Im Vergleich: Freie Heilpraktiker e.V. auf Platz 1
|
Seitens eines anerkannten Instituts eine repräsentative Mitgliederbefragung.
Einige Zahlen aus der 74seitigen (A4)-Auswertung dieser Befragung veröffentlichten wir bereits.
Es erfolgte nicht nur eine Mitgliederbefragung unserer Mitglieder, sondern auch andere Berufsverbände verschiedener Berufszweige hatten gleichzeitig den Auftrag zur umfassenden Mitgliedererhebung erteilt, so daß auch Vergleichszahlen und Vergleichswerte zwischen verschiedenen Verbänden gegeben sind, was eine Auswertung selbstverständlich noch sinnvoller macht.
Auf Wunsch verdeutlichen wir an dieser Stelle nochmals, daß mit anderen Berufsverbänden kein weiterer Heilpraktikerverband gemeint ist und bei dieser Aktion verschiedene Berufszweige beteiligt waren, wie schon aus dem Hinweis „andere Berufsgruppen“ hervorgeht.
Gerade aus diesem Umstand heraus ist der Befragung aus professionellen Ge-sichtspunkten besondere Bedeutung beizumessen. Im Vergleich der Mitgliederbefragungen verschiedener Berufsverbände der verschiedenen Berufsgruppen schneidet bei der Auswertung „Globalzufriedenheit“ der „Freie Heilpraktiker e.V.“ am besten ab, d.h. belegt den ersten Platz.
Hierauf sind wir natürlich besonders stolz, da gerade der Vergleich mit anderen Berufsgruppen dieses Ergebnis besonders hervorhebt, wenngleich wir uns auf den Ergebnissen nicht ausruhen werden. Gegenüber anderen Berufsgruppen, bei denen die Ausgangsbasis in ihrer Arbeit, schon aus wirtschaftlichen Gegebenheiten, heraus günstiger ist. So zum Beispiel der „Verband Deutscher Ingenieure - VDI -“ mit immerhin rund 126.000 Mitgliedern und mit dem Innovationspreis des „Deutschen Verbandsmanagement“ ausgezeichnet.
Wir halten dies unseren Mitgliedern gegenüber für wichtig, damit diese sich ebenfalls ein differenziertes Bild machen können. Damit diese mitwirken können in welchen Bereichen und in welchen Einzelfragen eine noch bessere Zusammenarbeit entwickelt und unsere Arbeit zukunftsorientiert für den Berufsstand und die Mitglieder verbessert werden kann.
In der heutigen Zeit kann erfolgreiche Verbandsarbeit, sowohl nach innen wie nach außen, nicht mehr nach allgemein üblichen Vereinsregeln verlaufen, sondern muß diese, wo und wie immer dies möglich ist, professionell geleistet werden.
Die Fragen der Globalisierung, der gesellschaftlichen, der politischen und der beruflichen Situation gehen nicht an dem Heilpraktiker vorüber und müssen, selbstverständlich die spezifischen und individuellen Interessen dieses besonderen freien Heilberufes feinfühlig berücksichtigend, einbezogen werden. Der „Freie Heilpraktiker e.V.“ will auch zukünftig Profi auf seinem Gebiet sein.
Aus dem externen Benchmark, dem Vergleich mit den befragten Organisationen, sind Kenntnisse über die eigene Positionierung zu ermitteln.
Da zwischen den befragten verschiedenen Verbänden aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen keine direkte Konkurrenzsituation gegeben ist, kann der externe Benchmark als Erfahrungsaustausch genutzt werden.
