07.01.2011: Organon der rationellen Heilkunde/Organon de Heilkunst - 200 Jahre


Für die Homöopathie ist das Jahr 2010 schon ein besonderes Jahr wenn man bedenkt, daß in diesem Jahr das Orga­non 200 Jahre alt wird.

1810 verfaßte Hahne­mann sein „Organon der rationellen Heil­kunde“, wie es damals noch hieß, das Grund­la­gen­werk, die „Bibel" der Ho­möo­pathie.
 
Hahnemann hatte sich als Arzt und Pharma­zeut einen Namen gemacht. Als junger Arzt mußte er feststellen, wie wenig er mit der her­kömmlichen Me­dizin helfen konn­te. Dies hatte dazu ge­führt, daß er sich zunächst aus der Praxis zurückzog und ein recht unruhiges und bewegtes Le­ben führte. Dies mit Frau und 11 Kindern.
 
Das Jahr 1790 kann als Geburtsstun­de der Ho­möopathie angesehen werden. Durch die Über­setzung der „Ma­te­ria Medica“ aus dem Englischen und der daraus resultierenden ersten Arz­neimittelprüfung des Medikamen­tes Chi­narinde (1796).
 
1796 veröffentlichte Samuel Hahne­mann den Aufsatz „Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heil­kräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen Blicken auf die bisherigen". Hiermit stellte Hahnemann die Grund­züge der Ähnlichkeitsklausel Similia Similibus Curentur dar. 1806 schließ­lich erfolgte ein sog. erster Entwurf des Organon „Heil­kunde der Erfah­rung". Nachdem Hahne­mann in Jahr­zehnten die Wir­kungen der Arznei­mittel erforschte und dokumentierte, Arzneimittelprüfungen vornahm, flossen die Ergebnisse dieser Unter­suchungen in sein 1810 veröffentlichtes „Organon der rationellen Heil- ­kunde“ ein.
 
Auch wenn sich in diesen 200 Jahren in der Medizin vieles geändert hat, die Erkennung von Krankheiten fortgeschritten ist, das therapeutische Spek­trum sich vervielfacht hat, wenn viele neue Erkenntnisse über Homöo­pathie und homöopathische Mittel vorliegen, wenn Arzneimittelprüfungen teilweise aufgrund der veränderten Situationen an­ders verlaufen, ist und bleibt das Orga­non der Heilkunst, wie es heute heißt, nach wie vor Grund­lagenwerk für die Homöopathie schlechthin. Egal, in welcher Form, mit welchen neuen Er­kennt­nissen und praktischen Er­fahrungen diese zur Anwendung kommt.
 
Mit diesem seinen Werk hat Hahne­mann etwas Besonderes und Großes geschaffen, von welchem heute und in Zukunft viele kranke Menschen Lin­derung oder Heilung ihrer Beschwer­den und Krankheiten erfahren. Hahne­mann und sein Organon sind eines Nobel­preises wert.

 
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