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Annette Bisping, Heilpraktikerin Die chronisch kranken Kinder Von Kopf bis Fuß wund, nässend, aufgekratzt und juckend, so sieht ein Kind mit einer akuten Neurodermitis aus, einer Krankheit, welche die ganze Familie belastet. Die Eltern können das Leiden der Kinder, die Nächte ohne Schlaf und die ungewissen Aussichten oft nicht mehr aushalten. Übergewichtige Kinder, ständig kränkelnde oder verhaltensauffällige Kinder, sie alle haben gewöhnlich schon ein Übermaß an Medikamenten konsumiert aber an der grundlegenden Störung hat sich nichts zum Positiven gewendet. In den ersten zwei, drei oder vier Lebensjahren alle paar Wochen eine Behandlung mit Antibiotika wird mir oft von Eltern als die einprägsamste Erinnerung an die Säuglings- und Kleinkindzeit ihrer Kinder berichtet. Kann überhaupt noch ein Kind ohne Medikamente ins Erwachsenenalter gelangen? Sieht so eine glückliche Kindheit aus, die doch die Grundlage eines erfolgreichen Lebens bilden soll? Die Homöopathie kennt als eine Hauptursache chronischer Erkrankungen die Unterdrückung einer akuten Krankheit mit Medikamenten. Bekannt ist, daß zum Beispiel nach der Unterdrückung von Hautausschlägen häufig eine schwerer Erkrankung folgt, die zu Siechtum und Tod führen kann. So folgt auf eine mit Salben unterdrückte Neurodermitis in der Regel ein chronisches Asthma, welches lebensgefährlich sein kann und in der Schulmedizin als unheilbar gilt. Hahnemann schreibt in seinem Standardwerk der Homöopathie in den §§ 74 bis 77 über die chronischen Krankheiten, die durch allopathische (d.h. nicht homöopathische) Medikamente entstehen und seiner Meinung nach fast nicht mehr zu heilen sind. Er sagt im § 78, die echten chronischen Krankheiten entstehen aus der Vererbung heraus und lassen sich mit Diäten und Medikamenten nicht beeinflussen, wohl aber mit der Homöopathie, die den Gesetzen der Natur entspricht. Nun, glücklicherweise haben die Homöopathen seit Hahnemann auch erfolgreich die, wie er sagt, von der Medizin „verhunzten" Fälle zur Heilung gebracht. Es besteht also noch Hoffnung, auch wenn der derzeitige Zustand mitunter schwierig sein mag. So manches Kind fällt bereits im Kindergarten durch Unruhe, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und gestörtes Spielverhalten auf. Wo liegen die Ursachen für diesen Verlust kindlicher Lebensqualität und damit auch der kindlichen Lebensfreude? Das ausgerastete Kind Verschiedene Ursachen der kindlichen Verhaltens- und Lernstörungen Mancher Säugling ist bereits „von Geburt an“ eine harte Prüfung für die Mutter und für seine Umgebung. Heftiges und lang anhaltendes Schreien ist oft nur schwer zu ertragen; aber auch der viel zu ruhige Säugling, der zum Trinken zu schwach ist, macht Sorgen und Mühe. Diese Störungen entstehen typischerweise nach dem Einsatz von wehenhemmenden Medikamenten, die aus homöopathischer Sicht (und der zahlreicher Frauenärzte) viel zu oft und leichtfertig verordnet werden ohne Rücksicht auf die natürlichen Abläufe. Störungen durch wehenhemmende Mittel sind oft die grundlegende Ursache, die nach Aktivierung z. B. durch Impfungen zur kindlichen Hyperaktivität führen können. Anders sieht es aus, wenn der Säugling plötzlich durch nächtliche Unruhe und schrille Schreie, den sogenannten „Cri encephalique" auffällt. Dieses Verhalten ist gewöhnlich eine Folge vorausgegangener Impfung, die, da der Säugling nicht über eine geeignete Immunabwehr verfügt, direkt zur Gehirnreizung oder -erkrankung führen kann. Nach einigen Wochen klingen die Schreie ab, aber das Wesen des Kindes hat sich verändert. Der lachende, ausgeglichen Säugling hat sich in einen unruhigen Plagegeist verwandelt, der ständige Zuwendung braucht und die Eltern auch nachts nicht mehr zur Ruhe kommen läßt. Diese Kinder sind manchmal so anhänglich, daß für die Eltern - meistens die Mütter - jedes Privatleben entfällt. Diese kranken, nervösen Kinder leiden häufig unter geringem Gewicht, Appetitlosigkeit, Ruhelosigkeit und Immunschwäche; sie werden das „Opfer" jeder Krankheit. Wohlgemerkt, der Körper dieser Kinder braucht zur Regeneration seines Immunsystems zunächst eine Serie kleiner Krankheiten, bevor er sich wieder mit ernsthaften Gesundheitsstörungen auseinander setzen kann. Zu dieser natürlichen Regeneration werden oft Jahre benötigt, und manchmal verschwinden derartige Störungen scheinbar in der Pubertät, um erst im Alter von über zwanzig Jahren plötzlich wieder aufzuflammen. Das erneute Erscheinen frühkindlicher Störungen hängt oft mit Familiengründung und der Impfung der Säuglinge zusammen, die