Der Tierkreis und die Geheimnisse des Lebens


Der Tierkreis und die Geheimnisse des Lebens
von Günther Harms

Jede Religion wächst aus dem Boden kosmisch-biologischer Erkenntnis, was in ihrer tiefsten Tiefe Kosmosophie ist. Enthüllung des Schöpfungs- Natur- und Lebensgeheimnisses. Dieses tiefste Erkennen führt zum lebendigen Gotterleben und aus diesem heraus zur Aufrichtung einer Welt des Edelmenschen. Das älteste und universellste Wissen der Menschheit, das alle alten Kulturvölker besaßen und unter dessen unüberwindbarer Gewalt auch die Neuzeit steht, ist der Tierkreis.

Der kosmisch-mystische Dichter, Hans Sterneder, der sein Lebenswerk dem Tierkreis und der höheren Erkenntnis widmete, schrieb dazu:
"Der Tierkreis ist der zwölfstufige Entwicklungsweg alles irdischen Lebens. Also von Pflanze, Tier, Mensch und Kosmos.
Der Tierkreis war der heilige Lebensboden der Menschheit. Solange er in ihr lebendig war, stand sie auf der Sommerhöhe; ihres Lebens."

Der Tierkreis hat seinen Ursprung In Thule oder dem Hyperboräa der Griechen, dem Land der urnordischen Kosmosophen und Astromanten. Jenem Land im hohen Norden, das vor dem letzten Polsprung ein Land des ewigen Frühlings war (Grönland, Island usw.). Von dort aus wurde das kosmische Wissen nach Atlantis weitergetragen. ebenso über Rußland und Persien ins Land der dunkelhäutigen Inder. Dort wurden die Einwanderer aus dem Norden "hari" - die blondbärtigen - genannt. Und Nordindien hieß damals "Aryavarta", das Land der Edlen.

Ebenso ist das Wissen in Ägypten und bei den Inkas und Azteken zu finden, um nur einige zu nennen, und verschmolz dort mit der eigenständigen Religion.

Das ist auch die Erklärung dafür, dass wir dieses Tierkreiswissen bei allen hohen Kulturen finden können. Ebenso ist es die Wiege aller Mythologien. Denn alle Religionen, einschließlich dem Christentum, wurzeln und wachsen aus dem Tierkreis.

Man muss dieser Geisteswissenschaft das höchste Alter und die allgemeinste Verbreitung zugestehen, denn seine Zeichen besitzen in den ältesten Göttergeschichten ihre Spuren. Auch hat der Tierkreis bis zum heutigen Tage seine allgemeingültige und geistig ungründige Bedeutung beibehalten. Nur ist es den meisten Menschen heute nicht mehr bewusst, weil das alte Wissen verschleiert oder bewusst verfälscht wurde und wird.

Auch sei erwähnt, dass der allgemein gebräuchliche Ausdruck "Tierkreis" nicht richtig ist. Denn von den 12 Symbolen haben z. B. die Waage, die Jungfrau, der Wassermann, der Zwilling nichts mit einem Tier zu tun.

Es heißt richtig" Tyr-Kreis". Dieses Wort stammt aus der nordischen Mythologie und bedeutet Tyr-Tri-Drei, also "Drei-Gott". Hier sehen wir die Bedeutung von Werden, Sein, Vergehen.

Die 12 Asen (Götter) sind die einzelnen Tierkreiszeichen, die unter der Herrschaft Odins die Lebenswelten regieren. Aber jede kosmisch-geistige Kultur hatte ihre eigenen Namen für diese Dinge. Doch der Sinn und die ewig wirkende Kraft hinter den wirbelnden Atomen der Schöpfung bleibt bestehen. Das wussten alle Eingeweihten.

