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Jüngsten Berichten zufolge leiden über 20% unserer Bevölkerung an allergischen Erkrankungen der Haut und der Atemwege. Welche Ursachen liegen dem zugrunde? Sind es immer Umwelteinflüsse, die da mit hineinspielen, oder gibt es vielleicht noch andere Ursachen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen behindern? Umwelteinflüsse können durchaus eine Rolle spielen. Dies muß aber nicht so sein. Sie können dennoch verschiedenster Art sein und betreffen womöglich unseren ganzen Planeten. Mittlerweile sind die negativen Einflüsse, die mitunter ein verheerendes Ausmaß angenommen haben, allen bekannt: Luft- und Wasserverschmutzung, Bodenverseuchung und was daraus resultiert: katastrophale Klimaveränderungen mit all ihren Folgen, die weltweit zu verzeichnen sind. Vereinfacht ausgedrückt ist die Allergie eine Überpfindlichkeitsreaktion des Körpers gegenüber Stoffen aus unserer Umgebung. Problematisch und bedenklich ist dabei, daß immer mehr weitgehend „normale" Stoffe, die uns umgeben, sich als Allergene, d.h. als allergieauslösend entpuppen. Langfristig ist es daher wenig sinnvoll, Desensibilisierungen durchzuführen, die einerseits ins Uferlose münden, weil täglich neue Allergene aufgespürt werden, und andererseits aus diesem Grunde die bislang praktizierten Austestungsverfahren zu zeitaufwendig und folglich auch zu kostenaufwendig sind. Wie steht es denn da mit der so sehr herbeigesehnten Kostendämmung im Gesundheitswesen? Ein vernünftiger Weg können daher nur der Wiederaufbau bzw. die Stärkung des Immunsystems sein. Nur wenn dieses intakt ist, können wir frei von Allergien leben. Wir Menschen sind im Großen wie im Kleinen immer herausgefordert zu handeln. Im Großen ist gleichbedeutend mit Verantwortung zu übernehmen hinsichtlich politischer Entscheidungen in bezug auf dringendst zu behebender Umweltbelastungen, die tagtäglich und somit konstant zunehmen. Auch mit Null-Emissionen (Industrie, Transportmittel etc.) könnte bzw. kann man leben, sogar sehr gut leben! Dies ist technisch machbar. Es will nur in die Tat umgesetzt werden; also eine Frage richtiger und mutiger Entscheidungen, die gefällt werden müssen, ohne faule Kompromisse, ohne jegliches Wenn und Aber. Hierzu am Rande des Themas ein nachahmenswertes Beispiel: Seit dem 28. April 1997 fährt ein völlig neuartiger Linienbus durch München. Das Besondere: er ist mit einem Wasserstoffmotor ausgerüstet, fährt also praktisch emissionsfrei! Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums handelt es sich um ein weltweit bislang einzigartiges Pilotprojekt. Also technisch möglich, und das nicht erst seit ein paar Wochen! Bleibt zu hoffen, daß auch anderweitig dieses Projekt von den zuständigen Behörden als praktisch umsetzbar akzeptiert wird. Im Kleinen würde bedeuten: Jeder kann in seiner kleinen Welt, in seinem Haushalt, in seiner Familie, sowohl in seiner privaten als auch in der gesellschaftlichen Sphäre einen konstruktiven Beitrag leisten, um die Umweltbedingungen zu verbessern, was letztlich ihm selbst, aber auch unseren Kindern und der ganzen Natur zugute kommt. Ein afrikanisches Sprichwort bringt diesen Gedanken sehr treffend zum Ausdruck: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern. - Mit dem „Angesicht der Erde" ist unter anderem die gesamte Natur gemeint. Was ist Natur? Es ist die universelle, lebende und energetische Ordnung, die allem zugrunde liegt und die immer bestrebt ist sich selbst zu erhalten und zu regenerieren. Dieses Regenerations- und Erhaltungsprinzip ist allen Lebewesen - Menschen, Tieren und Pflanzen - (der Mikrokosmos mit seinen unendlich vielen Abstufungen und Schattierungen) wie dem gesamten Universum (der Makrokosmos) gemeinsam. Schäden von Menschenhand, welche die Schwelle des „Harmlosen" übertreten, bedingen naturgemäß katastrophale Lebensumstände bis hin zur ernsthaften Bedrohung