bei den Eltern „alte" Störungen wieder zum Vorschein bringen. Die Chance, daß frühkindliche Störungen sozusagen „von selbst" ausheilen, wird durch die Häufung der Impfungen fast unmöglich gemacht. Ein zweite Behinderung der Selbstheilung ist in der fortwährenden Unterdrückung banaler Infekte durch massive Medikamentengaben, besonders auch der Antibiotika, zu sehen. Apropos Antibiotika, sehr häufig erhalten Kinder Antibiotika in Form von Infusionen in hoher Dosierung. In einem solchen Fall verändern sich die Kinder nach der Genesung, die geistige Leistungsfähigkeit und Intelligenz nimmt, auch bei sehr kleinen Kindern, deutlich ab, die Schulnoten werden merklich schlechter. In diesem Fall ist nicht unbedingt die überstandene schwere Krankheit der Auslöser der Störung, sondern in der Regel die massiven Antibiotikagaben. Eine Nachbehandlung mit homöopathischen Mitteln ist in einem solchen Fall dringend anzuraten. Ein Beispiel war der Fall eines knapp zweijährigen Kindes, dessen Gesichtsausdruck sich nach Antibiotika massiv verschlechterte, die Zunge war sehr aktiv mit Löffelbildung. Das Kind brauchte neben verschiedenen Antibiotika besonders Bufo rana (Erdkröte), das genau diese Symptome einer leichten „Verblödung" zeigt. Als weiteres Beispiel ein Fall eines hyperaktiven Kindes: Das Mädchen kann die Beine nicht stillhalten, bewegt sie fortwährend, kann nicht ruhig sitzen, hat starke Rückenschmerzen und versetzte Wirbel im Bereich TH 1 - TH 6. Es handelte sich hier um die Folge einer (Diphterie-/)Tetanusimpfung. Die Rubrik Tetanus lieferte auch das homöopathische Heilmittel, die Beine beruhigen sich noch in der Praxis und die Entspannung setzt ein. Massive Lernstörungen und Legasthenie, die erst mit dem Beginn der Schulzeit in Erscheinung treten, sind dagegen schwerer zu identifizieren und zu behandeln. Die Legasthenie trat erst in den frühen 60er Jahren in Erscheinung, genau zu dem Zeitpunkt, als die Impfhäufigkeit massiv anstieg und der Zeitpunkt der Erstimpfung bereits auf den zweiten Tag nach der Geburt verlegt wurde. Die Neurodermitis nahm ca. 10 Jahre später ihren zunächst noch bescheidenen Anfang, wieder nach einem neuerlichen Anstieg der Impfhäufigkeit, besonders in den ersten Lebensmonaten. Wichtigstes Behandlungsprinzip ist nach meiner Erfahrung auch hier die Ursachenforschung und die dementsprechende Behandlung. In der Anamnese läßt sich normalerweise eruieren, bis zu welchem Zeitpunkt sich ein Kind normal entwickelt hat. Damit ist nicht gemeint, daß ein Kind bereits mit 6 Monaten sitzt und mit 9 Monaten läuft - während sich zum Beispiel die naturgemäße Bandbreite der Entwicklung zum Laufen zwischen ca. 9 Monaten und 2 1/2 Jahren bewegt - sondern wie lange eine Mutter glücklich mit der Entwicklung ihres Kindes ist und wann sie besorgt wurde. Im Normalfall wissen die Mütter recht gut zu beurteilen, ob sich ein Kind negativ verändert hat oder ob es keine Fortschritte mehr in seiner Entwicklung macht. Sind Impfungen die Ursache der Legasthenie oder der Lernstörung, erfordert die homöopathische Behandlung je nach Gewicht der Störung ganz unterschiedliche Mittel. Berücksichtigung finden sowohl die bekannte Heilmittel gegen Impffolgen wie auch die Mittel, die speziell nach individueller Ausprägung der Störung ausgewählt werden. Bei der Anamnese kann sich als Ursache einer Lernbehinderung oder auch nur einer Abneigung gegen alles Geschriebene herausstellen, daß dieses Kind eine traumatische Geburtserfahrung gemacht hat, wobei es sich häufig um eine Zangengeburt handelte, die von Todesangst begleitet war. Das homöopathische Simile ist hier Aconitum (Eisenhut), das Mittel der panischen Todesangst schlechthin. Wichtige Heilmittel der Homöopathie gegen Lernstörungen wie auch gegen Verschlimmerungen von Leiden durch Antibiotika sind Arsenicum album (weißes Arsenik) und Lycopodium (Bärlappsporen). Kinder die nächtlichen Terror machen, Schlafwandeln oder früher einen sehr heftigen Durchfall erlitten haben (Cholera infantum) brauchen oft zur Behebung ihrer Lernstörung Kalium bromatum (Kaliumbromid). Soweit einige Beispiele zur homöopathischen Heilmethode dieser mentalen Fehlfunktionen. Fazit: Die Homöopathie kommt allein mit Symptomen nicht aus. Zur Wahl des korrekten Simile müssen drei Faktoren berücksichtigt werden: 1. Die Veränderung der ursprünglichen Krankheit durch medikamentöse Unterdrückung 2. die Suche nach den Ursachen (iatrogen, traumatisch) der Erkrankung wie oben dargelegt 3. die korrekte Identifikation der Vererbung in einem gestörten Organismus.
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