Auch gibt es am gestirnten Himmel weder sichtbare Tierkreisbilder, noch ist er in 12 Felder geteilt. Die Einteilung des sichtbaren Sternenmeeres in die 12 Tierkreiszeichen wurde von den alten Kosmosophen mit weiser Voraussicht getroffen. Und sie wollten damit sagen, dass die 12-fachen Aspekte nicht nur auf der Erde Gültigkeit haben, sondern auch in jedem Punkt des Weltalls gegenwärtig sind. Der ganze Kosmos ist auf dieser sichtbaren Offenbarung aufgebaut. Somit wird auch die Erde mit den 12 Grundaspekten der Kraftstruktur des Tierkreises bestrahlt. So haben in jener Frühstunde der Menschheit die großen Seher das Geheimnis des Lebens ergründet und am Himmel geschrieben, als den heiligen Lebens-Kalender.

Hans Sterneder sagt dazu:
"Der Tierkreis kann solange nicht überwunden werden, als es auf Erden Leben gibt. Die Existenz der einzigsten, letzten Pflanze und des letzten Käfers würde gebieterisch den Tierkreis am Himmel fordern. Denn der Tierkreis ist das ewige Urgerüst des Lebens."

Und Elisabeth Haich schreibt in ihrem Buch Einweihung mit den gleichen Erkenntnissen wie Hans Sterneder:
"Nur der Mensch hat die geistige Fähigkeit, über alle diese Energien und Kräfte zu herrschen und sie nach seinem Belieben zu lenken. Aber nur dann, wenn er sich dieser Kräfte bewusst, wird, sie in sich, erkennt und überwindet. Der Körper und alles, was in seinem Wesen materiell ist, ist aus diesen Kräften aufgebaut. Das göttliche Selbst aber steht über diesen Kräften und hat die Fähigkeit, sie zu beherrschen."

Wenn wir nun den Menschen betrachten, stellen wir fest, dass sein Körper in voller Entsprechung zum Kosmos steht. Die Zahl 12 ist auch hier gegenwärtig. Von seinem Gehirn aus gehen 12 Paare Nervenstränge, 7 Halswirbel und 5 Lendenwirbel, 12 Brustwirbel, 12Töne entwickeln eine harmonische Stimme. Auch ist der menschliche Körper ein genaues Spiegelbild des kosmischen Tierkreises.

Vom Kopf - mit dem Widder angefangen, bis zu den Füßen - dem Fisch, hat der Mensch die Tierkreisaspekte in sich. Denkt man sich den Menschen zu einem Kreis geschlossen, so kommen die Füße zum Kopf, als wie der Fisch zum Widder. Und es ist bestimmt kein Zufall, dass der menschliche Embryo im vorgeburtlichen Zustand genau diese Stellung einnimmt.

Auch hat im Leben des Menschen die Zahl 12 ihre Bewandtnis. Die Medizin spricht vom "Siebenjahre", d.h. dass sich die Zellen des Menschen alle 7 Jahre erneuern. 12 x 7Jahre ergeben somit 84Jahre. In diesem Alter hat der Mensch alle Stufen des Lebens durchwandert. Nach den Zahlengesetzen ergeben 84 = 8 + 4 wiederum 12.

Es ist das gleiche Gesetz, das wir in der Natur sehen. Die Pflanzen durchleben vom Werden bis zum Vergehen 12 x 30Tage = 360Tage = 1 Jahr (Natur) (+-5 Tage).
12 x 7 Jahre = 84 Jahre = 1 Tierkreis-Lebenszyklus (Mensch).
Dass sich der Mensch von Geburt an alle sieben Jahre nicht nur körperlich (Zellen), sondern auch geistig verändert, d.h., sich selbst immer bewusster wird, davon berichte ich später.

In der Natur hat der Tierkreis folgende Entsprechung:

Am 21. März beginnt das Widderfeld. Das ist der Frühlingspunkt. Die Sonne überschreitet den Himmelsäquator (Ekliptik).
Tag und Nacht sind gleich lang. Am 21. Juni ist die Sommersonnenwende, der Tag, an dem die Sonne den höchsten Punkt erreicht hat und die Tage am längsten sind.
Der 21. September ist der Herbstpunkt und der 21. Dezember ist die Wintersonnenwende. Wir sehen in dieser Entsprechung die Zweitaufteilung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ebenso ist der Aspekt der 3Teilung gegeben. Wie am Anfang gesagt (das Wort Tyr-Kreis) Werden, Sein, Vergehen aller Naturzustände. Auch haben wir die Bezeichnung von Ober- und Unterwelt in der Natur.

