26.10.2009: QFH - Qualität Freie Heilpraktiker


„QFH - Qualität Freie Heilpraktiker“ tritt unter dem Gesichtspunkt und der Verantwortung als Freier Beruf für eine selbstverständliche Verpflichtung zur Qualität der Praxisausübung entsprechend den individuellen Gegebenheiten ein. Oberster Grundsatz ist hierbei keine Gefahr für den Patienten und niemals zu schaden bei größtmöglicher Hilfe. Eine sachgemäße und verantwortungsvolle Weiterbildung ergibt sich schon hieraus  automatisch und ist Grundvoraussetzung.

„QFH - Qualität Freie Heilpraktiker“ wendet sich jedoch gegen spektakuläre und kontraproduktive Aktionen, die ein vollkommen falsches Bild über die verantwortliche Qualität der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker wiedergeben.
 
So finden sich unter dem Deckmantel eines sogenannten „Qualitätsforum Heilpraktiker (QFH)“  einige außerhalb der großen Heilpraktiker-Bundesverbände stehende Fachvereine und ein Heilpraktikerverband, dessen berufsschädigende Politik bekannt ist, zusammen, um irgendwelche sogenannten Qualitätsnormen für die Heilpraktiker zu schaffen. Die tatsächlichen Absichten einzelner Teilnehmer dieser Runde sind deutlich erkennbar, gedeihen im Dunkeln.
 
Einigen Teilnehmern dieser Runde soll keinesfalls die gute Absicht abgesprochen werden, jedoch haben diese sich offensichtlich noch nicht mit der Entwicklung des Berufsstandes hinreichend auseinandergesetzt sowie erkennen diese daraus resultierend wohl nicht, welches Unheil sie mit scheinbar guten Absichten anrichten können.
 
„QFH - Qualität Freie Heilpraktiker“  stellt sich gegen derartige Bestrebungen, wobei alle Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker als „Freie“ ganz im Sinne eines Freien Berufes gemeint sind, als zukunftserhaltende Qualität der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker.
 
Die „QFH - Qualität Freie Heilpraktiker“ nimmt deshalb auch zu einer Pressemeldung des sogenannten „Qualitätsforum Heilpraktiker“ Stellung:

Erklärung:
„... versteht sich als eine Diskussionsplattform und Initiative von Fachgesellschaften und Berufsverbänden ...“

Antwort:
Die Gruppierung als sogenanntes Qualitätsforum steht außerhalb der fünf großen Heilpraktiker-Bundesverbände, die mit ihren Organisationen und Kommissionen breit gefächert die Berufs- und Medizinalpolitik der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker vertreten und den Beruf entsprechend den gesetzlichen Grundlagen sichern sowie die Ansprechpartner im politischen Raum sind und dort zielgerichtet und kompetent die Interessen vertreten. Das sogenannte Qualitätsforum mit seinen Veröffentlichungen und Vorgehensweisen schafft Verunsicherungen und erweckt den Eindruck einer Zersplitterung des Berufsstandes.

Erklärung:
„... mit dem Ziel Möglichkeiten zu entwickeln, um die therapeutische Qualität zu sichern, zu dokumentieren und so transparent zu machen. Es sollen Lösungsansätze für ein praktikables und wirksames Handeln erarbeitet werden, die dem inzwischen mehrfach geäußerten Bedürfnis von Gesetzgeber und Öffentlichkeit nach Patientenschutz und Risikoabwehr dienen und unseren Beruf insgesamt zukunftsfähig machen.“  

Antwort:
Wer gibt dieser Gruppierung das Recht den Eindruck zu vermitteln, daß Qualität bei uns Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern nicht gesichert, nicht dokumentiert und nicht transparent sei?

Wer gibt dieser Gruppierung das Recht den Eindruck zu vermitteln, daß es bei uns Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern keinen Patientenschutz und keine Risikoabwehr gäbe?
 
Will man nicht wahrhaben, und wenn ja, aus welchen Gründen, daß wir Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker hervorragende Lösungsansätze haben, danach mehrheitlich handeln und daß der Gesetzgeber, d.h. die Politik, keinerlei Einwände hat und auch keine neuen Regelungen beabsichtigt oder wünscht?
 
Kennt man nicht oder will man nicht kennen die zahlreichen Qualitätsgrundlagen, gesetzlichen und berufsständischen Regelungen in vielfacher Form? Angefangen bei dem sogar gesetzlich erfaßten Leitsatz

Keine Gefahr für den Patienten.
 
