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Das Meß-Instrument Tensor Jeder kennt heute von seinem Haus- oder Facharzt die Instrumente, mit denen versucht wird, den Gesundheits- oder Krankheitszustand des Menschen festzustellen: vom einfachen Blutdruck-Meßgerät, über das Ultraschall-Gerät bis hin zum komplizierten Computer-Tomographen. Diese Geräte sind alle vom Menschen entwickelt und gebaut worden und dienen jeweils einem ganz speziellen Zweck. Wer weiß aber schon, wie ein Computer-Tomograph funktioniert? Warum vertraue ich den Ergebnissen, die mir so ein Gerät liefert? Wer sagt mir, daß die Ergebnisse der Realität entsprechen? Stimmen die Ergebnisse bei jeder Untersuchung?
Da war einmal vor langer Zeit J. W. von Goethe, der seinen eigenen Sinnen vertraute, sich von ihnen belehren ließ und sie wieder belehrte. Als das beste und feinste Meßinstrument erlernte er seinen, den menschlichen Organismus und ging einen langen Entwicklungsweg, diesen zu nutzen und zu schulen. Da war auch Rudolf Steiner, der diesen Weg erkannte und beschritt. Das Denken in seiner Fähigkeit zu erfassen, wie es, durch die Schulung, die Wirklichkeit der Welt allmählich im Raum und durch die Zeit erkennen könne, das fügte er zu Goethe hinzu, dessen Weg erweiternd. Das führte dann zur Anthroposophischen Medizin. Wenn ich als Therapeut diesen Weg gehe und mich als Meßinstrument einsetze, dann lerne ich auch die Voraussetzungen für meine Arbeit kennen und weiß, wo ich irren kann. In diesem Sinne verstehe ich die Arbeit mit dem Tensor als verlängertes Meßinstrument des Menschen.
Alles, was neu ist und was der Mensch nicht kennt, erregt Aufsehen und gleichzeitig Ablehnung. Es fordert einerseits die Neugier heraus (Was ist das? Wie funktioniert das?) und der Mensch gibt sich gleichzeitig die Antwort (Das kann doch nicht funktionieren! So etwas hat es noch nie gegeben!). Ich werde nie ein Mathematiker, wenn ich mich nicht mit der Mathematik beschäftige. Ich werde nie „verstehen“, wie ein Tensor „funktioniert“, wenn ich nicht damit arbeite. Der Tensor wird im übrigen heute gerade wiederentdeckt. Schon um 3.000 vor Christus wurde in China die Lehre der Naturbeobachtung „Feng-Shui“ geschrieben. Sie gilt als die Urform der Geomantie. Das Arbeiten mit dem Tensor bzw. der Rute ist bis ins 14. Jahrhundert vor Christus verfolgbar.1
Um mit dem Tensor gut, präzise, zuverlässig arbeiten zu können, muß ich einige Grundregeln beherzigen:
- Die geistig-seelische Entwicklung eines Menschen spiegelt sich in seinen radiästethischen Ergebnissen wider, d.h. in seinen Ergebnissen im Umgang mit dem Tensor.
- Neutralität. Ich bin das Meß-Instrument und muß mich aus den Abfragen ausschließen, weil im anderen Falle Ergebnisse meinen Wünschen und Erwartungen entsprechen und nicht den erfragten Gegebenheiten am Patienten.
- Die Steigerung der eigenen Sensibilität erhöht die Fähigkeit, mit dem Tensor zu arbeiten. Je feinfühliger ich meine Umgebung wahrnehme, desto empfänglicher und präziser werden die Tensor-Ergebnisse.
- Der Umgang mit anderen Menschen und Energien sowie die Verbindung zur Welt der Lebenskräfte und zur Welt der Geisteskräfte verlangen ein ständiges geistiges Arbeiten und dadurch ein zunehmendes Freisein von Egoismen.
Anforderungen an den Therapeuten
Um sachgemäß die Licht-Energie-Therapie anwenden und durchführen zu können, sind Kenntnisse und Fähigkeiten im Diagnosebereich nötig. Dazu gehören anatomische Kenntnisse von Muskeln, Nerven und Lymphknoten und ihren funktionellen, energetischen Zusammenhängen mit den Organen und Funktionsbereichen des Körpers. Beispiel: Ist eine Hand energetisch blockiert, liegt die Ursache oft am Halsnerv Nervus transversus colli, der sowohl die Hand direkt blockiert als auch einen Nerven im Zentralen Nervensystem und von dort über die Nebennieren letztlich durch Fehlfunktion der Nieren zu kalten Füßen (gehäuft bei Frauen im mittleren Lebensalter) führt.