Widder - Waage= Oberwelt (7 Felder)
Skorpion - Fische = Unterwelt (5 Felder)

Die Sommersonnenwende ist der unsichtbare Beginn des Sterbens. und die Wintersonnenwende ist der unsichtbare Beginn des Lebens für den Kreislauf der Natur, das heißt, ab der Sommersonnenwende geht es abwärts und ab der Wintersonnenwende geht es wieder aufwärts.

Unsere Erde und alle Lebensformen sind aus 4 Elementen aufgebaut, aus Erde, Wasser, Luft und Feuer oder besser gesagt, sie sind fest, wässrig, gasförmig und ätherisch. Dabei ist der ätherische Stoff von solcher Feinheit, dass ihn der Mensch nicht sehen kann. Er ist der eigentliche Träger des Lebens. Jede Lebenserscheinung ist gleichzeitig Verbrennung. Und so hat man das 4. Element "Feuer" genannt. Aber in Wirklichkeit ist das sichtbare Feuer nicht damit gemeint, sondern ein viel feinerer Zustand der Materie.

Diese 4 Elemente sind ebenfalls von den 12 Zonen des Tierkreises geschaffen worden, denn es wurde je 1 Element durch drei Kräfte des Tierkreises gebildet.

Wenn man diese vier Dreiecke zusammensetzt, haben wir den vollständigen Tierkreis. Es entstehen die vier mal drei Offenbarungen der Schöpfung, die 12 Tierkreiszeichen. Wenn wir die vier Dreiecke mit der Spitze nach oben zusammenstellen, haben wir die Pyramide. Also ist auch sie das Sinnbild des kosmischen Tierkreises.

Die geheimnisvolle Cheops-Pyramide ist eingewaltiges Bauwerk voll diesem grandiosen Wissen, was ich hier nicht weiter ausführen möchte. Darüber gibt es genug Literatur.
Doch eines sei gesagt. Die Pyramide steht auf einem Quadrat. Die vier Seiten entsprechen den vier mal drei Gesichtern Gottes. An der Spitze der Pyramide laufen alle vier Kardinalspunkte zusammen. Das ist das Symbol der Vergeistigung. Und ist es vielleicht Zufall, dass die 2,5 Millionen Riesenblöcke, aus denen die Pyramide besteht, ein Durchschnittsgewicht von 12 Tonnen haben?
Der Sinn der geheimnisumwobenen Pyramide ist die verkörperte Kristallisation aller Gesetze im Makrokosmos Weit und im Mikrokosmos Mensch und Geschöpf.

Das kosmische Rad des Tierkreises ändert sich alle ca. 2000 Jahre. So gehen wir jetzt vom Fischzeitalter ins Wassermannzeitalter über. Das hat folgende Bewandtnis:

Da die Erde in ihrer Bewegung an den Endpunkten der Erdachse die Oberfläche eines Kegels beschreibt, bleibt somit der eine Punkt verhältnismäßig an der selben Stelle, während der andere einen Kreis vollzieht. Dadurch geht der Frühlingspunkt von der Erde aus gesehen rückläufig im Kosmischen Rad langsam weiter. Diese Zeitspanne entspricht 25.920 Erdenjahren oder ca. 26.000 Jahre = ein Weltjahr.
Die Zeit, während deren der Frühlingspunkt durch nur ein Sternbild hindurchgeht, ergibt einen Weltenmonat = 2.160 Erdenjahre.

Die alten Kosmosophen wussten um die Geheimnisse von Mikro- und Makrokosmos, so z.B., dass der Mensch bei durchschnittlich 18 Atemzügen in der Minute auf rund 26.000 Atemzüge am Tage kommt, oder dass ein Menschenleben von 70 Jahren rund 26.000Tage umspannt, aber das soll nur kurz andeuten, weiche gewaltigen Zusammenhänge zwischen Sternenlauf und Menschenleben bestehen.

