Depressionen


Katja Weidemann, Heilpraktikerin

Der Öcher sät:
„Ich hann et ärm Dier!“

In der heutigen Zeit sind alle Menschen nur noch „busy“. Keiner hat Zeit, keiner hat Lust und alle stehen unter Streß. Der Alltag holt den Menschen immer wieder ein:

schlechte Lebensführung, unausgewogene Ernährung, Leistungsdruck auf der Arbeit, Mißverständnisse in der Familie und allgemein in unseren sozialen Kontakten. Oft fehlen uns die Wertschätzung und Anerkennung durch unsere Mitmenschen.

Das Hauptproblem liegt hier darin, daß wir selbst uns die Wertschätzung und Anerkennung nicht geben können und sie daher im Außen zu finden versuchen.

Eigenliebe ist das Kernthema in diesem Zusammenhang. Wenn wir unsere Trauer, unseren Schmerz und unsere Wut nach Innen richten, werden wir krank. Wir fühlen uns zunächst niedergeschlagen, antriebslos, interesselos, reizbar. Wir haben keine Energie mehr zur Verfügung. Freudlosigkeit, Gefühle von Wertlosigkeit, Schuld, Sinnlosigkeit und keine Hoffnung, keine Perspektive auf ein „anderes“ Leben dominieren unseren Alltag.

Infolge dessen reagiert unser Körper auf diese Gefühlslage mit Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Kreislaufbeschwerden, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Angststörungen, Infektneigung und anderen Symptomen. Die körperlichen Aspekte wirken ihrerseits zurück auf unsere Gemütslage; der Mensch befindet sich in einem Teufelskreis seiner Gefühle und deren körperlichen Manifestationen.

Die häufigsten Erkrankungen in unserem Kulturkreis sind der Diabetes mellitus, die koronare Herzkrankheit und die Depression. 15% der deutschen Bevölkerung leiden an einer behandlungsbedürftigen Depression (12 Mio.). Häufig wird sie als solche nicht erkannt. Die Menschen empfinden ihren Zustand allzu häufig als normal.

Sie reagieren mit Aussagen wie: „Wer hat denn keine Probleme?“, „Wer ist denn heute schon rund um die Uhr glücklich und zufrieden?“ oder „Was von selbst kommt, geht von selbst!“ - Der Öcher sät: „Ich hann et ärm Dier“.

Abends trinkt man vielleicht gerne mal ein Schlückchen Bier, ein Glas Wein oder verfällt im Extremfall in Süchte, um den Alltag zu vergessen. Womöglich steckt hinter jeder Sucht eine Sehnsucht, die nicht gelebt wird! Solche Menschen tragen tief in sich eine Sehnsucht, verbunden mit dem inneren Gefühl, das Gewünschte niemals erreichen zu können. Wenn Menschen so empfinden, hat die Depression häufig schon begonnen, allerdings können oder wollen sie dies nicht erkennen.

Das Wort Depression leitet sich ab vom lateinischen deprimere und bedeutet soviel wie herunter- oder niederdrücken. Die Depression wird auch als traurige Verstimmung, eben „Ich hann et ärm Dier!“ beschrieben. Die Schulmedizin definiert an die 15 verschiedene Formen der Depression, die ich hier stark vereinfacht und nach alter Definition in drei Gruppen unterteilen möchte: die leichten, die versteckten und die schweren Formen.

Die leichten Formen äußern sich in „kleineren“ Symptomen wie etwa Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, etc. Ein solches Symptombild kennt wahrscheinlich jeder von uns nach belastenden Ereignissen wie Trennung, Tod oder schwerer Krankheit. Oft geht sie auch unbehandelt wieder von sich aus vorüber. Der Ausprägungsgrad und die Dauer der Erkrankung bestimmen die Behandlungsbedürftigkeit. Die versteckte Form wird über den Körper ausgelebt. Der Patient ist nicht fähig, seine depressive Verstimmung bewußt zu empfinden oder gar zu beschreiben. Er verlagert diese auf körperliche Beschwerden, z.B. Herz-, Kopf- oder Rückenbeschwerden, wobei keine oder eine, die körperlichen Symptome nicht ausreichend erklärende organische Ursache erkennbar ist.