Es ist ein exaktes Arbeiten erforderlich, um die Blockaden aufzufinden, zu lösen und die Auflösung anhand von Parametern für einzelne Teilbereiche und letztlich für den ganzen Körper festzustellen.
Ferner ist es wichtig, beim Feststellen der zeitlichen Entstehung der Blockade exakt zu arbeiten. So liegt darin und in der Zusammenarbeit mit dem Patienten schon die halbe Lösung des Problems: Indem dem Patienten die Umstände und Hintergründe deutlicher und letztlich bewußt werden, löst sich die Blockade schneller, und das zugrundeliegende Problem kann, falls nötig, bearbeitet werden. Anforderungen an den Patienten
An dieser Stelle sei ein wichtiger Hinweis und Aufruf an den Patienten erlaubt: Niemand anderes als der Patient selbst ist für seinen Gesundheitszustand verantwortlich - sowohl für die Erkrankung als auch für die Gesundung. Diese Verantwortung nimmt ihm niemand ab.
Der Therapeut, gerade im Bereich der energetischen Arbeit, schafft durch das Auflösen von Blockaden einen Spielraum: Voraussetzung und Möglichkeit für den Patienten, nun mit den Ursachen der aufgelösten Blockade so umzugehen, daß auch die Ursachen aufgelöst werden können. Bei schwerwiegenden Erkrankungen sind es in der Regel starke Eindrücke (Schreck, Schock, Mißhandlung, Mobbing), die meine Umwelt, meine Mitmenschen auf mich gemacht haben. Ich war nicht aufmerksam, nicht wach, nicht stark genug in einer konkreten Situation. Immer liegt hier ein Lerneffekt, der mich insofern weiterbringt, als ich beginne, aus den Steinen, die ich mir durch mein Schicksal selbst in den Weg gelegt habe, „ein schönes Schloß zu bauen“ (Goethe). Der Patient muß versuchen, den positiven Aspekt zu finden, dadurch wird die Ursache aufgelöst, verwandelt... und er erlöst letztlich auch den „Täter“. Es gibt kein Opfer ohne Täter und keinen Täter ohne Opfer. (Und der Dritte im Bunde ist der Retter.)
Die Chance, daß durch die Auflösung der energetischen Blockaden Freiheitsraum, Spielraum geschaffen wurde, sollte der Patient ergreifen – sonst fällt er unter Umständen wieder in den alten Zustand zurück. Den ersten Schritt in die richtige Richtung hat der Patient schon getan, als er „zur rechten Zeit“ zum Therapeuten kam, der dann die Grundlagen zur Gesundung, zur Heilung, geschaffen hat.Tun muß ich jetzt selbst! Mein Schicksal liegt in meiner Hand.
Heilen – durch das Wort – durch Arzneimittel – durch Energie
Die Wurzeln der meisten Krankheiten liegen in seelischen Problemen, in unbewältigten Lebensfragen. Jeder Mensch kennt die Situation, wie ein derartiges ungelöstes Problem Kopfschmerzen oder Magenschmerzen bereiten kann, die, wenn das Problem andauert, zu Magenschleimhautentzündungen oder Geschwüren führen können. Gewöhnlich versucht der Mensch bei einem solchen Problem einen guten Freund oder Ratgeber zu finden. Wenn dieser gut zuhören kann und es schafft, seine Sicht des Problems dem anderen zu spiegeln, ohne ihm zu sagen, was er tun soll, so kann der Betroffene zu einer Lösung kommen.
So wie wenige Worte heilen können, so kann ein äußerer Naturvorgang, der dem Menschen ein prägnantes Bild seiner eigenen inneren Einseitigkeit vorspiegelt, in homöopathisch potenzierter Form das Ich des Menschen gleichsam zur Selbsterkenntnis und zum selbsttätigen Ausgleich dieser Einseitigkeit aufrufen. Je treffender die homöopathische Natursubstanz das Bild der menschlichen Einseitigkeit formuliert, umso geringer brauchen die verabreichte Substanzmenge und die Wiederholung der Arzneigabe zu sein, um eine nachhaltige, anhaltende Wirkung im Sinne einer Auflösung der Ursache und Wiederherstellung des Gleichgewichtes zu erzielen.
