|
Das „Private Institut für Naturheilverfahren e.V.", Dr. med Bernhard Weber, Uferstraße 1, 35037 Marburg, teilt folgendes mit: Ab Jan. 1996 wird Amalgam für Kinder in Schweden verboten. Die Universität Stockholm stellt im Feb. 96 durch Prof. Sejskal einen neuen Bluttest auf Amalgamunver träg lich keit beim 1. Internationalen Amalgamseminar in Österreich vor. Der unsensible Hauttest kann dadurch ersetzt werden (LTT oder Melisatest). Toxikologen der Universität Kiel stellen das für die Frankfurter Staatsanwaltschaft erstellte Kieler Amalgam gutachten vor. Die enormen Gefährdungspotentiale der quecksilberhaltigen Zahnfüllungen werden durch zahlreiche internationale Studien untermauert, ein sofortiger Verzicht wird gefordert. Wissenschaftler der Universität Tübingen können nachweisen, daß bei vielen Personen mit Amalgamfüllungen bereits durch normales Kauen die Quecksilberwerte im Speichel über den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation liegen. Die Gegenargumente der Amalgam-Befürworter können auch diese Studie nicht widerlegen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt stellt die Ermittlungen gegen den größten Amalgamhersteller Degussa ein. Dieser hatte 1993 bereits die Produktion dieses im Mund „harmlosen" Sondermülls eingestellt und jetzt 1,5 Mill. DM für wohltätige Zwecke und wissenschaftliche Forschung bezahlt. Wissenschaftler des Münchner Modells (Universität München) werden mit diesen Geldern ihre Arbeiten intensivieren und in einer dreijährigen Studie die Therapie erfolge bei Amalgamentfernung und anschließender Entgiftungstherapie untersuchen. Marburger Pilotstudie zur Amal gamentgiftung zeigt bei 420 Patienten die enormen Möglichkeiten der Entgiftungstherapie bei chronischen Infekten, Allergien und Nervensystembelastungen wie Müdigkeit, Rückenschmerzen, Konzentrationsstörungen und weiteren Symptomen (In A. Forsberg, „Fakten über Amalgamvergiftung", Knaur-Verlag). Immer mehr Patienten warten den Wissenschaftsstreit nicht mehr ab und lassen eine Amalgamentfernung durchführen, eine Abstimmung mit den Füßen. Immer mehr Zahnärzte öffnen sich der Kritik oder verzichten ganz auf Amalgam. Über 100 Selbsthilfegruppen zeigen die Bedeutung des Problems. Das bundesweite Amalgam-Beratungstelefon 06421 68 43 20 hatte allein über 5000 Beratungen. Das kurzfristige Kostenargument der Krankenassen übersieht die enormen Langzeitverbesserungen durch Amal gamverzicht. Die enormen Kosten von ca. 15 Mrd. im Jahr, wenn z.B. 5% der Be völ ke rung zu Gold- oder Keramik kronen wechseln würden, könnten durch eine Zuckersteuer eingenommen werden, die z.B. eine Tafel Scho ko lade um 30 Pfennig verteuern würde. In Schweden wird Amalgam ab 1997 auch für Erwachsene verboten. Zusammenfassend ist Amalgam 1996, „stehend k.o." gegangen, wird aber noch lange ein Pro blem für Millio nen Bürger bleiben, wie allein die ca. 10% Ansprechquote des einzigen offiziell an erkannten Verfah rens dem Hautallergie-Test zeigen.
|