09.01.2009: Rezeptur gegen Erkältungskrankheiten


Peter Kaufhold, Heilpraktiker

Anmerkung der Red.: Die Pflanzenheilkunde, die Phytotherapie, ist ohne Frage eines der wichtigsten Standbeine der Naturheilkunde. Der Arzneimittel- markt bietet eine Fülle hervorragender Phytotherapeutischer Heilmittel an.

Trotzdem sollte dem individuellen Rezept wieder sehr viel mehr Bedeutung beigemessen werden. Viele hervorragende Medikamente verschwinden vom Markt, andere ändern sich in ihrer Zusammensetzung und dies nicht immer zum Vorteil.

Ein individuell angefertigtes Rezept schafft besonderes Vertrauen beim Patienten, überzeugt über die eigene Leistung und kann häufig schneller zum gewünschten Erfolg führen.

Allerdings setzt dies entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten voraus, die es mit Einfühlungsvermögen zu erlernen gilt.

Und wer einmal in der Materie drin ist, wird auch viel persönliche Freude damit haben. Es ist zu wünschen, daß dies wieder mehr in den Vordergrund gerückt wird.

Weil dies auch unserer Tradition in besonderer Weise entspricht.

Winterzeit ist Erkältungszeit, Zeit für Schnupfen, Nebenhöhlenkatarrhe, Bronchitis, Husten, grippale Infekte und andere virale Infektionen. Dagegen gibt es eine Teemischung, die bei Grippe die Begleiterscheinungen lindert (Kopf- und Gliederschmerzen, das starke Gefühl, krank zu sein), die bei Schnupfen die Schleimhäute auf ein erträgliches Maß abschwellen läßt, bei Nebenhöhlenkatarrhen die Entzündung nimmt und dafür sorgt, daß zähes Sekret verflüssigt wird und abfließen kann, bei Husten und Bronchitis lösend, beruhigend und entzündungswidrig wirkt. Eine Wundermischung offensichtlich - mitnichten, aber mehr als hilfreich. Der erfahrene Phytotherapeut wird spätestens auf den zweiten Blick die konzertierte Aktion aller beteiligten Drogen erkennen.

Nebenhöhlenkatarrhe, Erkältung, Grippe (Kaufhold)
Bellidis flos
25,0  (33,0 oder 4 EL) 
Gänseblümchenblüten
Spiraeae flos
20,0  (17,0 oder 2 EL)   Mädesüßblüten
Violae tricoloris herb
20,0  (17,0 oder 2 EL)  
Stiefmütterchenkraut

Sambuci flos
15,0  (17,0 oder 2 EL)  
Holunderblüten
Salviae fol
10,0  (08,0 oder 1 EL)  
Salbeiblätter
Equiseti herb
10,0  (08,0 oder 1 EL)  
Zinnkraut, Schachtelhalmkraut


Aufguß: 2 Teelöffel auf 0,25 Liter kochendes Wasser, 10-12 Minuten abgedeckt ziehen lassen, 2-4 x täglich 1 Tasse mit Honig gesüßt, langsam und schluckweise trinken; Werte in Klammern = Mengen als Volumenmaße. Alkoholauszug: Die Mischung 1:10 in EtOH 38% (z.B. Kornbrand) ansetzen, nach 4 Wochen filtern und in eine Flasche aus braunem Glas umfüllen; Dosierung: 3-4 x täglich 15-25 Tropfen; äußerlich zu Einreibungen bei Gliederschmerzen und Zahnfleischentzündung. Hinweis: Es ist darauf zu achten, daß die verwendeten Teedrogen (ganz besonders Bellidis flos, Spiraeae flos und Salviae fol) möglichst frisch sind; sie sollten beim Zerreiben zwischen den Fingern einen starken Duft verströmen. Die Mischung muß in einem dichtschließenden Glas (mit Schraubverschluß) aufbewahrt werden. Diese Rezeptur bzw. die Kombination von Gänseblümchen, Mädesüß, Stiefmütterchen, Holunder, Salbei und Zinnkraut ist urheberrechtlich geschützt. Kommerzielle Verwertung nur mit Genehmigung! Die Ver- schreibung durch Naturheilpraxen ist dagegen erwünscht.

Quelle
Peter Kaufhold; PhytoMagister - Zu den Wurzeln der Kräuterheilkunst - Modernes und traditionelles Wissen der Pflanzenheilkunde für Praxis und Unterricht - Band 1 - 700 Seiten, gebunden - 40 farb. Pflanzenbilder - ISBN 978-3-8370-1198-2 - Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH - Preis: 69,- EUR -  www.phytomagister.com


 
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