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Natur- und Volksmedizin Aus dem Archiv: Natur- und Volksmedizin Heilpraktiker C. G. Dahn (geb.: 04.06.1924, gest.: 10.09.1977) schrieb in „Rezepte der Natur- und Volksmedizin - Sammlung familiengeheimer Heilpraktiker-Rezepte und bewährte Heilmittel aus dem Erfahrungsschatz der Völker aller Kontinente und Zeiten -“ wie folgt: „Es gibt eine Heil-Kunst, die höher ist als das materielle Zweckdenken der heutigen Schulmedizin. Diese Kunst des Heilens ist eine Gabe, die jedem Geschöpfe vom Schöpfer in die Wiege gelegt wurde. Der Baum sperrt einem kranken Aste die Saftzufuhr und läßt ihn verdorren. Das kranke Reh kaut Kräuter, die es sonst nie beachtet. Und der Fuchs, der im Fangeisen hängt, amputiert sich ein Bein, um sein Leben zu retten. Dieses Instinktverhalten kennt keine Vernunftsgründe, kann daher verstandesgemäß nicht erfaßt und auch nicht gelehrt werden. Auch der Mensch besaß einmal ein untrügliches ‘Wissen um Gut und Böse’, das ihn zur rechten Zeit zur rechten Handlungsweise zwang. Zivilisation und Wissenschaft ließen dieses Urwissen verkümmern. Wertvolle Reste davon finden wir jedoch heute in den Regeln und Rezepten der Natur- und Volksmedizin. Es ist darum nicht erstaunlich, daß diese Mittel oft noch Besserungen und Heilungen vollbringen, wenn Arzt und Klinik den Kranken bereits aufgegeben haben.“ Dahn schreibt u.a. weiter: „Klebe nicht an der Diagnose! Über 40% aller medizinischen Laborbefunde sind laut Statistik falsch. (Anm.d.Red.: Diese Aussagen erfolgten noch zu Lebzeiten von Dahn.) Von 10 Patienten, die in der Klinik sterben, wurden nach jüngsten Veröffentlichungen durchschnittlich 7 nach einer fehlerhaften Diagnose falsch behandelt. Jede Diagnose ist unvollkommen und kann nur Stückwerk sein, ganz einfach darum, weil unser Wissen vom Menschen nur Stückwerk ist. So entlarvte fast jede neue medizinische Entdeckung alle Behauptungen der Schulmedizin, die bis dato für unantastbar galten, für Irrtümer. Homöopathen und Neuraltherapeuten haben längst begriffen und stellen die Diagnose erst nach dem Ergebnis der Behandlung. Für uns heißt das: Jedes Rezept der Natur und Volksmedizin kann gerade für den vorliegenden Fall wichtig sein. Der Mensch ist ein unteilbares Ganzes; und ein scheinbar unwichtiges Nebensymptom ist mitunter die Brücke zu einem buchstäblich umwälzenden Behandlungserfolg. Beispiele: Zu mir kam ein Fall von Bewußtseinsstörungen, die nach klinischer Diagnose auf eine Gehirnnarbe zurückzuführen und demnach unheilbar war. Alle Behandlungsmethoden, auch die in der Natur- und Volksmedizin gegen Bewußtseinsstörungen bekannten, versagten. ‘Nebenbei’ litt der Patient an einer bestimmten Form von Verstopfung. Nachdem ich das entsprechende Mittel gegen speziell diese Art von Verstopfung eingesetzt hatte, verschwanden die Bewußtseinsstörungen, obwohl der Patient natürlich nach wie vor die Gehirnnarbe hat. Ein Schulmediziner würde jetzt u.U. untersuchen, ob man nicht also gehirnnarbenbedingte Bewußtseinsstörungen durch Abführmittel heilen könne. Wir aber wissen, daß hier lediglich über ein Nebengleis dem ‘inneren Arzt’ des Kranken durch ein natürliches Mittel die Möglichkeit zur ‘Selbstheilung’ gegeben wurde. Wie sich das im Innern des Patienten abspielte, wird für materiell denkende Mediziner immer ein Rätsel bleiben. Der Behandler darf darum stets nur Diener des ‘inneren Arztes’ sein. Wer mit Gewaltmitteln der Natur befehlen will, wird leicht zum Mörder. Man prüfe daher alle Rezepte und wähle das Beste ...“ Und hier einige Rezepte aus der „Dahn-Sammlung“. Ableitungsverfahren Man behandelt gesunde Organe, um kranke zu entlasten, verkrampfte zu entspannen, Krankheitsstoffe aus dem Körper zu leiten und die Widerstandskraft zu stärken. Bei heftigem Fieber wirkt eine Auflage von Senfteig auf die Waden ableitend. Kopfschmerz wird durch heiße Fußbäder abgeleitet. Ableitung über Nieren erfolgt durch harntreibende Mittel, über den Darm durch Darmbäder oder Abführmittel, über den Magen durch Brechmittel und Magenspülungen, über die Haut durch Haarseile, Blutegel, Schröpfen, hautreizende Pflaster und Einreibungen, Packungen und Wickel. Ableitung auf die Füße: Nasse Socken, Wadenwickel, Fuß- und Beinwickel, Knie- und Schenkelgüsse, Wassertreten, Fußbäder, Barfußlaufen, Wasser-, Schnee- und Tautreten. Ableitung auf Leib und Unterleib: Sitzen auf nassem Tuch, Kurzwickel, Lendenwickel, Sitzbad, Halbbad. Ableitung auf die Gebärmutter bei Regelstörungen, wenn diese verbunden sind mit Psychosen, Erregungszuständen, Schlaflosigkeit, Gallensteinen, Asthma, Kreislaufstörungen, Gelenk- und Nervenentzündungen, Rheuma und Fettsucht: Äußerlich heiße Fußbäder, Senf-Fußbäder, heiße Sitzbäder, Moorbäder, Schlammpackungen, heiße bzw. wechselwarme Scheidenspülungen, Unterleibsmassagen, Oberschenkelmassagen, Blutegel an den Oberschenkelinnenseiten, Hautreizung der Oberschenkelinnenseiten, der Leistenbeugen, des Kreuzbeins und der Schamhaargegend. Innerlich Glaubersalz, Sennesblätter, Petersiliensamen, Aloe, Ringelkraut, Safran, Tausendgüldenkraut, Mürrhe, Wermut, Wacholderbeeren, Muskat, Angelica, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Paprika, Zwiebeln, Meerrettich. Man leitet ab vom Kopf in die Arme, Brust, den Leib oder die Beine Von der Brust in die Arme oder Beine Vom Leib in die Beine Von den Beinen in den Leib oder die Arme Bei chronischen Krankheiten verschiedenster Art hilft oft das Peitschen der Haut mit Brennesseln (kalifornische Indianer), das Auflegen hautreizender Pflanzensäfte und blätter (Chippeway- und Creek-Indianer), das Aufsetzen von Ameisen (Samoa, Tonga-Inseln, Äthiopien). Das Aufstreuen heißer Asche oder Auflegen glühender Kohlen wird zum gleichen Zweck von den Papuas ausgeführt. Hingegen bevorzugen Bea-Ronga-Indianer und andere Stämme glimmendes Pflanzenmark. Auf den Gilbert-Inseln benutzt man Kokosschalen, während die Mincopis Bienenwachs verwenden, das über offenem Feuer flüssig gemacht wurde. In Marokko sind Heilkünstler berühmt, welche Ableitungskuren mit glühenden Eisen durchführen.
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