Die inhaltlichen Dimensionen und Themen, die im Rahmen der Befragung abgebildet werden, umfassen folgende Aspekte:
Image der teilnehmenden Berufsorganisationen bei den befragten Mitgliedern
Aktuelle und zukünftige Anforderungen/Erwartungen an den jeweiligen Verband und dessen Organisationsleistungen
Mitgliederzufriedenheit (Globalzufriedenheit), Zufriedenheit mit zentralen Leistungsbereichen wie Information, Interessenvertretung, etc. und Zufriedenheit mit Einzelleistungen innerhalb dieser Leistungsbereiche
Wichtigkeit von Leistungsbereichen („satisfaction drivers“, Anforderungsprofile)
Verknüpfung von Zufriedenheit und Wichtigkeit
Indikatoren für die Mitgliederbindung
Soziodemographische Informationen (Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und berufliche Stellung)
Image
Als ein zentrales Thema wurde das Image analysiert. Das Image beeinflußt die Wahrnehmung und die Bewertung von Leistungen und damit auch die Zufriedenheit der Mitglieder. Denn Zufriedenheit ist keine Größe, die allein von objektiven Kriterien (z.B. dem Mitgliedsbeitrag) bestimmt wird. Zufriedenheit entsteht als Ergebnis eines Beurteilungsprozesses, in dem die wahrgenommene Leistung mit den eigenen Anforderungen, Erwartungen und Idealen verglichen wird. Auch die bisherige allgemeine Einschätzung des Verbandes durch das Mitglied, sein Image, spielt in die Wahrnehmung und den Vergleich hinein. Außerdem ist das Image für die Gewinnung von neuen Mitgliedern von Bedeutung, weil die Wahl eines Verbandes nicht zuletzt von subjektiven Eindrücken abhängt.
Am häufigsten verbinden unsere Mitglieder Fort- und Weiterbildung/Austausch (32%) und „Beratung/Service/Unterstützung“ (30%) mit dem Verband.
Am stärksten unter allen formulierten Image-Items werden dem „Freie Heilpraktiker e.V.“ eine hohe fachliche Kompetenz und Zuverlässigkeit (beide 81 Punkte) zugesprochen.
Anforderungen an die Verbände
Da die Zufriedenheit - wie oben bereits verdeutlicht - aus einem Abgleich von Erwartungen und Erfahrungen entsteht, ist es notwendig, die Anforderungen der Mitglieder an den Verband und die Wichtigkeit dieser Anforderungen zu kennen. Daraus lassen sich Hinweise auf die bedarfsgerechte Gestaltung der Leistungen und Angebote ableiten. Auch die Beitrittsgründe geben Hinweise auf die Anforderungen an den Verband.
Die Mitglieder „Freie Heilpraktiker e.V.“ thematisieren am häufigsten „Beratung/ Unterstützung/Hilfe“ (56%) hinsichtlich der Anforderungen an den Verband.
Erhoben wurde unter dem Gesamtaspekt aller Anforderungen die zukünftige Wichtigkeit der Anforderungen, um feststellen zu können, ob Anpassungen der Verbandsleistungen notwendig sind. Die Wichtigkeit der Anforderungen verändert sich aus Sicht der Verbandsmitglieder.
Auch die Beitrittsgründe geben Hinweise auf die Anforderungen. Die Hälfte der Mitglieder verweist auf „Empfehlung/Werbung/Bekanntheit“ (52%), was die Wichtigkeit von Weiterempfehlungen auf die Neumitgliedergewinnung bestätigt. An zweiter Stelle für einen Beitritt stehen die Verbandsleistungen in der „Interessenvertretung/Verbandspolitik/Kollektivität“ (28%), Leistungen der „Fort- und Weiterbildung, Austausch und Kontakt“ (16%).
