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„Wer sich mit der Homöopathie beschäftigt, der wird von der Methode fasziniert sein !“ Ein Gespräch mit Dr. Dr. Eberhard Laubender zum Thema Sportverletzungen Rainer Ginolas: Herr Dr. Laubender, wie sind Sie zur Homöopathie gekommen? Dr. Laubender: Schon während meines Medizinstudiums bin ich häufig von älteren Patienten angesprochen worden, ob ich verwandt sei mit einem Dr. Laubender aus Rosenheim, der als Apotheker und Heilpraktiker im weiteren Umkreis berühmt war wegen seiner Heilerfolge. Das war der Anlaß für mich, in meiner Ahnenforschung meine Aufmerksamkeit auf diesen Vorfahren zu lenken. Als ich dann erfahren habe, daß er sehr viele Krankheiten erfolgreich mit homöopathischen Mitteln behandelt hat, habe ich mich dann schon während meines Studiums mit der Homöopathie beschäftigt und dann während des Erlernens der Naturheilverfahren auch Homöopathiekurse besucht. Mit der Eröffnung meiner Arztpraxis habe ich dann eigentlich schon verschiedene Naturheilverfahren angewendet. Gegenüber der Homöopathie war ich jedoch noch sehr mißtrauisch, zumindest, was die höheren Potenzen betraf. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß eine Hochpotenz wirken soll. Heute könnte mich niemand mehr vom Gegenteil überzeugen,nachdem ich v. a. in den Jahren 1976 - 1978 bedeutende erste Schlüsselerlebnisse und Heilerfolge mit der Homöopathie hatte. Rainer Ginolas: Wie behandeln Sie heute eine Verletzung? Dr. Laubender: Akute Verletzungen verlangen eine Art homöopathische Intensivmedizin. Die meisten Befunde bei Verletzungen kann man schematisch anordnen und somit ist es auch möglich, bei der homöopathischen Verletzungsbehandlung einer Art Schema zu folgen. In vielen Fällen kann man auf Diagnose hin behandeln. Das grundsätzliche Mittel bei Verletzungen jeder Art ist Arnica. Nachgeordnet unterscheide ich Ursache und Symptome einer Verletzung, z. B. ob es sich dabei um eine Biß - oder Stichverletzung, Prellung, Zerrung, Fraktur, Wunde u. s. w. handelt. Rainer Ginolas: Das Mittel Arnica hat eine so breitgefächerte Wirkung, daß man es bei allen Verletzungen geben kann? Dr. Laubender: Grundsätzlich ist Arnica das erste Mittel bei Verletzungen. Rainer Ginolas: Wie gehen Sie dann weiter vor? Wenn z. B. bei der Verletzung Sehnen, Bänder, Muskeln und auch Knochen gleichermaßen betroffen sind, geben Sie dann mehrere Mittel auf einmal? Oder bleiben Sie bei einem Mittel Ihrer Wahl? Dr. Laubender: Also, die klassische homöopathische Regel ist natürlich, daß man immer nur ein Mittel und nicht mehrere gleichzeitig geben sollte. Der Praxisalltag in der homöopathischen Intensivmedizin zeigt, daß es sehr wohl Ausnahmen von dieser Regel geben kann und sollte. Bei einer schweren Verletzung zeigen sich oft verschiedenartige Befunde, z. B. besteht neben einer starken Gewebsquetschung eine Wunde oder eine Gehirnerschütterung oder eine starke Schwellung oder ein Hämatom oder noch ein Knochenbruch. Und darüber hinaus hat der Patient starke Schmerzen. Wenn man hier nur ein einziges Mittel gibt, vertut man die zusätzlichen Heilungsmöglichkeiten anderer homöopathischer Mittel und verzögert dadurch auch einen raschen Heilerfolg. So kann man auf Diagnose hin beispielsweise als Grundmittel praktisch Arnica geben und entsprechend der Art der Verletzung ein anderes Mittel dazu, wie etwa bei entzündlicher Schwellung Apis oder bei Knochenhautverletzung Symphytum oder Ruta. Rainer Ginolas: Nun bemüht man sich