Potenzieren ist im Gegensatz zu landläufigen Vorstellungen kein Verdünnen von Ausgangssubstanzen, sondern ein Energetisierungs-Prozeß. Bei den Verschüttelungen, gezielten rhythmischen Bewegungen der Flüssigkeit, wird sozusagen der Geist der Ausgangssubstanz befreit (die Bildekräfte, die die Pflanze gestaltet haben). Und je öfter ich diesen Prozeß fortführe, z.B. von einer D6-Potenz über eine D12-Potenz bis zur D30-Potenz, desto intensiver wirksam wird die Bildekraft der Ausgangssubstanz. Tiefpotenzen von D1 bis D6 wirken auf den Stoffwechsel, mittlere Potenzen von D9 bis D15 wirken auf das Rhythmische System (Atmung, Kreislauf) und Hochpotenzen D20 bis D200 wirken auf das Nerven-Sinnes-System. Höchstpotenzen im Bereich der D1000 werden nur in seltensten Fällen gegeben. Diese wirken über den räumlichen Bereich hinaus im Zeitlichen.
Die Bildekräfte-Energie des potenzierten homöopathischen Arzneimittels befindet sich auf den Globuli (einem Trägermaterial aus Saccharose (Rohr- bzw. Rübenzucker), vergleichbar mit der Musik auf einer CD. Diese Energie steht z.B. im Zusammenhang mit einer konkreten Pflanze. Dies führt dazu, daß aus einer Rose in der Folge immer nur eine Rose entsteht und keine Tulpe oder Nelke).
Die Energien
Was ist Elektrizität, was Magnetismus? Was ist Atomkraft? Was sind ätherische Bildekräfte? Man kann sie in ihren Wesen nicht so ohne weiteres erfassen, aber ihre Wirkungen beschreiben. Generell gibt es zwei Richtungen, in die Energien wirken: solche, die mit der Schwerkraft zum Erdmittelpunkt (nach unten – Gravitation) gerichtet sind und solche, die zur Sonne und zum Fixsternhimmel (nach oben - Levitation), gerichtet sind. Letztere sind physikalisch nicht zu fassen, weil es dort keinen (irdischen) Bezugspunkt gibt. Jedoch hat sicherlich schon jeder die Erfahrung gemacht, daß eine fast vertrocknete Pflanze sich aufzurichten beginnt, wenn sie Wasser bekommt. Das liegt primär nicht am Wasser, denn das würde der Schwerkraft folgen und „nach unten“ fließen. Das Element „Wasser“, also alles Flüssige, ist Angriffspunkt für die ätherischen Levitationskräfte, die es „nach oben“ ziehen - bei der Pflanze bis in den Kapillarbereich - und so die Aufrichtung bewerkstelligen. Ebenso lassen sich die bei der Licht-Energie-Therapie eingesetzten Energien in ihren Wirkungen beschreiben. Sie gehören zu den Levitationskräften. Mit Hilfe eines Rotlichtes, das auf gleicher Frequenz wie die Zellkerne schwingt, werden im energetisch-körperlichen Bereich Blockaden gelöst, vor allem in Lymphknoten und Nerven (Kopfnerven, Solarplexus). Blockaden im Muskelbereich haben meistens hier ihre übergeordnete Ursache – mit einer Ausnahme, dem Herzmuskel.
Warum Lymphknoten?
„Sie wissen, daß das Blut, das durch die Adern rinnt und sich im Menschenleib ausbreitet, der Ausdruck des menschlichen Ichs ist und daß es immer stärker und stärker der Ausdruck des Ichs wird, wenn das Ich selbst immer stärker und kräftiger in sich seinen Mittelpunkt, sein inneres Kraftzentrum findet...
Wir wollen die drei Säftestufen Chylus, Lymphe und Blut jetzt einmal zum Zwecke unserer Betrachtung näher ins Auge fassen. Sie wissen vielleicht, welche Bedeutung diese drei Arten von Säften für den Menschen haben. Sie wissen, wenn der Mensch seine Nahrung genießt, so wird sie zunächst durch die vorbereitenden Organe in den Magen befördert und mit den entsprechenden Säften, die aus den Drüsen abgesondert werden, untermischt und zubereitet, so daß sie durch die Gedärme verarbeitet werden kann.Da ist die Speise in einen flüssigen Zustand gebracht, den Speisebrei, der durch die Gedärme vorwärtsgeführt wird. Das, was für den Menschen Nahrungsstoff sein kann, wird dann durch kleine Organe, die man die Darmzotten nennt, in den Leib übergeführt, um für diesen Leib als Nahrungssäfte zu dienen, um den Leib immer wieder neu aufzubauen. Das ist eine Sorte von Substanzen, die wir im Leibe haben, die wir den Chylus nennen.