Die Auswertungen ergeben, daß die Ursache für die überdurchschnittliche Bedeutung von Empfehlungen beim „Freie Heilpraktiker e.V.“ im Gegensatz zu anderen Berufsverbänden anderer Berufsgruppen auf die überdurchschnittliche Zufriedenheit der Mitglieder mit dem Verband zurückzuführen ist.
|
|
|
Anmerkung zum Begriff Benchmark MFD:
Benchmark gibt die Durchschnittswerte der anderen befragten Berufsorganisationen der anderen Berufsgruppen wieder, um so die Zahlen des „Freie Heilpraktiker e.V.“ in Vergleich zu setzen.
|
Die Antworten wurden zum einen in inhaltlich übergeordneten Kategorien zusammengefaßt. Da jeder der Interviewpartner bis zu 3 Angaben äußern konnte, können sich die Prozentwerte insgesamt auf über 100% addieren.
|
Die Antworten wurden außerdem nach positiver, neutraler und negativer Ausrichtung kategorisiert.
|
Am stärksten unter allen formulierten Image-Items werden dem „Freie Heilpraktiker e.V.“ eine hohe fachliche Kompetenz und Zuverlässigkeit zugesprochen mit jeweils 81 Punkten und dies auch überdurchschnittlich gegenüber den anderen Berufsgruppen-Verbänden.
|
Die zukünftige Wichtigkeit der Anforderungen wurde erhoben, um feststellen zu können, ob Anpassungen der Verbandsleistungen notwendig sind.
|
|
Anmerkung zu den statistischen Darstellungen
Bei den quadratischen Bilddarstellungen werden immer die gestellten Fragen innerhalb der eigenen Mitgliedschaft ins Verhältnis zueinander gestellt, wie diese Einzelfragen bewertet bzw. demgegenüber auch erfüllt werden.
|
Die Wichtigkeit der Anforderungen verändert sich aus Sicht der Verbandsmitglieder, sowohl beim „Freie Heilpraktiker e.V.“ als auch bei den Mitgliedern der anderen befragten Verbände anderer Berufsgruppen nicht.
Hier ist erkennbar, rechtes oberes Quadrat, daß die Fragen Fort- und Weiterbildung, Beratung und Information den Mitgliedern überdurchschnittlich wichtig sind sowohl zukünftig als auch aktuell, daß die Interessenvertretung/Verbandspolitik sowohl zukünftig als auch aktuell wichtig, jedoch gegenüber den anderen Fragen unter dem Durchschnitt liegt.
Fragen des Austausches und der Kontaktmöglichkeiten sowie Sonderkonditionen für Mitglieder durch Rahmenvereinbarungen sind sowohl aktuell als auch zukünftig nicht von besonderer Bedeutung (linkes unteres Quadrat).
Bei den anderen Berufsgruppen liegt die Situation ähnlich (keine Darstellung).
|
Das Konzept des Zukunfts-Portfolio ergibt sich hieraus.
Der Service wird aktuell und zukünftig besonders hoch eingestuft, rechtes oberes Quadrat, während der Beitrag, linkes unteres Quadrat, keine wesentliche Rolle spielt.
Die Erläuterungen mit Einzelwerten zu den nachfolgenden Darstellungen in der nächsten Ausgabe.
|
|
|
|
Fundierte Informationen über die Zufriedenheit der Mitglieder sowie deren Anforderungen an einen Verband sind die Voraussetzungen für die Umsetzung einer konsequenten Mitgliederorientierung.
„Ein Hauptproblem der Verbandsführung ist die Erfolgsmessung. Wann ist ein Verband erfolgreich? ... An welchen Kriterien kann man den Erfolg messen? ... Das am häufigsten genannte Kriterium ist die Zufriedenheit der Mitglieder. Um den Erfolg daran zu messen, müßte man die Zufriedenheit genau kennen. Wie man das macht, vor allem in größeren Organisationen, ohne Umfragen bewerkstelligen will, bleibt schleierhaft!? ...“
(Prof. Witt, Dieter, u.a.: Stand des Managements in Verbänden, Kurzergebnisse der Verbändeerhebung 1996/97. S. 19.)
Wir machen deshalb entsprechende Umfragen.
Für die Verbände ist das Thema des externen Benchmarking („Von den Besten lernen") von besonderer Bedeutung.
