19.01.2010: Bewegung in der Heilpraktikerverbändelandschaft


Freie Heilpraktiker e.V. zeigt sich als verläßlicher Partner, einheitlicher und beständiger Verband

In der Vergangenheit haben sich immer wieder mal neue kleine Organisationen im Heilpraktikergeschehen, meist Abtrünnige aus einem der bestehenden Verbände oder auch aus kapitalen Interessen seitens Ausbildungsstätten, gegründet.
 
Dies mag man bedauern oder nicht, ist aber Realität. Es hat dort jedoch fast immer an der notwendigen Substanz gefehlt, um für unseren Berufsstand Entscheidendes und/oder  Zukunftsorientiertes beizutragen. Manchmal können derartige Aktionen aber auch Anlaß zum Nachdenken sein. Die jüngste Entwicklung läßt aufhorchen:

Bereits vor einiger Zeit mußten sich die Bundesverbände FDH, FH, FVDH, UDH, VDH wegen unüberbrückbarer berufs- und medizinalpolitischer Einschätzungen und Vorgehensweisen vom BDH, Warendorf, trennen und die Zusammenarbeit beenden. Grund waren u.a. die Einschätzung durch die Erfahrung der Verbände, daß von diesem Verband für den Berufsstand negative berufspolitische Vorstellungen und Aktivitäten verfolgt werden. Die Auflösung der Zuammenarbeit erfolgte nach einem monatelang andauernden Diskussionsprozeß.                                                                               
 
Der Landesverband Baden-Württemberg der "UDH" pflegte weiterhin eine Zusammenarbeit mit dem "BDH" und mit dessen von allen anderen Verbänden abgelehnten Punktesystem. Er stellte sich hierdurch gegen den eigenen Bundesverband und damit offensichtlich auch gegen die Mehrheit der Mitglieder der "UDH". Ob die angekündigte Haltung zum BDH-Punktesystem, wie angekündigt, ab 2010 eindeutig sein und Bestand haben wird, muß abgewartet werden.

Der Landesverband Bayern der UDH, der "BDHN- Bund Deutscher Heilpraktiker und Naturheilkundiger e.V." als die größte Landesorganisation der "UDH" stellte sich wiederum gegen eine derartige Entwicklung in der UDH, arbeitete in diesen Fragen auch mit dem "Freie Heilpraktiker e.V." zusammen.
 
Nun hat die "UDH", wie man hört, mit Zustimmung des Bundesverbandes, in Bayern einen weiteren Landesverband gegründet, obwohl es ja den "BDHN" als Landesverband gibt. Hier macht sich also ein Berufsverband gegenseitig Konkurrenz. Dies, obwohl der Vorsitzende des BDHN auch Vizepräsident des Bundesverbandes der UDH war.
 
Interessant wird, nebenbei bemerkt, sein, die sonstigen Aktivitäten der 1. Vorsitzenden und anderer Funktionsträger dieses  neu gegründeten Landesverbandes der "UDH" zu beobachten. Ob hier auch tatsächlich gewerbliche oder andere kapitale Interessen über ein "Weiterbildungs-Netzwerk" gegeben sind, wie vermutet wird, bleibt abzuwarten. Wie sich der Vorstand des "BDHN" in Zukunft aufstellt, bleibt ebenfalls noch abzuwarten
 
Innerhalb des Vorstandes des BDHN ist es offensichtlich wiederum zu erheblichen Differenzen gekommen. In einer scheinbar eindeutigen Gemeinsamkeit gegenüber ihrem Bundesverband hat sich dann offensichtlich Uneinigkeit gezeigt,  wie berichtet wird. Der Landesvorsitzende und Bundesvizepräsident Saenger ist gemäß eigenen Angaben in der Zwischenzeit zurückgetreten.
 