ja in der klassischen Homöopathie darum, die Individualität des Menschen zu ergründen und mit einem Mittel zu behandeln. Ich würde gerne von Ihnen wissen,ob Sie glauben, daß das bei den Sportverletzungen möglich ist. Dr. Laubender: Bei Sportverletzungen, wie bei allen Verletzungen, hat man es weniger damit zu tun, die Individualität des Menschen zu ergründen, als vielmehr die Individualität und Art der Verletzung. Bei Sportverletzungen hat man es ja in erster Linie mit Verrenkung, Prellung, Wunden, Fraktur, Blutergüssen und Entzündung oder mit Überbeanspruchung des Bewegungsapparates zu tun. Sehr viele Gewebeteile sind hierbei betroffen. Ich möchte sagen, daß man bei der homöopathischen Intensivtherapie den vielschichtigen Verletzungen der Organe und des Bewegungsapparates gerecht werden muß, was eben bedeuten kann, daß man den Mut haben muß von der klassischen Ein-Mittel-Behandlung abzuweichen. Natürlich kann man auch hier ganz doktrinär ein Mittel geben, aber man vertut die Chancen einer besseren und frühzeitigen Fitness und Heilung des Verletzten. Oder ein anderes Beispiel: Denken Sie an eine heftige allergische Reaktion eines Patienten, der auf einen Bienenstich eine Allergie entwickelt. Hier gilt es rasch zu handeln und keine Zeit zu verlieren. Man gibt dem Patienten als erstes Mittel Apis, weil es ja dem klinischen Arzneimittelbild entspricht. Aber neben der lokalen Reaktionen entstehen ja auch noch die allgemeinen anaphylaktoiden Reaktionen, da müssen Sie auch Calcium carbonicum geben. Oder wenn ein Halsengegefühl auftritt, deckt sich das zwar auch mit Apis, aber Sie haben mit Lachesis zusätzlich schnelleren Erfolg. Es stellt sich die Frage, ob man als homöopathischer Therapeut dem Patienten in akuten Krankheitssituationen einfach diese weiteren Mittel entziehen darf. Es gibt genügend Akutsituationen, wo man vor Entscheidungen steht, ob man mit einer sinnvollen Kombination homöopathischer Einzelmittel den Patienten „rettet“ oder nach langem Zuwarten, wenn das Einzelmittel nicht ausreicht, den Patienten an die allopathische Medizin abgibt, wo er dann mit den nicht gewollten chemischen Mitteln behandelt wird. Wer ist hier wohl der Verlierer? Andererseits ist es nicht sinnvoll, alle homöopathischen Arzneien gleichzeitig einzusetzen, die man gerade zur Verfügung hat. Es muß angestrebt werden, diejenigen Arzneimittel herauszufinden, die sich nicht antidotieren und das Krankheitsbild decken. Rainer Ginolas: Die Frage, die sich einem ja auch stellt, denke ich, heißt: Ist es überhaupt möglich, ein einziges Mittel, das auf den gesamten Zustand paßt, ganz deutlich zu erkennen? Vor allem, wenn man unter Zeitdruck ist, und wenn der Patient vielleicht nur drei Symptome hat, die ihrerseits auch wiederum auf mehrere verschiedene Mittel passen? Dr. Laubender: Das ist sicherlich eine gute Frage. Nur wenn mir der Krankheitsverlauf ausreichend Zeit läßt, kann ich soviele körperliche und geistige Symptome herausarbeiten, um schließlich nur zu einem Mittel zu kommen. Rainer Ginolas: In welchen Potenzen geben Sie die Mittel? Dr. Laubender: Also, wenn eine akute, heftige, derbe Krankheit vorliegt, dann bevorzuge ich es in der Regel, die tiefen Potenzen rasch hintereinander zu geben. Rainer Ginolas: Rasch würde für Sie heißen...... Dr. Laubender: ......wenn es sein muß viertelstündlich bis zur Besserung, dann seltener! Rainer Ginolas: Können Sie da einen konkreten Fall nennen? Z.B. einen Knochenbruch? Dr. Laubender: Beim Knochenbruch gebe