Dann wissen Sie vielleicht auch, dass außer diesem Chylus, der dadurch zustande kommt, daß von außen Nahrung in den menschlichen Leib eindringt, auch noch im Inneren des menschlichen Leibes gleichlaufende Gefäße sind, die eine Art von Saft führen, der in einer gewissen Beziehung ähnlich ist der weißen Substanz in unserem Blut. Dieser Saft fließt auch durch den ganzen menschlichen Organismus in gewissen Gefäßen, und diese Gefäße laufen vielfach zusammen mit denjenigen Blutgefäßen, die wir die Venen nennen, weil sie blaurotes Blut enthalten. Diese Gefäße nehmen sogar auch den Chylus auf. Die Flüssigkeit, die sie enthalten, das ist die Lymphe. Das ist ein Saft, der, man möchte sagen, vergeistigt ist gegenüber dem eigentlichen Speisesaft, dem Chylus. Diese Lymphgefäße, welche die Lymphflüssigkeit führen, haben ihren Verlauf im ganzen menschlichen Leib; sie durchziehen sogar das Knochenmark... und das, was sie führen [Lymphe], nimmt dann auch den Speisebrei auf, den Chylus... Lymphe ist ein zweiter Saft, der im Menschen pulsiert, ein Saft, der dem Seelischen viel näher steht, als dies bei dem Chylus, dem Magen- und Darmsaft des Speisebreis, der Fall ist, obwohl ja seelische Zustände auch auf die Verdauung und den ganzen Kreislauf des Speisesaftes ihren tiefgehenden Einfluß haben. Mit den Lymphsäften hängen aber seelische Zustände viel tiefer zusammen. Bei einem Menschen, der stark tätig ist, der sehr aktiv ist, fließt die Lymphe viel lebhafter als bei einem Menschen, der träge und faul ist und nichts tut. Und so können wir viele seelische Zustände anführen, die mit dem Verlauf der Lymphe im menschlichen Leib zusammenhängen.“2
Im physischen Leib drückt sich Physisches, Lebendiges, Seelisches und Geistiges gleichzeitig aus: Unsere Sinnesorgane sind rein physisch, die Drüsen sind Ausdruck des Bildekräfteleibes, das Nervensystem und das Lymphsystem sind Ausdruck des Seelischen (des Astralleibes) und das Blut ist Ausdruck des Geistigen (des Ichs).
Lymphknoten (früher sagte man richtiger Lymphdrüsen) vermitteln wie alle endokrinen Drüsen Seelisches (alles das, was wir denken, was wir fühlen, was wir wollen) in entsprechend differenzierter Weise in den lebendigen Körper. Sie sind die Vermittlungsstelle. Fehlfunktionen durch Blockaden der Lymphknoten wirken sich energetisch-körperlich aus. So gibt es keine Geschwulstbildung ohne Lymph-Stau-Beteiligung.
Wie sich der Mensch vom Kleinkind zum Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt und dann ein Greis wird, finden wir auch bei den Organen solche, die entwicklungsgeschichtlich am Anfang ihrer Entwicklung stehen und solche auf fortgeschrittener Stufe. So ist z.B. die Milz viel älter als die Leber. Sie „hat nicht nur eine physische Aufgabe, sondern es ist auch ihre Funktion, den Zusammenhang des Physischen mit dem geistig-seelischen Teil des Menschen zu vermitteln... Die Milz ist eines derjenigen Organe, die an der Grenze der physischen Organe stehen.“3 Die (geistige) Milzfunktion bleibt auch bei einer Entfernung des (physischen) Organs erhalten.
Daß Lymphe ein vielleicht noch „besonderer Saft als Blut“ (Goethe) ist, zeigt folgende Aussage von Rudolf Steiner: „In der Zukunft wird der Mensch imstande sein, sein blaues Blut durch die Lymphdrüsen, die dann eine sehr wichtige Rolle spielen werden, umzubilden, und sich damit, wie jetzt mit dem brauchbaren roten Blut, seinen Körper zu gestalten. Die Zirbeldrüse (Epiphyse) wird in der Zukunft ein innerlicher Apparat sein für den Prozeß der Umwandlung des verbrauchten Blutes in brauchbares Blut.“4
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