Auch die Beitrittsgründe geben Hinweise auf die Anforderungen an den „Freie Heilpraktiker e.V.“ wie Abbildung 8 aufzeigt. Hier wurde wieder eine sogenannte offene Frage eingesetzt, weshalb sich die Werte auf über 100% addieren können. Die Hälfte der Mitglieder verweist auf „Empfehlung/Werbung/Bekanntheit“ (52%), was die Wichtigkeit von Weiterempfehlungen auf die Neumitgliedergewinnung bestätigt.
|
|
|
|
Des weiteren boten die Verbandsleistungen in der „Interessenvertretung/Verbandspolitik/Kollektivität“ 28%, Leistungen der „Fort- und Weiterbildung, Austausch und Kontakt“ 16%, Angebote der „Beratung/Unterstützung/Service/individueller Nutzen“ 14%, Angebote der „Information“ 11%, die „Beitragshöhe“ weniger als 5% und „Sonstiges“ 27% der Mitglieder Anlaß zum Beitritt.
Beitrittsgründe und Anforderungen an den Verband unterscheiden sich somit erheblich.
Während die „Interessenvertretung“ zunächst im Vordergrund steht, tritt sie dann hinter die Anforderungen „Fort- und Weiterbildung“, „Information“ und „Beratung“ zurück.
Unter allen teilnehmenden anderen Organisationen nehmen „Empfehlungen/Werbung/Bekanntheit“ einen deutlich geringeren Einfluß (17%) auf den Beitritt, „Interessenvertretung/Verbandspolitik/Kollektivität“ (42%), „Information“ (35%) und „Beratung/Unterstützung/Service/individueller Nutzen“ (25%) einen größeren als beim „Freie Heilpraktiker e.V.“.
Die Ursache für die überdurchschnittliche Bedeutung von Empfehlungen beim „Freie Heilpraktiker e.V.“ ist auf die überdurchschnittliche Zufriedenheit der Mitglieder mit diesem Verband zurückzuführen.
Zufriedenheit mit den Verbänden
Die Einschätzung und Bewertung der Verbandsleistungen durch die Mitglieder gehören zu den wichtigsten Informationen, die für ein aktives und effektives Mitgliederzufriedenheits- und Mitgliederbindungsmanagement benötigt werden.
Es ist wichtig, bei der Interpretation von Zufriedenheitswerten immer zwei Seiten zu beachten: Auf der einen die Qualität der den Mitgliedern gebotenen und von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen, auf der anderen deren Bezugsrahmen mit Erwartungen, Wünschen und Idealen.
Die Zufriedenheit wurde auf einer Skala von „1“ bis „5“ erfragt. Die Angaben wurden in eine Hunderte-Skala umgerechnet, eine „1“ entspricht 100 Punkten, eine „2“ 75 Punkten, eine „3“ 50 Punkten, eine „4“ 25 Punkten und eine „5“ 0 Punkten.
Bei der Interpretation der Ergebnisse zur Zufriedenheit sollte folgendes beachtet werden: Zufriedenheitsbewertungen auf einer Skala von „1“ „sehr zufrieden“ bis „5“ „sehr unzufrieden“ tendieren in die positive Skalenrichtung (Pfeil nach rechts „1“). Das Auftreten dieser Verzerrung findet sich in allen Studien zur Zufriedenheitsmessung.
Die positive Antworttendenz hängt damit zusammen, daß Menschen von ihnen getroffene Entscheidungen im Rückblick bestätigen wollen. Dies hat zur Folge, daß eine theoretisch durchschnittliche Beurteilung mit „3“ (50 Punkte) keine neutrale Einstellung, sondern schon eine latente Unzufriedenheit bedeutet. Werte von „4“ (25 Punkte) und „5“ (0 Punkte) weisen auf eine massive Unzufriedenheit hin. Eine „2“ (75 Punkte) drückt aus, daß das Mitglied zufrieden ist. Nur eine „1“ (100 Punkte) läßt sich tatsächlich als eine begeisterte Bewertung interpretieren. Durchschnittlich empirische Zufriedenheitswerte auf der 5er-Skala liegen zwischen 2,1 und 2,3.
