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Wir sind so stolz auf unser Menschsein und nennen uns die Krone der Schöpfung! Geist und Verstand, so betonen wir, unterscheiden uns von den Tieren und zeichnen uns als Menschen aus. Doch zum Menschsein gehört viel, - viel mehr als nur Intelligenz und Forschungsgeist.
„Mensch wird man erst, wenn man allen Geschöpfen gegenüber menschlich denkt und handelt, sonst ist und bleibt man ein Unmensch.“ (Hans Fischinger)
Mit beispielloser Ehrfurchtslosigkeit im Umgang mit der Schöpfung degradiert der Mensch sich selbst zum ärgsten Feinde dessen, was ihm von Anbeginn seiner Existenz anvertraut wurde. Auswirkungen und Folgen lassen nicht lange auf sich warten und würden wir sie als das sehen, was sie sind, müßten wir im eigenen Interesse einsichtig werden und feststellen, daß die „Krone“, die wir so stolz tragen, nur aus spitzen Dornen besteht die immer mehr ins Fleisch schneiden.
Solange wir uns als die Herren der Schöpfung begreifen wird die von uns verursachte „Erdballkrankheit“ immer weiter fortschreiten und uns letztendlich vernichten. Katastrophen wie Tschernobyl, furchtbare Kriege und menschenvernichtende Strategien, das berüchtigte Ozonloch mit seinen unüberschaubaren Folgen für Mensch und Tier, die Vernichtung der Regenwälder, Versteppung und Zerstörung fruchtbarer Böden, Überschwemmungen, Ausrottung von Pflanzen und Tieren mittels chemischer Keule, Krankheit, Not und Elend, - all die selbst- oder mitverschuldeten Katastrophen, bei denen der Mensch seine raffgierige Hand im Spiele hat und nicht imstande ist, weitsichtig und verantwortungsvoll zu handeln.
Unser vielgepriesener und vielzitierter Fortschritt macht auch nicht halt vor Bereichen, zu dem der Mensch möglicherweise keinen Zutritt hat. Die Genmanipulation ist ein Baum, dessen Früchte wir nur mit allergrößter Zurückhaltung essen sollten, es könnte sein, daß sie uns sehr schwer im Magen liegen. Wir maßen uns an, das Erbmaterial von Tieren und Pflanzen „gewinnbringend zu optimieren „als bedürfe die Schöpfung unserer laienhaften Korrektur. Selbst vor dem menschlichen Organismus macht sie nicht halt und greift ein in Schöpfungsgesetze, deren Dimensionen wir in unserer menschlich begrenzten Sicht gar nie überschauen können. Der liebe Gott hätte gut daran getan, gleich nach dem 7ten Schöpfungstag unverzüglich zum Patentamt zu gehen, - hätte er geahnt, daß sich der Homo sapiens eines Tages so „schöpferisch“ betätigen würde.
Der Mensch hat sich leider nicht als Treuhänder der Schöpfung erwiesen. Fakt ist, daß er den Fortbestand des schönen blauen Planeten mehr und mehr gefährdet ungeachtet der Folgen, die wir alle zu tragen haben. Um unsere Mutter Erde steht es nicht vom besten und mit uns, die wir den Erdball bevölkern, schon gar nicht. Es scheint, als würde unsere Welt von Tag zu Tag kälter und ärmer an Liebe, Menschlichkeit und Güte, denn in zunehmendem Maße greifen Egoismus und Brutalität um sich. Jeder ist sich selbst der Nächste und handelt auch so.
Ein Blick in die Medien zeigt das deutlicher Sprache.
Die Zeichen der Zeit sind unschwer zu deuten. Wie auch immer man es drehen und wenden mag: nicht nur unsere Erde ist krank, - auch wir kranken an Körper und Seele. Tröstlich zu wissen, daß es für jede Krankheit eine wie auch immer geartete Medizin geben soll.
„Die höchste Arznei ist die Liebe“ heißt es so schön. Das umzusetzen und zu praktizieren ist eine der schwierigsten Aufgaben, die uns hier auf Erden gestellt werden, doch seien wir getrost: das Potential dazu haben wir in uns, - dürften wir uns sonst Mensch nennen?
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