ich bis zur Besserung Arnica am ersten Tag stündlich in D 6 oder in D 8 Rainer Ginolas: Und wenn der Schmerz sehr stark ist? Dr. Laubender: Der Schmerz ist vornehmlich ein Gemütssymptom. Wenn er sehr stark ist, gebe ich auch eine höhere Potenz, wie z. B.die LM 18 oder die D 200 oder D 30, die im Bedarfsfall wiederholt wird. Rainer Ginolas: In Ihrem Buch „Homöopathie in Freizeit und Sport“ empfehlen Sie zur Schmerzbekämpfung mehrere Mittel, unter anderem „Coffea“, „Aconitum„ und „Chamomilla“. Dr. Laubender: Ja. Ich habe durch meine praktische Erfahrung herausgefunden, daß Aconitum, Coffea, Chamomilla die Grundmittel für Schmerzzustände sind. 1.) Aconitum hemmt nicht nur die Initialentzündung, es nimmt auch die psychische Unruhe und Angst, die mit einem Schmerz und dem Verletzungsereignis verbunden sind. 2.) Chamomilla nimmt dem unerträglichen Schmerz die Spitze und dem Patienten die Übellaunigkeit und ärgerliche Stimmung. 3.) Coffea hilft bei jeder Art Akut-Schmerz, verbunden mit Nervosität, Herzklopfen, besonders dann, wenn man schlaflos ist. Rainer Ginolas: Ich möchte noch etwas auf die Dosierung eingehen. Sie geben, habe ich den Eindruck, bei Verletzungen gerne niedrige Potenzen. Reichen die denn aus? Oder wäre es nicht vielleicht besser, wenn man höhere Potenzen gibt? Dr. Laubender: Ja, also meine Erfahrung ist, daß man bei organotropen Erkrankungen, dazu gehören ja auch Frakturen, Schnittwunden, Gehirnerschütterungen, u.s.w., mit den tiefen Potenzen eine sehr gute Wirkung erreicht. Natürlich kann man auch eine 200er geben, wenn man sich 1.) sicher ist und wenn man 2.) meint, daß man noch etwas tiefer wirken müßte, also nicht nur rein organotrop. sondern auch auf der mentalen und emotionalen Ebene. Grundsätzlich ist es aber zunächst wichtig, daß man das richtige homöopathische Mittel gibt. Erst in zweiter Linie ist es wichtig, die Potenz zu wählen Rainer Ginolas: Und wenn es sich um eine schwere Verletzung handelt,z. B. ein Verkehrsunfall? Spielt die Höhe der Potenz da eine Rolle? Dr. Laubender: Ja,das spielt schon eine Rolle. Man muß dem Gesamtzustand des Patienten und die klinische Therapie abwägen. Ich gebe dem Patienten an der Unfallstelle meistens die LM- Potenzen. Die wirken rasch und stehen keiner klinischen Behandlung im Wege. Wenn ich sicher bin, dann gebe ich dem Patienten auch schon eine C 2oo mit. Rainer Ginolas: Das würde ich gerne etwas hinterfragen, Was meinen Sie mit „wenn ich sicher bin“? Dr. Laubender: Wenn ich sicher bin, daß meine Arznei der Behandlung, die den Patienten jetzt in der Klinik erwartet, nicht im Wege steht. Rainer Ginolas: Was könnten das für Gründe sein, die da im Wege stehen? Dr. Laubender: Wenn ich mir beispielsweise nicht sicher bin, ob noch eine innere Blutung vorliegt, werde ich ich einige Mittel auswählen müssen und z. B. keine Hochpotenz von Phosphor geben. Da bin ich ein wenig zurückhaltend. Ich habe schon erlebt, daß man mit Hochpotenzen das Geschehen zunächst einmal verschlimmern kann. Rainer Ginolas: Aber Arnica, kann, wenn ich Sie richtig verstanden habe, hier universal gegeben werden? Dr. Laubender: Das kann hier universal gegeben werden. Rainer Ginolas: Bei vielen Verletzungen kann man mit der Homöopathie viel leisten. Aber wie ist es bei der Durchtrennung eines Nerven? Kann man da noch etwas erreichen? Dr. Laubender: Grundsätzlich ist es ja so, daß die durchtrennten Nerven möglichst nahe beieinander liegen sollten, wenn die Wunde mit Nähten versorgt ist. Die Homöopathie