Die schwere Form ist am Ausprägungsgrad der Beschwerden erkennbar und gehört unabdingbar in die diagnostische Abklärung seitens eines psychiatrischen oder psychosomatischen Facharztes, da sie mit einer Selbstmordgefährdung einhergehen kann. Ursächlich hierfür können zum einen wieder schwere Lebensereignisse (quasi als Reaktion auf etwas) oder aber einen erkennbaren Auslöser vermissen lassende körperliche Ursachen (wie etwa eine Fehlregulation der Botenstoffe im Gehirn) sein.

Die Behandlung während der akuten Phase durch einen Heilpraktiker und sonstige alternative Behandlungsmethoden ist hier obsolet. Eine adjuvante Unterstützung aller Formen durch Naturheilverfahren und Bioenergetik kann dem Patienten bei der Genesung sehr hilfreich sein. Sinnvoll ist hier, die begleitende Behandlung in Kooperation mit dem behandelnden Arzt durchzuführen. Über die Naturheilverfahren kann der Körper entsäuert und entgiftet werden.

Es kommt allgemein zur Aktivierung des Körpers, es werden die Ausscheidungsvorgänge über die Organe Haut, Leber und Niere angeregt. Dies führt zum Abbau von innerlichen Spannungen, wodurch der Mensch wieder mehr in seine Mitte gelangt.

Über die Bioenergetik in Form von Aura- und Chakrenarbeit kann der Energiefluß wieder aktiviert und richtig geleitet werden. Da der Energiefluß bei einer Depression gestört ist, kann die Energie nicht optimal durch den Körper fließen. Das gesamte Chakrensystem ist gestört, was durch einen Schock oder Trauma ausgelöst werden kann.

Die blockierten Chakren beinhalten Lebensthemen, die nicht geklärt oder gelebt wurden. Die Aura selbst weist Löcher, Risse und Verfärbungen auf. Der niedrige Ätherkörper hat Energie verloren, der niedrige Emotionalkörper ist oft ausgedehnt durch Wut, Schmerz und Trauer und der niedrige Mentalkörper ist häufig verhärtet durch alte Gedanken und Verhaltensmuster, die nicht angeschaut und/oder geklärt werden.

Da die Menschen hierbei zeitweise den Boden unter den Füßen verloren haben, Verbindung zur Erde (1. Chakra) und den Glauben an Gott („ dat Herrjöttchen hät misch verjessen“), ist auch die Verbindung zum Universum (7. Chakra) blockiert, so daß die Energie nur schlecht von oben – aus dem Universum kommend – durch den Menschen zur Erde hin durchfließen kann, um den Körper mit universeller Lebensenergie aufzufüllen.

Weitere Lebensthemen können bei der Depression durch blockierte Chakren sein:
2. Chakra: Mangel an Lebensfreude
3. Chakra: Mangel an Selbstbewußtsein, Selbstwertgefühl
4. Chakra: Mangel an Eigenliebe
5. Chakra: gestörte Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung wird nicht übernommen.
6. Chakra: Mangel an Klarsicht. Man sieht nur noch sich selbst in seiner Ausweglosigkeit und verliert den Blick für das Ganze.

Wichtig ist zu sagen, daß die universelle Lebensenergie nicht durch Medikamente im klassischen Sinne ersetzt werden kann, sondern nur durch die Energiearbeit. Hilfreich ist es, sich die eigenen Blockaden anzuschauen, was dahinter steht, die Themen zu verstehen, zu begreifen und anzunehmen, um sie dann loslassen zu können und frei zu werden, so daß die Lebensenergie wieder optimal fließen kann.

Um das Ganzheitliche Wesen zu verstehen – Körper, Geist und Seele – sollte man zum höchsten Wohle des Patienten und zu seiner Genesung Schulmedizin, Naturheilverfahren und Bioenergetik kombinieren und die Zusammenarbeit zwischen allen drei Bereichen unterstützen.

Literaturangaben:

Pschyrembel, medizinisches Wörterbuch; Naturheilpraxis heute,
E. Bierbach; Lehrbuch der Psychotherapie und psychosomatischen Medizin,
Ahrens, Schneider; Licht – Pforten, Cyndi Dale.

 
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