Für den „Freie Heilpraktiker e.V.“ insgesamt vergeben die Mitglieder zu einem Drittel 100 Punkte, zu 50% 75 Punkte und nur zu 18% schlechtere Bewertungen, wie Abbildung 9 verdeutlicht.
Der Anteil an Mitgliedern, die eine Bewertung von 100 Punkten gaben, ist unter den Mitgliedern der anderen an der Vergleichsstudie teilnehmenden Verbände (andere Berufsgruppen) viel geringer: Dort liegt er bei 16%.
Der „Freie Heilpraktiker e.V.“ ist hinsichtlich der Globalzufriedenheit der Mitglieder der Spitzenreiter unter allen teilnehmenden Organisationen. Die überdurchschnittliche Zufriedenheit zeigt sich auch im Mittelwert, der 78 Punkte im Vergleich zu 68 unter allen Organisationen beträgt (Abbildung 10).
|
|
Unter den Leistungsbereichen werden die Fort- und Weiterbildung (80 Punkte) und die Information (77 Punkte) am besten bewertet (Abbildung 11).
|
|
Die geringste mittlere Punktzahl (66) erzielt der Leistungsbereich Mitgliedsbeitrag. Bis auf diesen werden alle Leistungsbereiche überdurchschnittlich beurteilt.
|
Im Leistungsbereich Information (77 Punkte) erhalten die Verständlichkeit (80) und die Aktualität (78) die beste Bewertung, am schlechtesten schneiden die eingesetzten Medien mit 68 Punkten ab (Abbildung 12).
|
Unter den eingesetzten Informationsmedien erhalten Kongresse (80) und die Verbandszeitschrift (77) die besten Werte (Abbildung 13).
|
Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung (80 Punkte) liegen alle Einzelleistungen auf einem Zufriedenheitsniveau von über 70 Punkten, mit Ausnahme des Veranstaltungsorts (58) (Abbildung 14).
|
Im Leistungsbereich Interessenvertretung (Verbandspolitik) (73 Punkte) werden von den Mitgliedern Bewertungen zwischen 61 Punkten für die Einbindung der Mitglieder und 71 für die Reaktionsgeschwindigkeit bezüglich neuer Herausforderungen/Themen gegeben (Abbildung 15).
|
|
Die Zufriedenheit der Mitglieder des „Freie Heilpraktiker e.V.“ mit diesen Einzelleistungen überragt durchgängig die Zufriedenheit unter den Mitgliedern aller teilnehmenden Organisationen.
Allen Mitgliedern, die sich bereits mindestens einmal beim „Freie Heilpraktiker e.V.“ beschwert hatten, wurden weiterführende Fragen zu ihrem Beschwerdeverhalten und ihrer Zufriedenheit mit Einzelleistungen aus dem Bereich Beschwerdemanagement gestellt. Die überdurchschnittliche Globalzufriedenheit der Mitglieder des „Freie Heilpraktiker e.V.“ spiegelt sich in einer leicht unterdurchschnittlichen Anzahl von Beschwerden im letzten Jahr wider (Abbildung 16).
|
Der Mittelwert beträgt 1,3 Beschwerden in den letzten 12 Monaten gegenüber 1,7 unter den Mitgliedern aller teilnehmenden Organisationen.
