraten. Die gesamte verspannte Magenwand bringt nun auch die Zellen unter Druck, die die Salzsäure produzieren, so daß diese erhebliche Mengen Säure unkontrolliert in den Magen abgeben. Diese Säure, die zu einem Zeitpunkt ausgestoßen wird, da keine Nahrung aufzuspalten ist, reizt die Wände des eigenen Systems. D.h., der Magen greift sich selbst an. Nun aber haben wir eine echte „Wiesensituation“. Das Milieu bietet dem Helicobacter pylori die ideale Voraussetzung zu wachsen und zu gedeihen. Er ist es sicherlich, der dann dazu führt, daß die Magenwand letztlich im Sinne des Ulcus ventriculi (Magengeschwür) zerstört wird. Antibiotika! - Antibiotika? In zunehmendem Maße stellen wir fest, daß die schulmedizinischen Erfolge gegen Bakterien im allgemeinen und den Helicobacter pylori im Besonderen bescheiden geworden sind. Vor allem die Gabe von Antibiotika vermögen den H.b. nicht mehr einzudämmen. Antibiotica verändern das Milieu nicht! Antibiotica haben keinen entscheidenden Einfluß auf die Lebensbedingungen der Bakterien, sie werden nicht unmittelbar vernichtet, sondern nur an der Vermehrung gehindert. Das Bakterium hat immer noch „sein“ geeignetes Milieu. Um das Milieu entscheidend zu verändern, müssen wir den Menschen als Ganzes betrachten, seinen inneren, seelischen Zustand, seine Gemütsverfassung sozusagen. Wir müssen ihn auf seine Lebenssituation aufmerksam machen, wir müssen an sein „Bewußt-Sein“ appellieren, wir müssen diese alte Weisheit beleben: Mensch lerne dich selbst kennen. Dieser Magenpatient muß sich selbst erkennen. Er muß seinen Streß verstehen lernen, seine Ängste begreifen, seine Vorstellungen überprüfen. Unterstützende Maßnahmen Von einer Magen-Darmsanierung möchte ich hier nicht sprechen, sie gehört in jede gute ganzheitlich naturheilkundliche Praxis. Der Begriff der Symbioselenkung dürfte allen vertraut sein. Es geht hier natürlich um mehr. Machen wir einen Ausflug in die Osteopathie. Der Osteopath wird im vorliegenden Fall einer Magenreizung unterschiedlichen Schweregrades die zum Magen gehörende Faszie betrachten und unweigerlich u.a. auf den Brustwirbelkörper Nr. 5 stoßen, der als wesentlicher Anheftungspunkt (Magensegment) bekannt ist. Diese Zone der Brustwirbelsäule wurde von den alten Anatomen Zona ingrata genannt, die undankbare Zone (Brustwirbel 4-6). Ob die „Alten“ vielleicht gewußt haben, daß es eine undankbare oder gar unsinnige Tat ist, hier den Wirbel Nr. 5 einzurenken, als wenn dann der Magen wüßte, daß sich alle in Unordnung befindlichen Lebenssituationen des Menschen dadurch „einrenken“ würden?? Die Faszie des Magens, die genauso wie der Magen selbst, unter Streß ist, wird ihrerseits den erhöhten Zug weiterleiten. Cranio-Sakral-Therapeuten wissen, daß der Zug über die Nervenaustrittspunkte in das Durasystem übergeht (Dura = harte Rückenmarkshaut). Die harte Rückenmarkshaut leitet diesen Zug über die Anheftungspunkte 1. und 2. Halswirbel und Foramen magnum (Durchtrittsstelle des Rückenmarks) nunmehr auf die Hirnhäute: Dura mater cerebri, Falx cerebri, Falx cerebelli und Tentorium. Es wird kein Zufall sein, wenn die Spannungsveränderungen der cervikalen Membranen ihre größten Auswirkungen in dem Bereich der Hirnwindungen haben, in denen der Streß des Menschen dem Bewußten zugeführt wird, und seinen Bezug zu unserem „armen“ Magen findet, der eigentlich nichts, aber auch gar nichts für seinen helicobakterbefallenen Zustand kann. Aber er muß alles ausbaden?! Die Moral von der Geschicht“: Milieuänderung kann nur erzielt werden, indem wir uns bewußt machen, daß Streß, Angst, Sorge, falsche Vorstellungen, und vieles mehr unser Leben, unser Tun und unser Handeln bestimmen. Es gilt einen Schritt zu tun, einen Schritt in eine neue Richtung. Darum gilt heute genau so wie zu allen Zeiten: Mensch lerne dich selbst kennen! Selbstverständlich stehen uns, als Therapeuten, auf diesem Wege unendliche Möglichkeiten zur Verfügung, die ich nicht alle weiter aufzeigen möchte. Es sei nur erwähnt, daß unsere Charakterstruktur mitverantwortlich ist für unser Tun und Handeln. Daß auch unser soziales Umfeld eine Prägung hinterläßt. Daß die Präerinnerung unserer Seele entscheidenden Einfluß auf unser Dasein hat. Und immer wieder steht der Begriff „Bewußt-Sein“ im Vordergrund. Als einst der Glaube verbreitet wurde, daß Eins-Sein langweilig sei, fing der Mensch an nach Zerstreuung zu suchen. Welch ein Irrtum!
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