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Hildegard Willms-Beyárd, Gesundheitsberaterin Die Hersteller und Vermarkter wissen, daß die Verbraucher wesentlich kritischer einkaufen als das noch vor Jahren der Fall war. Ihr Gesundheitsbewußtsein ist in dem Maße gestiegen wie die diversen Lebensmittel-Skandale zunehmen. Salmonellen, Schweinepest, BSE, Hormonskandale, Spritzmittel-Rückstände und vieles andere mehr – all das macht Schlagzeilen und unterhöhlt das Vertrauen der Konsumenten Kennzeichnung „Aus kontrolliertem Anbau“ hört sich nicht nur besser an als das dubiose „Bio“ sondern ist es auch. Im Klartext heißt das, daß diese Nahrungsmittel wesentlich weniger Schad- und Giftstoffe enthalten als die aus konventionellem Anbau. Sie sind eine gute Alternative zur heute allgemein üblichen Produktionsweise. Produkte aus „biologisch dynamischen Anbau“ verdienen wirklich die Auszeichnung mit der sie werben. Die Erzeugung dieser naturbelassenen Nahrungsmittel unterliegt einer wesentlich strengeren Kontrolle als die aus kontrolliertem Anbau. Im Gegensatz zu diesem, sozusagen als Voraussetzung, muß der Boden bereits schon Jahre vorher schadstofffrei bearbeitet werden; es dürfen keinerlei künstliche Dünger und industrielle Pflanzenschutzmittel verwendet werden (das gilt auch für den kontrollierten Anbau!). Das, was auf solcherart Boden wächst verdient tatsächlich die Auszeichnung „biologisch“. Um die Qualitätsnorm solcherart erzeugter Nahrungsmittel zu schützen, haben sich die Landwirte in der Stiftung „Ökologischer Landbau“ zusammengefunden. Folgendem Siegel kann der Verbraucher unbesehen vertrauen: der Bezeichnung „Bioland“, „Demeter“, „ANOG“, „Biokreis Ostbayern“, „Naturland“ und „Bundesverband Ökologischer Weinbau“ – all die hier organisierten Erzeuger düngen ausschließlich mit natürlichem Kompost und betreiben eine strikt biologische Schädlingsbekämpfung. Wichtig für den Verbraucher zu wissen, daß auch nach der Ernte keinerlei Chemikalien in und auf die Nahrungsmittel gelangen. Auch dürfen sie nicht begast und bestrahlt werden, nochdürfen chemische Konservierungs- und Desinfektionsmittel zur Anwendung kommen. Es versteht sich von selbst, daß keinerlei gentechnisch verändertes Saatgut zum Einsatz kommt. Daß biologisch erzeugte Nahrungsmittel teurer sind als die im Supermarkt leuchtet ein. Wer möchte schon um des niedrigeren Preises willen Schadstoffe und Pestizidrückstände mitessen? Lassen wir uns nicht täuschen von optisch aufgepepptem Gemüse und Obst – es ist leider so, daß immer noch mit den Augen gekauft wird statt mit dem Kopf. Wir machen uns kaum eine Vorstellung, was alles an Chemie vonnöten ist, damit die Ware so phantastisch frisch, knackig und „makellos“ zum Kauf verführt. Halten wir uns vor Augen, daß allein bei uns in Deutschland Jahr für Jahr rund 30.000 Tonnen Unkraut- und Schädlingsvernichtungsmittel auf die Äcker gebracht werden. In südlichen Ländern werden Obst- und Gemüseplantagen bis zu 20mal stärker als bei uns mit Pestiziden besprüht. Machen wir uns nichts vor: Auch Substanzen allerkleinster Dosierung sublimieren sich auf Dauer im Körper und untergraben langsam aber sicher unsere Gesundheit. Ob man Verfechter von „Bio“ ist oder nicht – eines jedenfalls steht fest: gesunder Boden = gesunde Pflanze = gesundes Tier = gesunder Mensch!
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