kann hier sehr wohl den Heilungsvorgang beschleunigen und auch helfen, daß keine Nachschmerzen auftreten. Wir wissen ja, daß oftmals neuralgische Schmerzen im Narbenbereich bestehen, wenn die Nervenenden zusammenwachsen. Das kann die Homöopathie, wenn sie gleich eingesetzt wird, verhindern. Rainer Ginolas: Kann man in etwa beschreiben, was machbar ist und wo die Grenzen sind? Dr. Laubender: Mit Homöopathie kann man sehr viel, aber nicht alles machen. Wenn man das richtige homöopathische Mittel frühzeitig geben kann, dann sind die Chancen entsprechend größer. Wenn die Wunde vernarbt ist, dann ist es natürlich schwieriger. Rainer Ginolas: Normalerweise haben aber doch verletzte Nerven das Bestreben, wieder zusammenzuwachsen ...... Dr. Laubender: ......... ja, der Nerv hat das Bestreben, zusammenzuwachsen und wir wissen ja auch, daß die Nerven in einem ganz bestimmten Zeitraum eine ganz bestimmte Strecke wachsen können. Und das kann man mit der Homöopathie verbessern. Als ausgezeichnetes Mittel hat sich in der Praxis hier Hypericum bewährt. Das ist das Mittel für die Verletzungen der Nerven. Rainer Ginolas: Wäre Hypericum auch angezeigt bei Querschnittslähmungen? Dr. Laubender: Zunächst sollte man auch hier an Arnica denken und dann an Hypericum. Und man sollte dann auch noch die eigenen Symptome mitberücksichtigen. Die Querschnittslähmung ist natürlich ein Fall für die Akut - und die Intensivmedizin und der Patient wird einem die erste Zeit nicht zugänglich sein, weil er auf der Intensivstation liegt. Ich glaube aber, daß man bei Verletzungen des Rückenmarkes mit homöopathischen Mitteln eine hervorragende Unterstützung des Heilungsvorganges hat, wenn sie zusätzlich zur klinischen Behandlung eingesetzt werden. Hier wäre etwas sehr Erfreuliches anzumerken. Zu sehr vielen Kollegen in den Kliniken hat sich mit meiner Praxis eine sehr gute kollegiale Zusammenarbeit entwickelt. Oftmals werden auf Wunsch des Patienten in Absprache mit der Klinik homöopathische Mittel von mir verordnet. Rainer Ginolas: In Ihrem Buch „Homöopathie in Freizeit und Sport“ schreiben Sie auch über „Doping“, also etwas über Leistungssteigerung im Sport. Sie gehen hier jedoch ausführlich auf die Psyche ein. Warum? Dr. Laubender: Weil die Leistungssteigerung entscheidend davon abhängt, ob wir Störungen in der Psyche und im vegetativen System beseitigen können und frei sind von emotionalen und mentalen Belastungen. Ich berücksichtige bei der Behandlung von Leistungsstörungen die persönlichen Probleme und Gefühle eines Patienten. Nehmen wir beispielsweise einen Menschen, der bei jeder Leistung, die von ihm gefordert wird, stets durch Versagensangst, Lampenfieber und innere Steifheit gehemmt wird. Er wird mit Gelsemium davon befreit und wieder zu seiner Leistung finden können. Oder nehmen wir jemand, der ständig beleidigt und mit sich unzufrieden ist und stets Probleme mit sich herumschleppt. Oder jemand, der unversöhnlich ist, und sein Problem nicht vergessen kann. Oder jemand, der ständig streitet, zornig und übelgelaunt ist. Dagegen gibt es homöopathische Mittel, die dem Patienten helfen, seine psychischen Störungen zu beseitigen und seine Leistungen wieder zu steigern und zu optimieren. Das ist nach meiner Erfahrung eine Säule eines „homöopathischen Doping“. Rainer Ginolas: In diesem Falle behandeln Sie die Konstitution? Dr. Laubender: Die Konstitution wird nach Möglichkeit bei der Wahl des homöopathischen Mittels mitberücksichtigt. Rainer Ginolas: Welches Mittel würde Ihnen zu dem Patienten, „der ein Problem immer mit sich herumschleppt“, denn spontan einfallen? Dr. Laubender: Jemand, der ein Problem mit sich herumschleppt , weil er sich beleidigt fühlt, der sich solange ärgert, bis er sich wieder ausgesöhnt hat - der braucht Staphysagria! Rainer Ginolas: Und „wenn sich jemand ständig mit einem streitet?