Bei dem größten Bundesverband, dem FDH, haben sich immer Problemstellungen dadurch gezeigt, daß dessen Landesverbände eigenständige eingetragene Vereine sind. Dies führt oftmals wieder zu unterschiedlichen Auffassungen und Handlungsweisen, was für eine gemeinsame Interessenvertretung in wichtigen Sachfragen nicht immer förderlich ist.
 
Ein Beispiel der letzten Zeit, für viele andere stehend, war ein Alleingang des FDH - Landesverbandes Bayern bei der Besetzung des Landesgesundheitsrates. Gegen das ausdrückliche Votum der übergroßen Mehrheit der bayerischen Heilpraktikerorganisationen und bayerischen Heilpraktiker wurde egoistisch votiert.
 
Gemeinsame, qualitativ hochwertige Weiterbildungen aller Verbände, durch z.B. gemeinsam getragene Weiterbildungsstätten mit dezentralisierten Angeboten (dies ein Vorschlag des "Freie Heilpraktiker e.V.“) in den Bundesländern scheitert u.a. daran.
 
Unter intensiver Mitwirkung, mit größter Kompromißbereitschaft und Aktivitäten hatten sich nach und nach unter dem Namen "DDH - Die Deutschen Heilpraktikerverbände" die sechs maßgeblichen Heilpraktikerbundesverbände zur Zusammenarbeit in überverbandlichen Fragen und zur Interessenvertre-tung zusammengefunden. Im übrigen gab es aber auch schon vor der Namensverwendung "DDH" als äußeres Zeichen gute und erfolgreiche Zusammenarbeits-Aktivitäten. Diese Zusammenarbeit war lange Zeit, auch bei manchen Meinungsverschiedenheiten, gut funktionierend und erfolgreich in ihren Auswirkungen. Der "Freie Heilpraktiker e.V." nimmt für sich in Anspruch, immer wieder Motor einer echten Zusammenarbeit gewesen zu sein.
 
Und wie das so manchmal leider ist, scheinen die langen Jahre der "DDH" bei einigen Teilnehmern der Runde ein gewisses Maß an Inaktivität, ein schleifen lassen, mangelnde Koordination, das Nichteinhalten von Beschlüssen und auch mangelnde Professionalität hervorgerufen zu haben. Eine Auflockerung festgefahrener Strukturen wurde deshalb erforderlich, nachdem alle Versuche zum Umdenken erfolglos blieben. Die hat dann den "Freie Heilpraktiker e.V." bewogen, die nicht mehr sachgerecht und zukunftsorientierte Runde unter einem Namen "DDH" zu verlassen.                                                    

Dies mit dem eindeutig erklärten Ziel, ein Zeichen für eine sinnvolle Bewegung in Richtung einer positiven Zusammenarbeit zu setzen. Einer Zusammenarbeit, in der über Inhalte und sachgerechte Aktionen mit gemeinsamer Interessenvertretung gesprochen und gerungen wird.
 
Dazu gehört auch konstruktive Selbstkritik mit entsprechenden positiven Konsequenzen. Der "Freie Heilpraktiker e.V." war und ist hierzu bereit. Bisher scheinen diese Zeichen der Zeit und die daraus erwachsenden Erfordernisse aber noch nicht verstanden worden zu sein. Eine Bereitschaft ist zur Zeit nicht zu sehen.
 
Ein Vorschlag z.B. auch des "Freie Heilpraktiker e.V.", die gemeinsamen Kongresse Karlsruhe, Essen und Hannover notwendigerweise  der Zeit anzupassen, weiter zu entwickeln und zurückzufinden zur altgewohnten Qualität wie auch der Grundidee einer echten Heilpraktikergemeinschaftsveranstaltung mit entsprechender Ausstrahlung und Kraft, fand bisher nur  Ablehnung.  Auch der Vorschlag, die  Kongreßnamen mit ihrer  entscheidenden und wirksamen Ausstrahlung werbewirksam mit der notwendigen Sachkenntnis und Professionalität in den Vordergrund zu stellen, auch unter Einbeziehung weiterer Organisationen, blieb ungehört. Und dies, obwohl die diesbezüglichen Leistungen und Organisationsqualitäten des "Freie Heilpraktiker e.V."  immer betont wurden.
 