93% der Verbandsmitglieder beschwerten sich nicht. Als Anlaß für die wenigen Beschwerden werden von den Mitgliedern des „Freie Heilpraktiker e.V.“ in der Hauptsache Unzufriedenheit mit der „Mitgliederdatenverwaltung“ (25%), mit den „Informationen“ (21%) und der „Fort- und Weiterbildung“ (21%) genannt.
|
|
Verknüpfung von Wichtigkeit und Zufriedenheit Um Fehler bei der Befragung zu vermeiden und richtige sowie vor allen Dingen gesicherte Aussagen über die Bedeutung von Leistungsbestandteilen für die Mitgliederzufriedenheit zu treffen, wurde von dem ausführenden Institut ein sogenanntes indirektes statistisches Verfahren angewandt: Die Multiple Lineare Regression. Dasselbe bringt die Zufriedenheit mit den Leistungsbereichen (z.B. „Mitgliederbetreuung“ und „Information“) in einen statistischen Zusammenhang mit der Globalzufriedenheit. Grundüberlegung hierfür ist, daß die Zufriedenheit mit den Leistungsbereichen das Ausmaß der Globalzufriedenheit erklärt. (Abb. 17)
|
Aufgrund dieses Vorgehens des ausführenden Instituts haben wir sehr sichere und nachvollziehbare Ergebnisse erhalten.
Die Ergebnisse dieser Analyse für unseren Verband werden in Abbildung 17 dargestellt. (Abb. 18)
|
Als zentral erweist sich das Beschwerdemanagement mit einem Einfluß von 53,47%. Innerhalb dieses Leistungsbereiches haben die drei Einzelleistungen Behandlung der Beschwerde (36,54%), Problemlösungsgeschwindigkeit (32,11%) und Verständnis für die Beschwerde (31,35%) etwa das gleiche Gewicht.
Der Leistungsbereich Fort- und Weiterbildung (25,48%), in dem die Regelmäßigkeit (27,21%) besonders wichtig ist, nimmt deutlich weniger Einfluß auf die Globalzufriedenheit. Am wenigsten läßt sich die Globalzufriedenheit durch die Interessenvertretung/Verbandspolitik beeinflussen (21,05%), wobei die Durchsetzungsfähigkeit das stärkste Gewicht hat (56,05%).
Als Imagevorteile erweisen sich für den „Freie Heilpraktiker e.V.“ die Zuverlässigkeit und die Mitgliederorientierung (Abb. 19)
|
|
Diese Aspekte des Images erfahren von den Mitgliedern eine überdurchschnittlich hohe Zustimmung und zeichnen sich auch gleichzeitig durch eine besonders große Wichtigkeit für die Globalzufriedenheit aus (1. Quadrant oben rechts). Der Imagefaktor Fachliche Kompetenz stellt sich zwar als vorteilhaft bewertet heraus, ist aber für die Globalzufriedenheit der Mitglieder erstaunlicherweise weniger von Bedeutung. Als wichtig für die Globalzufriedenheit wird die Mitgliederbetreuung und die Einflußnahme des Verbandes angesehen und hier zeigen die Zahlen auf, daß offensichtlich durchaus ein Informationsdefizit bei den Mitgliedern über diese bei der Verbandsarbeit an erster Stelle stehenden Bereiche besteht.
Bei der Interpretation dieser Darstellung ist zu beachten, daß die Beurteilung von Imagefaktoren nicht auf den eigenen Erfahrungen der Mitglieder mit den Leistungen des Verbandes beruhen, sondern auf ihrer Annahme über dessen Außenwirkung basiert.
Die Zufriedenheit der Mitglieder ist also hervorragend gegeben, jedoch werden die positiven Effekte nicht genügend wahr- oder aufgenommen.
Mitgliederbindung
Bei der Mitgliederbindung handelt es sich, ähnlich wie bei der Mitgliederzufriedenheit, um ein komplexes Konstrukt. Mitgliederbindung bezieht sich auf die persönliche Verbundenheit mit einem Verband und äußert sich sowohl in den Gedanken und Gefühlen als auch in den Handlungsvorhaben der betreffenden Person.
