Für die Homöopathie ist das Jahr 2010 schon ein besonderes Jahr wenn man bedenkt, daß in diesem Jahr das Organon 200 Jahre alt wird. 1810 verfaßte Hahnemann sein „Organon der rationellen Heilkunde“, wie es damals noch hieß, das Grundlagenwerk, die „Bibel" der Homöopathie.
Hahnemann hatte sich als Arzt und Pharmazeut einen Namen gemacht. Als junger Arzt mußte er feststellen, wie wenig er mit der herkömmlichen Medizin helfen konnte. Dies hatte dazu geführt, daß er sich zunächst aus der Praxis zurückzog und ein recht unruhiges und bewegtes Leben führte. Dies mit Frau und 11 Kindern.
Das Jahr 1790 kann als Geburtsstunde der Homöopathie angesehen werden. Durch die Übersetzung der „Materia Medica“ aus dem Englischen und der daraus resultierenden ersten Arzneimittelprüfung des Medikamentes Chinarinde (1796).
1796 veröffentlichte Samuel Hahnemann den Aufsatz „Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen Blicken auf die bisherigen". Hiermit stellte Hahnemann die Grundzüge der Ähnlichkeitsklausel Similia Similibus Curentur dar. 1806 schließlich erfolgte ein sog. erster Entwurf des Organon „Heilkunde der Erfahrung". Nachdem Hahnemann in Jahrzehnten die Wirkungen der Arzneimittel erforschte und dokumentierte, Arzneimittelprüfungen vornahm, flossen die Ergebnisse dieser Untersuchungen in sein 1810 veröffentlichtes „Organon der rationellen Heil- kunde“ ein.
Auch wenn sich in diesen 200 Jahren in der Medizin vieles geändert hat, die Erkennung von Krankheiten fortgeschritten ist, das therapeutische Spektrum sich vervielfacht hat, wenn viele neue Erkenntnisse über Homöopathie und homöopathische Mittel vorliegen, wenn Arzneimittelprüfungen teilweise aufgrund der veränderten Situationen anders verlaufen, ist und bleibt das Organon der Heilkunst, wie es heute heißt, nach wie vor Grundlagenwerk für die Homöopathie schlechthin. Egal, in welcher Form, mit welchen neuen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen diese zur Anwendung kommt.
Mit diesem seinen Werk hat Hahnemann etwas Besonderes und Großes geschaffen, von welchem heute und in Zukunft viele kranke Menschen Linderung oder Heilung ihrer Beschwerden und Krankheiten erfahren. Hahnemann und sein Organon sind eines Nobelpreises wert.
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