Der eindeutige Beschluß zur Herausgabe einer gemeinsamen Zeitung als berufs- und medizinalpolitisches und praxisbezogenes Informationsmedium auf gemeinsamer und qualitätsorientierter Ebene wurde trotz Anmahnungen nicht vollzogen.
 
Oder auch die Durchführung so einfacher Dinge wie der zentrale Versand von Informationen und Kongreßwerbung mit dem Ziel einer größeren Wirkung, Doppeltaussendungen vermeidend und vor allen Dingen mit erheblicher Kosteneinsparung, scheiterten an mangelnder Bereitschaft.
 
Alles insgesamt gesehen führte schließlich zur Entscheidung des  "Freie Heilpraktiker e.V.-FH-", bis auf weiteres nicht mehr an diesen Veranstaltungen mitzuwirken. Eine Aussage aus den Reihen der "Runde", daß die Kongresse zum Geldverdienen ausgerichtet werden, ist erschreckend und kann den "Freie Heilpraktiker e.V. -FH-" nicht befriedigen und paßt nicht in sein Heilpraktikerkonzept.
 
Der Vorsitzende des "Freie Heilpraktiker e.V. -FH-", Dieter Siewertsen, betont trotzdem ausdrücklich: ..."Wir sind immer gesprächsbereit, wir sind immer zu vernünftiger Zusammenarbeit bereit, wir suchen sachgemäße inhaltliche Debatten, wir wollen Zusammenarbeit in fairer Weise und gegenseitiger Respektierung und Achtung. Dies kann aber, wenn es von allen ernst gemeint ist für den Berufsstand da zu sein, nur über eine Neufindung gelingen und funktionieren. Hierfür stehen wir bereit..."
 
Betrachtet man die derzeitige Situation in verschiedenen Verbänden und das Verhalten einiger Funktionäre, muß zum jetzigen Zeitpunkt daran gezweifelt werden. Vielleicht führt aber die oben nur kurz angerissene Situation zum Umdenken. Der Vorstand des "Freie Heilpraktiker e.V." hofft und wünscht jedoch, daß es schnellstens wieder zu einem erfolgreichem Zusammenwirken der Einzelverbände kommt. Die nächsten Gespräche werden es zeigen.
 
Gespräche untereinander und gemeinsames Handeln in wichtigen Fragen soll und muß es weiter geben. Dies aber als gleichberechtigte Partner in ausgewogener Sachlichkeit mit konstruktivem Handeln. Gesehen werden muß aber auch, daß es aufgrund der Entwicklung, einen Alleinvertretungsanspruch von Verbänden unter einem Namen "DDH - DIE Deutschen Heilpraktikerverbände" und die übergroße Mehrheit der Heilpraktiker vertretend, wie man iirreführend Glauben machen will, nicht geben kann und gibt.
 
Einheit ist kein Selbstzweck, sondern muß sich an den Erfordernissen unseres Berufes orientieren und anpassen. Einheit muß in jedem Einzelpunkt kollegial erarbeitet werden. Wo sich Strukturen verfestigen, kann Kraft nicht mehr fließen. Manchmal muß man die Prinzipien der Naturheilkunde auch einfach nur auf unsere Verbandslandschaft anwenden. 
 
Festzustellen bleibt, daß sich der "Freie Heilpraktiker e.V. -FH-" in der Kollegenschaft ganz unbescheiden in besonderer Weise als beständige und einheitliche Interessengemeinschaft der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker mit klarer Zielsetzung und Funktionalität zeigt. Der "Freie Heilpraktiker e.V." ist weiter bereit, wie immer, ein Motor zur Zusammenarbeit mit Ideen und aktivem Handeln, zu sein.

 
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