allen materiellen Lebens an sich. Für unseren sogenannten Wohlstandsmüll beispielsweise zahlen wir bares Geld, ohne daß uns dies immer so recht bewußt ist. Das trifft um so mehr zu, wenn wir uns bemühen, uns besser, „gesünder" und bewußter zu ernähren. Denn bekanntlich fängt Umwelt schon in unserem eigenen Körper an, in der materiellen Hülle, die uns umgibt. Wie sieht es zum Beispiel mit unserer Ernährung aus? Können wir noch bedenkenlos jedes Lebensmittel kaufen, das heute angeboten wird? Handelt es sich angesichts gewisser Manipulationen wie Gentechnik, Begasung, Schwefelung oder dubioser Konservierungsmethoden noch um Lebensmittel? Oder wäre es manchmal berechtigt, sie anders zu bezeichnen? Was tut uns wirklich gut? Ist es immer nur das, was besonders gut aussieht oder schmeckt? Unser Körper als „Träger" unseres Seins und gleichzeitig das erste nennen wir es einmal „Umweltphänomen", dem wir begegnen - diesen Gedanken kann man weiterspinnen mit der Feststellung, daß letzten Endes auch unser Denken - aufbauend und harmonisch - oder destruktiv und chaotisch - eine entscheidende Rolle spielt, sei es in der Beeinflussung unseres Befindens (gesunderhaltende oder krankmachende Gedanken) wie auch in unseren freudvollen oder aber leidvollen Erfahrungen. All dieses kann von der jeweiligen Verfassung des Körpers beeinflußt oder gar gesteuert werden, wobei beide Marschrichtungen denkbar sind. Erstrebenswert, weil auch für jeden vorteilhafter, wäre sicherlich die Steuerung über den geistig-seelischen Bereich. Das Zitat: „Steter Tropfen höhlt den Stein", trifft sowohl für unsere Gesundung als auch für die Entstehung von Krankheiten zu. Genauso wie eine chronische Krankheit ein langsam fortschreitender Prozeß ist, kann es auch nicht wieder schlagartig zu einer Gesundung kommen. Eine unterdrückte Krankheit wird praktisch immer den gleichen Stellenwert einnehmen wie eine verschleppte, nicht auskurierte Krankheit. Um auf die vorhin erwähnte gesündere und bewußte Ernährung zurückzukommen: Es ist gewiß nicht einerlei, ob das, was in der Regel dreimal täglich unser Magen aufnimmt bekömmlich, gesunderhaltend oder krankmachend ist. Hier spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Eine jahrzehntelange gesunderhaltende, vitale Nahrung oder aber eine krankmachende denaturierte Kost, dazwischen können Welten liegen. Ein vitaler, d.h. lebendiger Organismus, braucht auch vitale, natürliche Nahrung, um sich erhalten zu können! Die degenerativen, ernährungsbedingten Erkrankungen, die in den letzten 50 Jahren in beträchtlichem Maße zugenommen haben, dürften ein ausreichender Hinweis für die Folgen permanenter Fehlernährung sein. Um nur einige dieser Krankheiten zu nennen: Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthritis und Arthrose, Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden sowie Zahnverfall Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, Leberschäden, Gallensteine, Nierensteine, Fettsucht, Gicht usw. Erkrankungen der Verdauungsorgane mit Funktionsstörungen von Leber, Galle, Pankreas, Dünn- und Dickdarm usw. Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall usw. Erkrankungen der Atemwege mit Katarrhen und Entzündungen: Kehlkopf- und Halsentzündungen, meist als Folge eines geschwächten Abwehrsystems! In diesem Zusammenhang noch eine Richtigstellung: die sogenannte Erkältung oder Unterkühlung ist lediglich der Auslöser, beispielsweise für die Mandelentzündung. Die Ursache aber ist das geschwächte Immun- oder Abwehrsystem! Abwehrschwäche entsteht immer dann, wenn eine kontinuierliche Fehlernährung vorliegt und die medizinische Versorgung - insofern eine solche stattgefunden hat - fehlgeschlagen ist. Leider sind in der heutigen Medizin „Heilbehandlungen" im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Seltenheit geworden. Heilbehandlung sollte bedeuten, daß der erkrankte Mensch wieder „heil" wird. Das Wort „heil" ist mit dem englischen „whole" analog, welches ganz bedeutet. Ziel einer Heilbehandlung sollte demnach immer sein, den kranken Menschen vollkommen wiederherzustellen als Einheit von Geist, Seele und Körper. Das bedeutet „heilen"! Unsere westliche Medizin betreibt vorwiegend eine symptomatische Linderungsbehandlung, wenn es dabei bleibt. Durch die häufig unsachgemäßen Behandlungen mit Antibiotika, Cortison- und Hormonpräparaten usw. werden Krankheitsprozesse, die in belastenden Lebenssituationen immer wieder aufflammen, systematisch unterdrückt. Dieses Vorgehen beschränkt sich fast immer auf die körperliche Ebene. Die körperlichen Symptome werden dabei lediglich unterdrückt, seelische Auslöser gänzlich übersehen. Dabei bleibt die Prophylaxe oder die Gesundheitsvorsorge auf der Strecke. Vorbeugen bedeutet doch nichts anderes als sich über etwas bewußt zu werden, daß ich z.B. rechtzeitig handeln muß, ehe es zu spät ist. Die Vorbeugung von Krankheiten und ihre Heilung setzt zunächst einmal voraus, daß ich die möglichen Ursachen abklären muß, diese können sein: eine langfristige Fehlernährung Lebensumstände, mit denen der einzelne erkrankte Mensch nicht adäquat umgehen kann oder will. Umwelteinflüsse, die möglicherweise die Gesamtsituation verschlechtern. Alsdann muß ich überlegen, was ich für meine Heilung selbst tun kann oder ob ich vielleicht nicht ohnehin therapeutische Hilfe benötige. Ein großes medizinisches Problem unserer Zeit liegt in der Unterdrückung von Krankheitsprozessen. Das Problem der Unterdrückung mit seinen unweigerlichen Folgen, nämlich die Entstehung chronischer Krankheiten, erkannte bereits vor genau 200 Jahren der Begründer der Homöopathie, der Meißener Arzt Dr. Samuel Hahnemann. Allein über die Thematik der chronischen Krankheiten füllte er fünf Bände. Eine gewissenhaft praktizierte homöopathische Behandlung nach den Regeln von Dr. Hahnemann berücksichtigt immer den ganzen Menschen als unzertrennbare Einheit von Geist, Seele und Körper. Eine Unterdrückung von Krankheiten führt also zwangsläufig zu chronischen Krankheiten. Das ist heute, 200 Jahre später, aktueller denn je. Zum besseren Verständnis: chronische Krankheiten sind sich überlagernde, immer wieder akut auftretende Krankheitsbilder verschiedenster Art, akute Prozesse, die sobald sie ans Tageslicht kommen, mit den Mitteln modernster Pharmazeutik häufig unterdrückt werden. Dies hat mit Heilung absolut nichts zu tun. Die Unterdrückungskrankheiten nehmen von Jahr zu Jahr ständig zu: Immer mehr Kinder und Jugendliche, selbst Säuglinge, leiden an Allergien. Worauf reagieren denn die Betroffenen allergisch? Nicht erst seit heute erkennen auch Mediziner den Zusammenhang zwischen einem Ekzem, welches mit Cortison beseitigt wurde, und dem danach auftretenden Asthma, was sich allerdings genauso in einer anderen Krankheit äußern kann. Wird also diese Symptomatik „Ekzem" weiterhin unterdrückt, so beginnt der bis dahin „nur" an einem akuten Ekzem Erkrankte an einer schwerwiegenden Krankheit zu leiden, bei der sich der chronische Charakter verstärkt und sich häufig durch allergische Zustände bemerkbar macht. Wir sollten Krankheitsgeschehen nach Möglichkeit nicht versuchen zu unterdrücken. Bei diesem Vorgehen tun wir uns keinen Gefallen; wir verstricken uns nur noch mehr in immer kompliziertere Prozesse, die am Ende kaum noch heilbar sind. Die Homöopathie nach Dr. Hahnemann zeigt uns einen Weg auf, um wieder Zugang zu finden zu all den unterdrückten Symptomen, bis die Ursache des seelischen Lernprozesses freigelegt und die Krankheit als solches beseitigt ist. Das Symptom ist nicht die Krankheit, es ist nur der Wegweiser, den wir sehen müssen, um das homöopathische Mittel zu finden. Dann können auch die bis dahin blockierten Selbstheilungskräfte unseres Organismus wieder ungehindert zu unserem Wohle arbeiten.
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