“ Dr. Laubender: Hier gibt es Unterscheidungen: Wenn jemand streitsüchtig, übel gelaunt und reizbar ist, dem hilft Chamomilla. Wenn jemand im Streit ist, seinen Ärger nicht vergessen kann, immer wieder auf das Gleiche zurückkommt und deshalb seine zwischenmenschliche Beziehung abbricht, der kann durch Natrium muriaticum den emotionalen Ballast abwerfen. Wenn homöopathische Mittel auf der psychisch - geistigen Ebene wirken sollen, gebe ich in der Regel höhere Potenzen wie D 30, D 200, D 1000 oder auch die LM-Potenzen. Bei den psycho-vegetativen und ebenso bei den chronischen Erkrankungen ist es sinnvoll, nach der klassischen homöopathischen Regel nur jeweils ein Mittel zu geben. Rainer Ginolas: Nehmen Sie noch andere Behandlungsmethoden mit dazu ,z. B. Salben, Öle, kalte Umschläge, etc? Dr. Laubender: Abgesehen davon, daß akute Verletzungen natürlich akutmedizinisch versorgt werden müssen, das heißt, zur Fraktur gehört der Gipsverband und zur Wunde die Naht, gebe ich auch Salbenverbände, Umschläge und Kneippsche Wickel. Wenn es eine Prellung ist, dann gebe ich z. B. eine Beinwell - oder Roßkastaniensalbe, also ich beziehe da auch andere Naturheilverfahren mit ein. Rainer Ginolas: Ich weiß, daß Sie viele Spitzensportler und Olympia - Teilnehmer behandeln. Glauben Sie, der Einfluß der Homöopathie wird auch bei Sportlern größer? Dr. Laubender: Früher war die Homöopathie ja etwas unbekannt in Sportlerkreisen, das liegt auch daran, daß viele die Wirkungsweise dieser Homöopathie nicht verstehen können. Aber wer sich mit der Hömöopathie beschäftigt, der wird von der Methode fasziniert sein. Im Vorwort zu meinem Buch habe ich geschrieben : „Wer als Arzt“ - und das gilt für jeden Therapeuten oder Heilpraktiker genauso - „sowohl die Liebe zur Homöopathie als auch zur Schulmedizin in sich trägt, wird unvergleichlich mehr Leiden bei den an Körper, Geist und Seele kranken Patienten heilen können.“ Damit will ich im Allgemeinen sagen, daß sich Schulmedizin und Homöopathie nicht gegenseitig behindern müssen, sondern gegenseitig ergänzen können. Ein Homöopath muß auch bereit sein, zur Schulmedizin parallel homöopathisch zu behandeln. Auch darin sehe ich einen Auftrag der Homöopathie. Er muß durch Erfahrung immer mehr lernen und erkennen, in welchem Krankheitsfall allopathische Medizin durch Homöopathie sinnvoll ergänzt oder ersetzt werden kann. Dort, wo die Homöopathie es kann, behandelt man mit Homöopathie, und dort, wo die Schulmedizin gefordert ist, behandelt man mit Schulmedizin. Aber vergessen wir nicht, daß es sehr viele Krankheitsfälle gibt, wo eine medizinische Disziplin alleine nicht weiterkommt und wo beide , die Homöopathie und die Schulmedizin sich ergänzen und dem Kranken helfen können. Rainer Ginolas: Herr Dr. Laubender, ich danke Ihnen für dieses Gespräch. Anmerkung der Redaktion: Eine von Dr. Dr. Laubender herausgegebene Taschenapotheke zusammen mit einer Broschüre unter dem Titel „Homöopathie für Freizeit, Sport, Zuhause, Unterwegs gibt es bei der Staufen-Pharma, Göppingen. Informationen und Broschüre: 07161/6760
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