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Gerhard Valerius, Heilpraktiker
Die Parietale oder auch Strukturelle Osteopathie beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung des gesamten Halte- und Bewegungsapparates des Menschen.
Dazu zählen die untere und obere Extremität, das Becken sowie die Wirbelsäule.
Strukturell unterscheidet man zwischen Knochen, Gelenken, Muskeln, Faszien, Sehnen und Ligamenten.
Eine sorgfältige Befunderhebung und Anamnese, sowie eine globale wie spezifische Osteopathische Befunderhebung wird durch den Therapeuten ein individuelles Behandlungskonzept erstellt. Ein Osteopa- thisches Behandlungskonzept umfaßt immer die gezielte Anwendung aller osteopathischen Behandlungstechniken in Bezug auf das Krankheitsbild.
Die dem Therapeuten zur Verfügung stehenden Techniken aus dem parietalen, viszeralen und kranialen System kommen dann zur Anwendung.
In der Parietalen Osteopathie kennen wir etliche Behandlungsmethoden. Dazu möchte ich die wichtigsten vorstellen:
Die Manipulationstherapie „THRUST“ Sie ist bekannt als „Mobilisationstherapie mit Impuls“ oder als „Chirotherapeutische Manipulation“.
Man unterscheidet dabei Techniken, die mit einem „Langen bzw. kurzen Hebel“, einer hohen Geschwindigkeit und geringer Amplitude durchgeführt werden.
Die Muskelenergietechnik M.E.T Sie wurde von osteopathischen Pionieren wie T.M. Ruddy und F. Mitchell entwickelt. Ziel der Technik ist es, die induzierte Relaxation des hypertonen Muskels durch eine Muskelanspannung mit anschließender Dehnung des Muskels zu behandeln.
Das General Osteopathie Treatment G.O.T. Die G.O.T. zählt zu den ersten osteopathischen Techniken der ersten Osteopathen.
Hier handelt es sich um eine „zirkumduktorische Manipulation“ des gesamten Bewegungs- und Halteapparates mittels eines Hebels.
Positional Release Technik P.R.T. nach Dr. Jones Die P.R.T wurde von dem Osteopathen Dr. Jones gegründet.
Sie ist eine osteopathische Behandlungstechnik, in welche der Körper bzw. das Gelenk oder Segment in eine Position der größten Entspannung gebracht wird.
Funktionelle Techniken nach Dr. Johnson Sie ähnelt etwas der P.R.T., fokussiert aber in ihrer Diagnostik noch spezieller auf Gewebebeschaffenheit, bzw. Spannungen des segmentalen Gewebekomplexes, sowie die funktionalen Bewegungen des Segmentes. In der Diagnostik werden hierbei auch die Nachbarsegmente mit einbezogen. In der Behandlungstechnik selbst werden Release bzw. Unwinding-Techniken angewandt.
Die Sutherland Technik Der Osteopath Dr. Sutherland hat Techniken eingesetzt, die primär das Gewebe von strukuellen Verwringungen befreit, so daß das Gewebe, welches einer Restriktion unterliegt, sich selbst wieder zum Normalzustand bringt.
Die Techniken verstärken die Läsion, so daß natürliche Kräfte der betroffenen Struktur in der Lage sind, die Bewegung und Entspannung in die normale Position zurückzuführen.
Blagrave Technik Blagrave Techniken werden als Weichteil-Manipulation oder Mobilisationstechniken angewandt.
Die Bewegung des Körpers und seiner Flüssigkeiten, sowie das vom Therapeuten eingebrachte Gewicht spielen hier eine dominante Rolle.
Weitere interessante Parietale Behandlungstechniken des Myo-Faszialen Gewebes sind Unwinding oder Release Technik Neuromuskuläre Techniken n. Lief Trigger-Point-Techniken Harmonische Techniken n. Ledermann Querfriktionen Manuelle Techniken Sacrooccipitale Technik SOT
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