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Nach der naturheilkundlichen Elementen- und Säftelehre wird die herbstliche Jahreszeit dem Element Erde und der Schwarzgalle sowie dem melancholischen Temperament zugeordnet. Damit gilt der Herbst als kalt und trocken. Dieser kühlende und trocknende Einfluss hat natürlich Auswirkungen auf den Organismus. Einerseits kommt es zu einer Erniedrigung der kalorischen Grundfunktion – der Stoffwechsel wird zurückgefahren. Daher ist auch mit einem Absinken des Energiehaushaltes zu rechnen. Möglicherweise hängt die Häufung von Krankheiten mit epidemischen Charakter hiermit zusammen.
Andererseits kommt es durch die fehlende Wärme auch zu einer erhöhten Neigung zu Trockenheits-erkrankungen (Kristallose). Die Abkühlung des Magens bewirkt beispielsweise eine schlechtere Säfteentstehung und damit eine veränderte aktive Befeuchtung des Organismus. Auch andere Stoffwechselorgane, wie Leber, Nieren und Haut, sind in der Funktion eingeschränkt. Dadurch kommt es zu einer trägeren Blutbewegung und einer erhöhten Viskosität des Blutes mit Neigung zu Stauungen und Stockungen.
Abhängig von Temperament und Konstitution bestehen durch den kühlenden und trocknenden Einfluss des Herbstes Neigungen zu folgenden Beschwerden und Erscheinungen:
- Trägheit der Kreislauf- und Lymphbewegung - Stauungen und Stockungen der Milz - Trägheit von Leber- und Nierenabsonderungen - Steinleiden - Obstipation - venöse Leiden des Abdomens und der unteren Extremität - harnsaure und rheumatoide Krisen - Stimmungsschwankungen mit Tendenz zu Melancholie.
Therapeutisches Konzept
Die therapeutischen Maßnahmen sollen zu einer Befeuchtung des Organismus und zu einer Anregung des Stoffwechsels führen. Eine 4 bis 6 Wochen dauernde Herbstkur kann den ungünstigen Eigenschaften des Herbstes entgegen wirken.
Als befeuchtende Maßnahmen gelten:
- Traubenkur: Befeuchtung und Anregung der Säfteproduktion, Verbesserung der Ausscheidungen (mindestens 500 g kernlose Trauben täglich über den Tag verteilt essen)
- Ausreichend Schlaf: Befeuchtet auf natürliche Weise
- Lauwarme Bäder nach einer kleinen Mahlzeit: Befeuchtende Maßnahme nach Hippokrates Erdrauchtee: Blut- und mesenchymale Reinigung für den Herbst
- Melissentee: Befeuchtet mild, hellt die Stimmung auf („macht fröhlich“)
- Johanniskrauttee: Erwärmt und nimmt die melancholische Stimmung
Zur Anregung des Stoffwechsel sind folgende Maßnahmen angezeigt:
- Ernährung: Leicht verdauliche Kost aufgrund der beschriebenen Energieminderung. Dabei sollte bedacht werden, dass Nahrungsmittel um so verdaulicher sind:
- je flüssiger und leichter löslich sie im Wasser und in den Verdauungssäften sind (gutes Kauen und entsprechende Zubereitung)
je mehr die Menge der Verdauungsflüssigkeit die des Nahrungsmittels übertrifft
je besser die Tonuslage des Magens ist
je leichter die Absorption vonstatten geht (Zottenpumpe, Lymphbewegung im Abdomen)
- Bewegung: Ausreichende Bewegung und Anstrengung zur Verbesserung der kalorischen Grundfunktion
- Bürstungen und Güsse: Stabilisierung des Blutumlaufs
Außerdem sollte die Atemfunktion durch Atemübungen, Atemtherapie, Aufenthalt in der frischen Luft verbessert werden. Der höhere Gasaustausch vermindert die übermäßige Karbonisation der Säftemasse und verbessert die Sauerstoffversorgung des Blutes.
Unterstützung der Herbstkur mit homöopathischen und pflanzlichen Arzneimitteln über die der Heilpraktiker gerne Auskunft erteilt.
Auszugsweise entnommen aus Fachinfos ISO Arzneimittel GmbH.
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