Als ein Indikator für die Mitgliederbindung wurde die bisherige Dauer der Mitgliedschaft herangezogen (siehe Abb. 20
|
|
|
Die Beitrittswiederholungsbereitschaft, die Absicht zur dauernden Mitgliedschaft, der Alleinstellungsanspruch der Mitglieder des „Freie Heilpraktiker e.V.“, die Weiterempfehlungsbereitschaft, die Kommunikationsbereitschaft und der Mitgliederbindungsindex zeigen sich in den Abbildungen 21, 22, 23, 24, 25, 26 und 27.
Der enge Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Bindung wird in Abbildung 28 am Beispiel der Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitglieder wiedergegeben.
„Überzeugungstäter“ sind rund 31% der Mitglieder, die sich durch eine weit überdurchschnittliche Globalzufriedenheit bei gleichzeitiger überdurchschnittlicher Bindung auszeichnen. „Echte Mitgliederbindung“ mit ebenfalls überdurchschnittlicher Zufriedenheit und Bindung weisen rund weitere 21% aus.
Eine weitere Gruppe mit „Mitgliederbindungspotential“ bilden 30% der Mitglieder. Auch hier ist eine sehr gute durchschnittliche Mitgliederbindung bei gleichzeitiger überdurchschnittlicher Globalzufriedenheit gegeben.
Lediglich 5% der Mitglieder können eingruppiert werden in die Gruppe „Mitgliederbindung mit Gefährdungspotential“ mit überdurchschnittlicher Bindung, aber unterdurchschnittlicher Globalzufriedenheit.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Fazit
Die Erhebung thematisiert das Image von Verbänden sowie Zufriedenheit und Bindung ihrer Mitglieder. Einbezogen wurden außerdem die soziodemografischen Charakteristika der Mitglieder. Der Schwerpunkt lag neben einer globalen Analyse Teilnehmer auf den einzelnen Organisationen, wobei die Ergebnisse des „Freie Heilpraktiker e.V.“ im Benchmark betrachtet werden konnten.
Die Mitglieder des „Freie Heilpraktiker e.V.“ verbinden gegenwärtig am stärksten dessen Leistungen „Fort- und Weiterbildung/Austausch“ sowie „Beratung/Service/ Unterstützung“ mit dem Verband. Unter den vorgegebenen Imagefaktoren dominieren die Zuverlässigkeit und die fachliche Kompetenz.
Zu den weiteren Handlungsüberlegungen für die Imagefaktoren gilt, daß in der internen Kommunikation gegenüber den Mitgliedern und in der externen Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit die Zuverlässigkeit und die Mitgliederorientierung des „Freie Heilpraktiker e.V.“ noch mehr hervorgehoben werden muß.
Als Anreiz für eine Mitgliedschaft dient neben „Empfehlungen/Bekanntheit des Verbandes/Werbung“ auch die „Interessenvertretung/Verbandspolitik“.
Die Globalzufriedenheit der Mitglieder des „Freie Heilpraktiker e.V.“ ist überdurchschnittlich. Die Bindung der Mitglieder des „Freie Heilpraktiker e.V.“ ist hoch und dabei der Anteil an „Überzeugungstätern“ überdurchschnittlich mit zufriedenen Mitgliedern bei überdurchschnittlicher Bindung.
Insgesamt ist also festzustellen, daß diese intensive, umfangreiche und qualitativ hochwertige Mitgliederbefragung unsere Gesamtarbeit bestätigt, jedoch aber auch wichtige Aufschlüsse darüber gibt, in welchen Bereichen wir Änderungen, Ergänzungen und Verbesserungen im Interesse des Berufsstandes und vor allen Dingen unserer Mitglieder vorzunehmen haben.
|
| |
|
|
 |
| PRAXIS.FORUM 15.09.2012 Freie Heilpraktiker e.V. |
Abrechnung . Existenzgründung . Homepage . Marketing . Steuer . Werbung u.v.m. im swissotel in Düsseldorf-Neuss Vorträge . WorkShops . Beratung . Ausstellung unserer Kooperationspartner und weiterer Fach-Firmen. |
|
|