Jedes Tierkreisfeld strahlt oder schwingt eine andere Energie oder Geisteshaltung ins All, somit ist es klar, dass der Übergang von einem Feld ins andere mit großen Erschütterungen verbunden sein muss. Und aus der Geschichte der Erde weiß man, dass ca. alle 2000 Jahre große Veränderungen und Umschichtungen staatlich, weltanschaulich, religiös, ethisch und künstlerisch wahrgenommen werden. Doch bleiben die allgemeingültigen kosmischen Gesetze immer gleich bestehen.

In der heutigen Zeit stehen wir auf dem tiefsten Punkt der menschlich-geistigen Entwicklung. Die Menschen sind im Materiellen verwurzeIt, es ist geistige Finsternis.

Im Wassermannzeitalter geht es langsam aufwärts, der Mensch besinnt sich wieder mehr seinem geistigen Urgrund. Und da das Zeichen des Wassermanns einen Mann versinnbildlicht, der aus einem Krug Wasser ausschüttet, oder nur zwei wellenförmige Linien, gehe ich davon aus, dass in dieser neuen Zeit die Erkenntnis durchdringt, dass alles im Mikro- und Makrokosmos Strahlung und Schwingung ist.

Die Menschen der Frühzeit wussten genau, in welchem 2000jährigen Tierkreisfeld sie standen. Dies ist leicht zu beweisen anhand der früheren Hochkulturen, also weltanschaulich sowie religiös. Die letzten 2000 Jahre bis heute steht das christliche Abendland im Zeichen der Fische. Es ist die dunkelste Zeit der Menschheit, denn der Fisch lebt im tiefsten Wasser.

Das Zeichen der Urchristen war der Fisch und der Papst, sowie die Bischöfe tragen bis heute noch als Symbol die "Fischmütze".

Jesus nahm nach der Erzählung seine Jünger von den Fischern und er machte sie zu "Menschenfischern". Wir sehen, dass auch dort alles auf das Fischzeitalter hindeutet.

Übrigens hatte Jesus12 Jünger, und die christliche Kirche steht auf dem Boden von 12 Aposteln. Ebenso findet man diese 12-Teilung beim Dalai-Lama. Zufall - oder Symbol des kosmischen Tierkreises?

Noch etwas sei gesagt: Wenn Johannes in seiner Offenbarung von 144.000 Auserwählten spricht, so heißt das im kosmischen Sinn: Der Aszendent und der Sonnenstand (in den 12 Tierkreiszeichen) ergeben 12 x 12=144 verschiedene Menschentypen.
Und so heißt es, dass Männer und Frauen aller Schichten vor der Wahrheit stehen werden, denn die Zahl 1000 ist ein Symbol der Vielheit, ebenso das tausendjährige Reich, oder anders gesagt:144.000 = 1 + 4+ 4 = 9.
Neun ist die Zahl und das Geheimnis.
Die Überwindung der Stoffwelt und der Weg zum Licht und den geistigen Dingen. Jeder, der in den 144.000 oder dem auserwählten Volke aus eigensüchtigen Gründen nur bestimmte Menschen oder ein bestimmtes Volk sieht, ist von der Wahrheit genau so weit entfernt, wie die heutige Menschheit von der geistigen Erkenntnis.

Denn alle Formen des Lebens sind das Ergebnis schwingender Kräfte, wobei das Geistige die höchste Schwingungszahl besitzt. Es gibt eben eine unnennbare Zahl von Mischungen des Kräftespiels. Die Summe aller auf der Erde strahlenden 12 Tierkreiskräfte schafft den Körper des Menschen.

Der Mensch hat alles in sich, er ist ein kosmisches Wesen. Er ist an die Erde gebunden, sowie Prometheus an den Felsen geschmiedet ist. Doch durch die Erkenntnis seiner selbst erhebt er sich wie der Phönix aus der Asche.

Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers, Herrn Günther Harms, und des Herausgebers "Die Goden" entnommen aus "Die Kosmische Wahrheit", Hefte 4 und 5/1984.
 
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