Kräuterheilkunde


Für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen

Hildegard Willms-Beyard

Zu jeder Jahreszeit fallen uns die verschiedenartigsten Blumen und Kräuter auf, die den Reiz einer Landschaft mitgestalten.

Pflanzen sind nicht nur optische Augenweide sondern sind auch Arznei für die eine oder andere Krankheit oder Unpäßlichkeit; vorausgesetzt, man weiß um ihre Anwendungsweise.

Die Bedeutung der Heilkräuter wird in der heutigen Zeit gottlob immer mehr erkannt und was früher auf Intuition und Erfahrung beruhte, hat heute die moderne chemische Analyse exakt untersucht. Die wissenschaftliche Forschung ist in der Lage, den Großteil der pflanzlichen Wirkstoffe zu bestimmen, zu isolieren und sogar auf synthetische Weise „nachzubauen“.

Doch wir sind gut beraten, wenn wir uns an das „Original“ halten, denn im natürlichen Gefüge der Pflanze haben die heilenden Stoffe eine weitaus bessere Wirkung als wenn sie isoliert verabreicht werden, denn das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Diese Erkenntnis ist beinah so alt wie die Menschheit selbst. Immer schon haben die Menschen um bestimmte Pflanzen gewußt, mit denen sie ihre Leiden lindern oder sogar heilen konnten.

Es müssen nicht immer gleich schwere chemische Geschütze sein, mit denen wir eine Krankheit „bekämpfen“. Ein Versuch, sich mit den Heilkräutern ein wenig näher zu beschäftigen, lohnt sich immer und kann fast nebenher beim Wandern und Spaziergang in die Tat umgesetzt werden. Ein kleines Bestimmungsbuch in der Tasche macht
die ganze Sache interessant und der Wunsch, immer mehr Pflanzen kennenzulernen nimmt von Mal zu Mal zu.

Alles in allem ist das Kräutersammeln keine Kunst, die nur den alten Kräuterweibern vorbehalten ist. Es hat Sinn und macht Freude, seinem Körper etwas Gutes zu tun in einer Zeit, in der sich der Mensch immer mehr von der Natur entfernt.

 
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