Eine Formulierung, die es in keinem anderen Beruf gibt.

Erklärung:
„... Was spricht dagegen, sich deshalb verbandsübergreifend über Qualitätssicherung in seinem eigenen Arbeitsfeld auszutauschen ...?“

Antwort:
Natürlich spricht nichts dagegen, sich über den Beruf, seine Tätigkeit, seine Gesetze, seine Regelungen, sein qualitatives Arbeiten usw. auszutauschen.
Nur, das ist die große Frage, wie, auf welchem Wege, mit welchen richtigen und falschen Grundaussagen, dem Ziel und mit welcher Öffentlichkeitswirkung.

Bisher ist nur zu erkennen: Es wird der Eindruck erweckt, ob nun bewußt oder unbewußt, daß es keine nennenswerte Qualität bei den Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern gibt, daß der Patientenschutz und die Risikoabwehr im Argen liegen würden. Durch die Veröffentlichungen wird dieser Eindruck auch der Öffentlichkeit und der Politik gegenüber vermittelt. Ein derartiges Vorgehen kann doch letztlich nur als berufsstandsschädigend angesehen werden.

Erklärung:
„... Ein Qualitätswein darf so benannt werden, wenn Ursprung, Herstellungsprozeß und Endprodukt bestimmten festgelegten Anforderungen entsprechen. ...“

Antwort:
Wir vermögen nicht zu erkennen, daß es für uns Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker als Qualitätsberuf keinen Ursprung, Herstellungsprozeß und Endprodukt mit bestimmten festgelegten Anforderungen gibt.

Kennen die Betreiber des sogenannten Forums unsere Grundlagen etwa nicht?
 
Erklärung:
„... gewinnt das Thema ,Patientenschutz und Risikoabwehr’ eine immer größere Bedeutung, der man ... auch gesetzlichen Regelungen - Rechnung tragen will. Die Rechtslage der Heilpraktiker verlangt, daß der Berufsstand dies eigenverantwortlich, praktischerweise berufsständisch regelt, wenn man nicht riskieren will, daß der Staat Risikoabwehr bzw. durch Therapieeinschränkungen ,ordnet’.“

Antwort:
Obwohl nun vielfältig in zahlreichen Veröffentlichungen dargelegt und von politischer Seite richtiggestellt, wird hier (ohne Kenntnisstand oder bewußt fälschlich) mit Rechtslagen und angeblichen europäischen Regelungen argumentiert, die keine Grundlagen finden.

Eine Irreführung, um das eigene Süppchen zu kochen gegen die große Mehrheit der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, behaftet mit einem großen Risiko für die Zukunft der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker und hierbei noch den Begriff Zukunftssicherheit in den Mund nehmend.

Erklärung:
„... und streben weder eine Statutsveränderung noch gar eine Akademisierung des Berufsstandes an ...“

Antwort:
Daß alle Beteiligten etwas derartiges anstreben, soll keinesfalls behauptet werden und wird auch nicht angenommen, die Praxis zeigt bei einigen jedoch etwas anderes an. Entscheidend ist aber, was aus dem Handeln und den veröffentlichten Überlegungen werden kann, ob nun beabsichtigt oder nicht beabsichtigt.

Der Beruf der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker hat nun einmal eine besondere Entwicklungsgeschichte und einen besonderen Status und hiermit heißt es äußerst sensibel umzugehen, ohne Blauäugigkeit, sondern alleine mit den Fakten und dem notwendigen politischen Spürsinn.

Merken die Funktionäre dieser Gruppierung nicht, wie gefährlich es ist, die Geister zu rufen, die man dann nicht mehr los wird, oder den kleinen Schneeball ins Rollen zu bringen, der dann zur Lawine wird?

Nichts spricht natürlich dagegen, einen Dialog zu führen, Gespräche zu inspirieren über all das, was unseren Berufsstand betrifft. Jedoch muß hierfür auch die Ausgangsbasis stimmen und dies ohne die schädigenden Aussagen, wie sie leider erfolgen mit dem Ziel, eigene Ambitionen zu verwirklichen.

„Der verdorbene Staat hat die meisten Gesetze“,
sagt Tacitus und
Lao-Tse ergänzt:
"Je mehr Gesetze, desto mehr Diebe."

 
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